Rasanter KI-Fortschritt beschleunigt Vormarsch humanoider Roboter

Asiatische Technologieunternehmen werden bei der Entwicklung eine Schlüsselrolle spielen.
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Rasanter KI-Fortschritt beschleunigt Vormarsch humanoider Roboter
Jason Pidcock, Head of Strategy Asian Income bei Jupiter AM.

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Derzeit liegt der Schwerpunkt bei KI auf großen Sprachmodellen, sogenannten „Large Language Models“ (LLMs – Anm. d. Red.). Dennoch ist davon auszugehen, dass die nächste Welle von agentischer KI – autonomen KI-Systemen, die komplexe Ziele mit begrenzter menschlicher Aufsicht erreichen können – und physischer KI – humanoiden Robotern – geprägt sein wird.

„Wir haben zuletzt mit unseren Kunden über humanoide Roboter gesprochen, da in diesem Bereich enorme Fortschritte erzielt werden und wir erwarten, dass asiatische Technologieunternehmen in diesem Markt eine wichtige Rolle spielen werden“, unterstreichen Jason Pidcock, Head of Strategy Asian Income, und Sam Konrad, Investment Manager Asian Equity Income, von Jupiter AM.

Humanoide Roboter werden bereits in Fabriken eingesetzt. Automobilhersteller wie Hyundai, Tesla und BMW führen sie in der Produktion ein oder planen dies, um Aufgaben zu übernehmen, die für Menschen schwierig oder repetitiv sind.

Privater Einsatz bis 2035

Für den Einsatz in Privathaushalten sind die Roboter noch nicht bereit. Online finden sich Videos von humanoiden Robotern, die langsam einen Geschirrspüler ausräumen. Ebenso kann man beobachten, wie ein Humanoid den Pekinger Halbmarathon in Rekordzeit absolviert, während mehrere andere unterwegs stürzen.

Die neue Generation humanoider Roboter wird in der Lage sein, ihre Umgebung wahrzunehmen, zu lernen und autonom zu handeln – mit strengen Sicherheitsvorkehrungen.

„Wir gehen davon aus, dass humanoide Roboter für den privaten Einsatz bis 2030 für frühe Anwender und Technikbegeisterte leistungsfähig genug sein werden. Anschließend dürften Massenvermarktung und breitere Verbreitung folgen, sodass wir erwarten würden, dass sie bis 2035 häufiger anzutreffen sein werden“, meint Jason Pidcock.

Die Kosten dürften ungefähr dem entsprechen, was Menschen für ein Auto ausgeben, also rund 20.000 bis 100.000 US-Dollar. Manche Familien könnten mehr als einen Roboter besitzen. Sie werden bei der Hausarbeit helfen – natürlich beim Ausräumen des Geschirrspülers, beim Zusammenlegen der Wäsche, bei der Gartenarbeit und bei vielem mehr.

Wachstumsmarkt private Haushalte

Eine Analyse von Bank of America Global Research schätzte, dass die Zahl humanoider Roboter rasch wachsen könnte: auf 1,2 Millionen im Jahr 2030, 10 Millionen im Jahr 2035 und möglicherweise 3 Milliarden weltweit bis 2060. Damit gäbe es pro Kopf mehr humanoide Roboter als Autos.

Nach Einschätzung der Bank of America (BofA) dürften Anwendungen in der Industrie und im Dienstleistungssektor zunächst besonders stark wachsen. Letztlich würden humanoide Roboter für Privathaushalte jedoch den größten Anteil des Marktes ausmachen.

„Wir trafen uns kürzlich mit einem Versicherungsunternehmen in Australien, das KI frühzeitig einsetzte, um seine Produktivität zu steigern. Das Unternehmen erwartet, dass humanoide Roboter zusätzliche Forschungsdaten liefern werden, die es ermöglichen, Kunden individuelle Preise für ihre Hausrat- beziehungsweise Wohngebäudeversicherung anzubieten, anstatt den Preis auf Grundlage der Postleitzahl oder der Region des Hauses festzulegen. Auf der anderen Seite wird der Roboter im eigenen zuhause Preise vergleichen und im Namen seines Besitzers das beste Angebot auswählen können. Als Kunde könnte man sagen: „Kümmere dich um meine Hausversicherung“, und den restlichen Verwaltungsaufwand dem Roboter überlassen“, verdeutlichen die Experten von Jupiter AM.

Asien als direkter Profiteur

In Asien gibt es mehrere Unternehmen, die direkt vom Wachstum humanoider Roboter profitieren dürften. Fest steht noch nicht, wer die besten humanoiden Roboter oder Produkte und Dienstleistungen im Bereich physischer KI entwickeln wird. Es könnte Apple, Tesla oder Samsung sein – oder vielleicht Unternehmen, die wir heute noch gar nicht kennen.

Rasanter KI-Fortschritt beschleunigt Vormarsch humanoider Roboter
Sam Konrad, Investment Manager Asian Equity Income bei Jupiter AM.
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„Wer auch immer es sein wird: Wir sind überzeugt, dass asiatische Technologieunternehmen zu den Wegbereitern gehören werden“, so Sam Konrad.

Sicher scheint allerdings, dass die asiatische Technologie-Lieferkette, einschließlich der Unternehmen in Taiwan und Korea, die beste Möglichkeit bietet, in das Wachstum der aktuellen und der nächsten Welle Künstlicher Intelligenz zu investieren.

Taiwan Semiconductor plant, die leistungsstarken „Gehirne“ und integrierten KI-Logikeinheiten für führende Entwickler von Robotik zu fertigen. SK Hynix und Samsung Electronics erwarten, Speicherchips bereitzustellen. Samsung könnte darüber hinaus eigene Roboter für ein integriertes Smart Home produzieren. Hon Hai plant, Kapazitäten für die Massenfertigung im Auftrag bereitzustellen.

„Uns ist bewusst, dass Risiken bestehen und dass es wahrscheinlich Phasen erhöhter Volatilität geben wird, während diese Produkte auf den Markt kommen. Dennoch werden diese Zulieferunternehmen zu aus unserer Sicht attraktiven Bewertungen gehandelt – in den meisten Fällen deutlich unter den Bewertungen der großen US-Technologieunternehmen. In einigen Fällen werden die asiatischen Unternehmen auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses sogar günstiger, weil ihre Gewinne schneller wachsen als ihre Aktienkurse“, ergänzen Jason Pidcock und Sam Konrad.

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