Vier von fünf Entscheider:innen (79 Prozent) stimmten der Aussage, dass Unternehmen ohne konsequente Integration von KI-Technologien ihre Wettbewerbsfähigkeit in unmittelbarer Zukunft verlieren werden, im Rahmen der neuen C-Level-Befragung „Digital Excellence Outlook 2026 – AI at Scale“, zu.
Die Studie der Digitalberatung valantic wurde in Kooperation mit dem Handelsblatt Research Institut (HRI) erarbeitet.
Außerdem steht der KI-Reifegrad der Unternehmen im Fokus der Analyse: Wie gelingt es, KI in der Geschäftsstrategie zu verankern und die Belegschaft zum Einsatz intelligenter Anwendungen zu befähigen? Was bedeutet die KI-Transformation mit Blick auf die digitale Souveränität der Anwender?
Entscheidende Zukunftstechnologie
In den meisten Führungsetagen gilt Künstliche Intelligenz inzwischen als die entscheidende Zukunftstechnologie:

Mit 86 Prozent schätzt die überwiegende Mehrheit von 1.000 befragten Entscheider:innen KI als wichtig für den eigenen Unternehmenserfolg bis 2030 ein. Damit liegt die Technologie nun – anders als noch im Vorjahr – klar an der Spitze des Trendrankings des neuen Digital Excellence Outlooks 2026 von valantic und HRI, und damit vor anderen Prio-Themen wie etwa der Cloud-Transformation, Investitionen in Cybersecurity-Technologien oder dem Internet der Dinge.
Viele sehen darüber hinaus einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der KI-Transformation und ihrer Wettbewerbsfähigkeit in der nahen Zukunft. Dass Unternehmen diese bereits bis 2030 verlieren, wenn sie KI nicht in ihre Kernprozesse integrieren, glauben 79 Prozent der Befragten.
KI-Reifegrad im Fokus
Auch wenn die Wichtigkeit von KI als Zukunftstechnologie erkannt wurde, zeigen die Studienergebnisse zugleich, dass der KI-Reifegrad vieler Unternehmen noch ausbaufähig ist.
Um die KI-Reife der befragten Unternehmen zu ermitteln, wurden die Befragten um eine Selbsteinschätzung gebeten: Eine hohe KI-Reife wurde dadurch gekennzeichnet, dass Unternehmen die KI-Transformation bereits ausdrücklich in ihrer Geschäftsstrategie verankert und in der eigenen Organisation umfassende Kompetenzen zum Einsatz von KI aufgebaut haben.

Etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Unternehmen ist nach eigener Einschätzung mit einem hohen Reifegrad ausgestattet und schon gut in der Lage, intelligente Anwendungen erfolgreich und mehrwertstiftend einzusetzen (KI-Vorreiter). Weitere 55 Prozent sind mit einer mittleren Reife auf dem Weg dorthin (KI-Mittelfeld). Neun Prozent haben allerdings noch einen weiten Weg vor sich. Bei diesen Unternehmen fehlen bislang der strategische Blick auf KI und/oder die erforderlichen Fähigkeiten (KI-Nachzügler).
Messbare Mehrwerte durch hohe KI-Reife
Spannend sind die Unterschiede, die sich in Korrelation mit der KI-Reife bei weiteren Fragestellungen der Untersuchung ergeben.

So zeigt sich, dass Unternehmen mit einem hohen KI-Reifegrad heute bereits deutlich stärker von messbaren Mehrwerten durch KI profitieren – etwa Zeitgewinne, eine höhere Effizienz und eine gesteigerte Qualität.

Ebenso bewerten Vorreiter die Relevanz einzelner Erfolgsfaktoren beim KI-Einsatz anders als die Nachzügler. Während sowohl Vorreiter als auch Nachzügler eine qualitätsgesicherte Datengrundlage als erfolgskritisch für KI-Anwendungen erachten, messen Vorreiter Faktoren wie der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Datenteams und Fachabteilungen, soliden Governance-Strukturen oder der Befähigung der Mitarbeitenden eine deutlich höhere Bedeutung bei, als dies die Nachzügler tun.
„Die gemeinsame Studie mit valantic unterstreicht die immense Wichtigkeit der KI-Transformation für DACH-Unternehmen. Interessant ist nicht nur, wie unterschiedlich der KI-Reifegrad der befragten Unternehmen ausgeprägt ist, sondern auch, welche Auswirkungen eine hohe Reife auf den Geschäftserfolg durch KI-Einsatz hat“, erörtert Sven Jung, Studienleiter sowie Director Economic Analysis & Financial Planning beim Handelsblatt Research Institute.
Laurenz Kirchner, Managing Director und Lead der Data & AI Practice bei valantic, ergänzt:
„Mit dem stringenten Einsatz von KI können Prozesse auf eine neue Stufe gehoben werden. Unternehmen, die KI erfolgreich einsetzen, können gleichzeitig die Prozessgeschwindigkeit erhöhen sowie bei weniger Aufwand bessere Ergebnisse und damit bessere Prozessqualität erzielen. Diese drei Dimensionen gleichzeitig positiv zu beeinflussen, schafft derzeit keine andere Trendtechnologie. Unsere Studie zeigt auf, wie Unternehmen diese Potenziale heben können.“
Die Ergebnisse des Digital Excellence Outlook 2026 basieren auf einer quantitativen und qualitativen Befragung. In quantitativer Hinsicht wurden 1.000 Entscheider:innen aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) befragt, die mehr als 100 Beschäftigte haben, wobei ein Drittel mehr als 1.000 Beschäftigte aufweist. Ungefähr elf Prozent der befragten Unternehmen haben mehr als 5.000 Beschäftigte.
Nähere Informationen zur vollständigen Studie finden Sie hier.
