Wasserstoff – Energieträger der Zukunft

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Im Technikum des Impulszentrums für Werkstoffe an der Montanuniversität Leoben v. l.: Helmut Antrekowitsch, Professor an der Montanuni Leoben, BM Elisabeth Köstinger, Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder

27.04.2022 | 1 min

Wasserstoff – Energieträger der Zukunft

Die Forschungstätigkeit der Montanuniversität Leoben ist breit gefächert, u.a. beschäftigt sie sich mit der Pyrolyse zur Erzeugung von Wasserstoff.

Anlässlich des kürzlich stattgefundenen „Österreichischen Bergbautags 2022“ besuchte Bundesministerin Elisabeth Köstinger auch die Forschungseinrichtungen der Montanuniversität Leoben, die sich mit der Pyrolyse zur Erzeugung von Wasserstoff beschäftigen. Angesiedelt sind diese Aktivitäten im „Resources Innovation Center“ (RIC) der Montanuni, dem Ministerin Köstinger eine Förderung von drei Millionen Euro zusagte.

„Bereits seit dem Jahr 2020 entwickelt die Montanuniversität Leoben im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit den namhaften Industriepartnern voestalpine Stahl, Primetals Technologies Austria, Wien Energie und RAG Austria (als Industrie-Projektkoordinator) vielversprechende, zukunftsweisende Wasser- und Kohlenstoff-Technologien, durch die es möglich sein wird, Wasser- und Kohlenstoff CO2-neutral aus einer Hand zu gewinnen“, erklärte der Rektor der Montanuniversität Leoben, Wilfried Eichlseder, in seinem Eingangsstatement.

BM Elisabeth Köstinger zeigte sich von den mannigfaltigen Forschungsaktivitäten der Montanuniversität beeindruckt: „Krisensicherheit verlangt Rohstoffe. Nicht alle Rohstoffe sind überall unendlich verfügbar, daher ist das Resources Innovation Center (RIC) der Montanuniversität Leoben eine wichtige Institution, die wir mit drei Millionen Euro in ihrer Arbeit unterstützen. Schon heute wird hier daran geforscht, auf zukünftige Herausforderungen wissenschaftliche Antworten in Form von Innovationen zu finden“, so Köstinger.

Kohlenstoff

Kohlenstoff gilt als extrem wertvoller industrieller Rohstoff für die nachhaltige Produktion von Baustrukturen, Batterien, Computerchips, Kohlenstofffasern und für die Herstellung carbonbasierter Strukturen und Materialien, die in zahlreichen Branchen wie der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt, Sport- und Freizeitbranche oder Hightechindustrie angewandt werden. Eine z. B. in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnende Modifikation von Kohlenstoff ist Graphen – der zweidimensionale Zukunftswerkstoff. Er ist ultradünn, leicht, stabil und leitend, seine Anwendungsmöglichkeiten sind praktisch unendlich. Darüber hinaus findet Kohlenstoff Verwendung in Lithium-Ionen-Batterien, kann als Wasserstoffspeicher eingesetzt werden oder findet sich in der Wasser-, Boden- und Luftaufbereitung als Schlüsselstoff wieder.

Wasserstoff

Der parallel gewonnene Wasserstoff ist analog zu Kohlenstoff klimaneutral und flexibel in vielen verschiedenen Sektoren, unter anderem als wichtiger Energieträger und Reduktionsmittel zur Erreichung der Klimaziele, einsetzbar. Darüber hinaus kann Wasserstoff in vorhandenen Lagerstätten saisonal in großen Mengen gespeichert, umweltfreundlich in bestehenden Gasleitungen nach Kundenbedarf transportiert werden und erhöht dadurch die Versorgungssicherheit.

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