Immobilien-Studie prognostiziert: ab 2023 Engpass bei Eigentumswohnungen

© Austria Real/Fischer

Vera Woschnagg, CEO der Austria Real GmbH

30.10.2022 | 1 min

Immobilien-Studie prognostiziert: ab 2023 Engpass bei Eigentumswohnungen

Die Angebotspreise für Neubauwohnungen in Wien sind seit 2021 um rund 14%, in Niederösterreich um 10% gestiegen.

Bedingt durch weniger Fertigstellungen von Eigentumswohnungen und gestiegenen Zinsen wird sich die Kurve aber wieder abflachen und das Preisniveau eher stabil bleiben. Das ist nur eines der Ergebnisse zweier Studien, die das Wiener Immobilienvermittlungsunternehmen Austria Real anlässlich seines 10-jährigen Bestehens in Auftrag gegeben hat. Bei Hotelimmobilien zeigt sich ebenfalls ein interessantes Bild: Mit Ausnahme der Steiermark, wo die Verkaufspreise gestiegen sind, hat sich der durchschnittliche Verkaufspreis in allen Bundesländern seit 2019 mehr als halbiert.

Während in Wien im Juli 2021 neugebaute Eigentumswohnungen mit einem Durchschnittspreis von 5.910 Euro pro Quadratmeter verkauft wurden, liegt der Preis seit Juli 2022 bei 6.741 Euro: „Die höchsten durchschnittlichen Preise gibt es wenig überraschend im ersten Bezirk in Wien. Hier kostet der Quadratmeter mittlerweile 21.085 Euro“, sagt Vera Woschnagg, CEO und Gründerin der Austria Real GmbH. Anlässlich des 10-Jahres-Jubiläum ihres Immobilienvermittlungsunternehmens hat Woschnagg zwei Immobilienmarktberichte in Auftrag gegeben, um die Marktlage genauer analysieren zu können.

Rückgang für 2023 erwartet

„Spannend ist auch, dass 2022 um drei Prozent mehr Eigentumswohnungen fertiggestellt werden als 2021: Während der Anteil der fertiggestellten Wohnungen am Gesamtangebot in den letzten beiden Jahren stabil bei 34% lag, steigt dieser Wert 2022 auf 37%. Nächstes Jahr allerdings erwartet man einen drastischen Rückgang bei den Fertigstellungen auf ca. 27%“, so Woschnagg weiter. Das liege daran, dass in den Coronajahren weniger Baugenehmigungen vergeben wurden und sich auch ausländische Investoren zurückgezogen haben. Wegen gestiegener Baukosten und Bankzinsen sind manche Wohnprojekte für Bauträger nicht mehr finanzierbar.

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