Paysafe-Studie: Gestiegene Verunsicherung bei Online-Zahlungen

© PantherMedia/everythingposs

02.09.2022 | 2 min

Paysafe-Studie: Gestiegene Verunsicherung bei Online-Zahlungen

Fast die Hälfte (47%) der österreichischen Konsumenten macht sich heute mehr Sorgen, Opfer eines Betrugs zu werden als im Jahr 2021.

Das geht aus einer Studie hervor, die von der führenden spezialisierten Zahlungsplattform Paysafe (NYSE: PSFE) veröffentlicht wurde. Sie zeigt, dass österreichische Konsument:innen bei Online-Einkäufen der Sicherheit den Vorrang vor der Bequemlichkeit geben und dass die Auswirkungen der Inflation die finanziellen Sorgen der österreichischen Haushalte weiter verstärken.

Die Studie ergab, dass 57% der Österreicher:innen einen möglichen Betrug als unvermeidliches Risiko beim Online-Shopping hinnehmen. Dieses Risikogefühl ist bei Menschen über 65 Jahren am größten (66% stimmen zu), aber auch eine Mehrheit der Unter-24jährigen stimmt dem zu (54%). Diese Befürchtungen haben dazu geführt, dass sich 54% nicht wohl dabei fühlen, ihre Finanzdaten online einzugeben, um für Waren und Dienstleistungen zu bezahlen.

Sicherheit im Fokus

Seit Jahren kämpft die Zahlungsverkehrsbranche um ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit als Faktoren für die Kundenzufriedenheit. Ein optimiertes Kundenerlebnis ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung, aber die zunehmenden Bedenken in Sachen Betrug haben die Sicherheit in den Mittelpunkt gerückt. Mehr als doppelt so viele österreichische Konsumenten gaben Sicherheit (49%) gegenüber Bequemlichkeit (21%) als wichtigsten Faktor bei der Bezahlung von Online-Einkäufen an.

Obwohl Sicherheitsexpert:innen oft über die Grenzen des Passwortschutzes diskutieren, sehen die Konsument:innen weiterhin das Passwort als vertrautes Sicherheitsmerkmal an.

© PantherMedia /Daviles

Mehr als ein Drittel (42%) gab an, Passwörtern mehr zu vertrauen als biometrischen Authentifizierungsmethoden. Umgekehrt sind jedoch sogar 48% der Meinung, dass die biometrische Authentifizierung Online-Zahlungen noch sicherer macht. Da Betrugsbedenken bei den Konsument:innen ganz oben auf der Tagesordnung stehen, können daher Händler, die Multi-Faktor-Authentifizierungsmethoden anbieten, den Konsument:innen vermitteln, dass ihre Transaktionen sicher sind.

Trotz aller Bedenken sind 43% der Konsument:innen der Meinung, dass Zahlungen heute sicherer sind als noch vor einem Jahr. Und 52% der Befragten sind mit dem derzeitigen Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit zufrieden, was eine markante Verbesserung zu 2021 bedeutet, als nur 24% zufrieden waren.

Kaufpreis entscheidend

Wie viel Vertrauen die Händler genießen, hängt jedoch von der Höhe des Betrages ab. 69% fühlen sich beim Kauf auf einer Peer-to-Peer-Plattform und 47% bei einem Online-Händler wie Amazon wohl – aber nur, wenn der Artikel weniger als 180 Euro kostet. Bei Beträgen über 1.800 Euro ist das Vertrauen durchweg gering, was darauf hindeutet, dass es für die Händler noch einiges zu tun gibt, um die Vorteile alternativer Zahlungs- und Sicherheitsmethoden in der Branche sichtbar zu machen.

Chirag Patel, Präsident Digital Wallets bei Paysafe, erklärt dazu: „Nachweislich steigen in Zeiten von Finanzkrisen die Betrugsraten. Dies geschah während des Höhepunkts der Pandemie, und jetzt, da wir in eine Rezession eintreten, sind die Konsument:innen zu Recht auf die Gefahren bei Online-Zahlungen sensibilisiert. Die Bedenken der Kund:innen zu respektieren ist sehr wichtig, aber das richtige Gleichgewicht für eine bequeme Nutzung im Alltag zu finden bleibt entscheidend, um Kund:innen zu halten. Das Angebot einer Vielzahl von alternativen Zahlungsmethoden und Sicherheitsoptionen wird viel dazu beitragen, die Ängste der Konsument:innen zu zerstreuen und ihre finanziellen Daten zu schützen, während gleichzeitig die positive Erfahrung beim Bezahlen bewahrt bleibt.“

Über die Studie

Die Studie wurde im Auftrag von Paysafe von Sapio Research im April 2022 durchgeführt. 11.000 Konsumenten in 10 Ländern, darunter 1.000 in Österreich, wurden für diese jüngste Lost in Transaction-Studie des Unternehmens befragt, die sich mit dem veränderten Zahlungsverhalten der Konsumenten befasst.