Technology Talks Austria 2026: Europas technologische Zukunft

Vortragende und Gäste erarbeiteten Impulse für Europas technologische Führungsrolle und Resilienz.
© AIT / Katharina Schiffl
Technology Talks Austria 2026: Europas technologische Zukunft
Technology Talks Austria 2026

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Die Technology Talks Austria 2026 brachten unter dem Titel „Empowering Europe: Technological Leadership for a Resilient Future“ hochkarätige Diskussionen und wertvolle Erkenntnisse, wie wir in Europa wissenschaftliche Exzellenz besser und rascher in technologische Führungsrolle, industrielle Stärke, strategische Autonomie und langfristige Resilienz umsetzen können.

An der Ausrichtung der relevantesten Forschungs- und Technologiekonferenz Österreichs mit europäischer Perspektive waren insgesamt 48 Partner:innen aus der heimischen FTI-Community beteiligt.

Besucherrekord und Kooperation aller Stakeholder

Mehr als 1.000 Teilnehmende, 140 Speaker und rund 30 Stunden Programm prägten die zweitägigen Technology Talks Austria 2026.

In zwei Keynotes, sechs Plenary Sessions, drei Jungforschenden-Events, zwölf Workshops und fünf Side Events sowie bei einem Get Together und einer Exhibition mit zehn Ausstellenden stand die technologische Führungsrolle Europas im Mittelpunkt, ergänzt durch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation.

Es ist wesentlich, dass an solchen Debatten alle Stakeholder entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Innovationskette – Wissenschaft/Forschung, Wirtschaft/Industrie und Politik/öffentliche Hand – beteiligt sind.

„Gemeinsam entwickeln wir hier konkrete Perspektiven für Europas technologische Zukunft“, erläutert Brigitte Bach, Sprecherin der Geschäftsführung des AIT Austrian Institute of Technology und Vorsitzende des Veranstaltungskuratoriums der Technology Talks Austria.

Technology Talks Austria 2026: Europas technologische Zukunft
Technology Talks Austria Get Together – Treffpunkt für die österreichische und europäische Forschungs-, Technologie- und Innovationscommunity.
© AIT / Katharina Schiffl

„Dabei diskutieren wir zentrale technologische Entwicklungen und wichtige Zukunftsfragen“, ergänzt Andreas Kugi, Vorsitzender des Programm-Komitees der Technology Talks Austria und Scientific Director des AIT.

Auf der Bühne diskutierten unter anderem Christian Ehler (EU-Parlament), Jo De Boeck (imec), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (EU-Parlament), Dominique Foray (EPFL Lausanne), Sabine Herlitschka (Infineon/IV), Lars Reger (NXP Semiconductors) und Natalie Guichard (EDA) über resiliente Infrastrukturen, Innovationsökosysteme, industrielle Führungsfähigkeit, Dual-Use-Technologien und technologische Souveränität.

Impulse für das Innovations-Ökosystem

Die fundierten Debatten lieferten eine Reihe zentraler Key Messages für Europas technologische Zukunft.

Forschungs- und Innovationspotenzial in dauerhafte Stärke verwandeln: Europa verfügt über exzellente Forschung, innovative Start-ups und eine starke Industrie. Entscheidend ist, daraus global erfolgreiche Unternehmen und industrielle Wertschöpfung zu entwickeln und zugleich durch langfristigen Kompetenzaufbau, leistungsfähige Forschungsinfrastrukturen und kritische Masse technologische Führungspositionen zu sichern.

Mehr Geschwindigkeit: Im globalen Technologiewettbewerb wird Geschwindigkeit zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Europa muss Entscheidungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigen, Investitionen schneller mobilisieren und erfolgreiche Technologien rascher skalieren.

Auf europäische Stärken fokussieren: Europa muss nicht in jeder Technologie selbst führend sein, sondern sollte dort kritische Masse und internationale Führungspositionen aufbauen, wo wissenschaftliche Exzellenz, industrielle Stärke und strategische Relevanz zusammenkommen.

Resilienz von Beginn an mitdenken: Kritische Infrastrukturen und technologische Systeme müssen von Beginn an robust, anpassungsfähig und sicher gestaltet werden; dazu gehören auch diversifizierte Lieferketten und ein verlässlicher Zugang zu kritischen Technologien.

Forschung und Industrie enger verbinden: Wissenschaftliche Exzellenz muss schneller in technologische und wirtschaftliche Wirkung übersetzt werden – durch durchgängige Transferpfade zwischen Universitäten, außeruniversitärer Forschung, Start-ups und Industrie sowie durch bessere Möglichkeiten für Demonstration, Erprobung und Skalierung.

Technology Talks Austria 2026: Europas technologische Zukunft
© AIT / Katharina Schiffl

Mehr Wachstumskapital mobilisieren: Ein tieferer und stärker integrierter europäischer Kapitalmarkt, mehr privates Wachstumskapital und attraktive Exit-Möglichkeiten sind entscheidend, damit innovative Unternehmen in Europa skalieren können.

Europa als einen Markt denken: Technologische Unternehmen brauchen einen europäischen Heimatmarkt, in dem sie rasch skalieren können. Dafür müssen nationale Fragmentierung und regulatorische Hürden reduziert und strategische Investitionen stärker europäisch koordiniert werden.

Zugang zu kritischen Ressourcen sichern: Technologische Souveränität braucht verlässlichen Zugang zu kritischen Rohstoffen, Energie und Vorprodukten. Europa muss einseitige Abhängigkeiten reduzieren, Kreislaufwirtschaft und Substitution vorantreiben und seine Lieferketten durch diversifizierte internationale Partnerschaften resilienter gestalten.

Dual-Use-Potenziale strategisch berücksichtigen: Viele Schlüsseltechnologien sind sowohl für zivile als auch für Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen relevant. Diese Wechselwirkungen sollten frühzeitig berücksichtigt und Sicherheit im Sinne von „Security by Design“ von Beginn an mitgedacht werden.

Technologische Souveränität stärken: Technologische Souveränität bedeutet nicht Autarkie, sondern die Fähigkeit Europas, bei kritischen Technologien selbstbestimmt entscheiden und handeln zu können und über die dafür notwendigen Kompetenzen und Kapazitäten zu verfügen – bei gleichzeitiger Offenheit für vertrauenswürdige internationale Partnerschaften.

https://www.ait.ac.at

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