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Was erwartet uns 2024 an den Aktienmärkten der Region Asien-Pazifik?

© Jupiter AM

Sam Konrad, Investmentmanager der Asian Equity Income Strategie von Jupiter AM.

09.01.2024 | 2 min

Was erwartet uns 2024 an den Aktienmärkten der Region Asien-Pazifik?

Die Experten von Jupiter AM teilen ihre Einschätzungen und erläutern, wo sie Anlagechancen sehen.

„Wir sind „Top-down-Stockpicker“. Das bedeutet, dass wir bei der Auswahl der „Gewinnerunternehmen“ in der Region Asien-Pazifik (ohne Japan) das makroökonomische Umfeld, die politischen Systeme und die Geopolitik mitberücksichtigen“, erklären die Investment Manager bei Jupiter AM, Sam Konrad und Jason Pidcock, vorab.

Gegenläufige Kräfte

Im Jahr 2024 dürften zwei gegenläufige Kräfte auf die Märkte einwirken. Die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik der weltweiten Zentralbanken könnte zu höheren KGVs und Kursgewinnen führen. Gleichzeitig könnten ein schwaches Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosenzahlen in wichtigen Märkten wie den USA auf die Gewinne vieler Unternehmen drücken. Der Inflationsdruck hat nachgelassen und durch die mit Verzögerung wirkenden Zinserhöhungen könnte die nächste Phase dieses Zyklus von einem schwächeren Wachstum geprägt sein.

Dennoch erwarten wir von mehreren der Unternehmen, die wir in unserem Portfolio halten, weiterhin steigende Gewinne und Dividenden. Dazu gehören Positionen in Technologieunternehmen, für die 2023 bislang schwierig war, deren Gewinne sich im Jahr 2024 jedoch erholen dürften. Infrastruktur-, Immobilien- und Telekommunikationstitel dürften von einer Zinspause profitieren, vor allem wenn diese mit einem Rückgang der Anleiherenditen einhergeht.

Was erwartet uns 2024 an den Aktienmärkten der Region Asien-Pazifik?
Jason Pidcock, Investmentmanager der Asian Equity Income Strategie von Jupiter AM.

© Jupiter AM

Im Jahr 2024 steht weltweit eine ganze Reihe von Wahlen an, in Asien zum Beispiel unter anderem in Taiwan, Indien und Indonesien. Außerhalb des asiatisch-pazifischen Raums werden die wichtigsten internationalen Wahlen in den USA stattfinden sowie, mit großer Wahrscheinlichkeit, in Großbritannien. Für den Fall, dass amtierende Regierungen abgewählt werden und neue Parteien an die Macht kommen, müssen wir uns darüber im Klaren sein, welche politischen Veränderungen das zur Folge haben könnte.

China und das Asien-Portfolio

Seit dem Verkauf unserer verbleibenden Positionen im Sommer 2022 sind wir nicht mehr in China investiert. Chinas politische Haltung – sowohl nach innen als auch gegenüber anderen Staaten – stimmt uns nach wie vor besorgt und die umfangreichen staatlichen Eingriffe in Verbindung mit demografischen Faktoren sprechen unserer Ansicht nach dafür, dass wir es hier künftig mit einer wachstumsschwachen Kommandowirtschaft zu tun haben werden.

Der Ausblick für Australien ist hingegen positiv. Auf Länderebene haben australische Aktien das höchste Gewicht in unserer Asian Equity Income Strategie. Wir erwarten, dass Australien längerfristig besser performen wird als viele andere Industrieländer. Es ist eine voll funktionsfähige Demokratie mit produktiven Arbeitskräften und vielen erfolgreichen Unternehmen, die bedeutende Marktanteile halten und von Markteintrittshürden profitieren. Außerdem gibt es in Australien nur sehr wenige staatseigene Unternehmen.

Was erwartet uns 2024 an den Aktienmärkten der Region Asien-Pazifik?

© PantherMedia / sweettomato (YAYMicro)

Gleichsam interessant ist Singapur. Viele attraktive Unternehmen haben dort ihren Standort und pflegen Aktivitäten in ganz Südostasien. Außerhalb der weiterentwickelten asiatischen Märkte haben wir eine bedeutende Allokation in Indien, wo wir attraktive Wachstumschancen in vielen binnenwirtschaftlich orientierten Sektoren sowie zunehmend auch in der Exportwirtschaft sehen.

Resilienz gefragt

Wir verstehen uns weder als Growth- noch als Value-Investoren, sondern setzen auf eine Kombination beider Anlagestile. Wir bevorzugen Unternehmen mit einer soliden Bilanzpolitik und Unternehmen, die in der Lage – und bereit – sind, ihre Aktionäre an ihren Gewinnen zu beteiligen, mit bewährten Managementteams und Geschäftsmodellen, wodurch wir weniger spekulieren müssen.

Die Unternehmen, in denen wir mit unserer Strategie im Jahr 2023 investiert waren, haben sich erfreulich gut behauptet. Auch wenn wir nicht wissen, was das Jahr 2024 bringen wird, halten wir unsere Strategie mit Blick auf den Jahreswechsel weiterhin für gut aufgestellt.

„Viele der Unternehmen, in die wir investieren, gelten bereits als weltweit führend in ihren jeweiligen Sektoren und weisen Merkmale auf, durch die sie unserer Ansicht nach auch eine Rezession gut überstehen bzw. sogar stärker aus ihr hervorgehen sollten als ihre Konkurrenten“, verdeutlichen Sam Konrad und Jason Pidcock abschließend.

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