Aktienbarometer 2023: Wertpapiere in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Mangelnde Finanzbildung noch immer ein Hauptgrund für die fehlende Investmentbereitschaft.
© Wiener Börse / APA-Fotoservice / Roland Rudolph
Aktienbarometer 2023: Wertpapiere in der Mitte der Gesellschaft angekommen
Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse.

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Viele Österreicherinnen und Österreicher setzen bei der Vermögensveranlagung bereits auf attraktivere Möglichkeiten als das Sparbuch. Während der COVID-19-Pandemie und verstärkt durch das Niedrigzinsumfeld hat sich die österreichische Bevölkerung intensiver mit dem Thema Geldanlage beschäftigt.

Eine Umfrage von Aktienforum, Industriellenvereinigung und Wiener Börse bestätigt, dass Wertpapiere längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.

© Peter Hajek / Public Opinion Strategies
Aktienbarometer 2023: Wertpapiere in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Jede vierte Person in Österreich besitzt bereits solche, 20 Prozent würden gerne in Wertpapiere investieren. Auch die Mitte 2022 begonnene, sukzessive Anhebung der Leitzinsen ändert demnach nichts daran, dass sich viele Österreicherinnen und Österreicher vom Sparer zum Investor entwickeln wollen.

„Das ist auch ein nachvollziehbarer Trend. Denn auf Sicht schlagen Aktien jede andere Anlageklasse – egal ob Sparbuch, Immobilien oder Rohstoffe – um mindestens das Doppelte. So weist der ATX inklusive Dividenden seit Beginn der Berechnung eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 6 Prozent auf“, betont Börse-CEO Christoph Boschan.

Problematik Finanzwissen

Dass viele Personen, die gerne in Wertpapiere investieren würden, darauf verzichten, hat vor allem einen Grund: fehlendes Finanzwissen. Dies geht ebenfalls aus der Aktienbarometer-Befragung hervor. Diese weist mangelhafte Finanzbildung als Hauptgrund aus, warum Menschen von einem Wertpapierinvestment absehen.

© Peter Hajek / Public Opinion Strategies

Die Wiener Börse wirkt diesem Umstand bereits seit vielen Jahren entgegen. In über 6.500 Schulvorträgen wurden bislang über 100.000 Schülerinnen und Schüler erreicht, zusätzlich stellt die Wiener Börse Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte bereit und unterstützt dadurch die nationale Finanzbildungsstrategie.

Im außerschulischen Bereich bietet die Wiener Börse Akademie – eine Kooperation mit dem WIFI Wien – ein breites Bildungsangebot an, welches vom „1×1 der Wertpapiere“ bis zum Diplomlehrgang Börsenhändler das gesamte Wissensspektrum abdeckt.

„Die Wichtigkeit einer fundierten und der breiten Bevölkerung zugänglichen Finanzbildung kann nicht oft genug hervorgestrichen werden. Sie ist der beste Anlegerschutz und ermöglicht, die finanzielle Zukunft selbst zu bestimmen. Dabei geht es zunächst gar nicht um implizite positive Effekte für den Kapitalmarkt oder die Börse, sondern um die Vermittlung von wichtigem Basiswissen alltäglicher Relevanz. Dazu gehören unter anderem eine sinnvolle Chancen-Risiken-Abwägung oder die Bedeutung des Zinseszinseffekts für die persönliche Altersvorsorge“, ergänzt Christoph Boschan abschließend.

Grundsätze einer nachhaltigen Anlagestrategie

Der Zinseszinseffekt entfaltet seine Wirkung vor allem durch Berücksichtigung eines wichtigen Veranlagungs-Grundsatzes: der Langfristigkeit.

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Sparplan-Anleger, die beispielweise seit dem Berechnungsstart 1991 monatlich 100 Euro in ein ATX Total Return-Portfolio investiert haben, hielten per 30. September 2023 bei 130.349 Euro (vor Abzug von Gebühren und Steuern) – bei einer Einzahlungssumme von 39.400 Euro.

https://www.wienerborse.at

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