Im Ranking der einflussreichsten Städte der Welt verliert Wien an Bedeutung Kearney Global Cities Report

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06.11.2021 | 1 min

Im Ranking der einflussreichsten Städte der Welt verliert Wien an Bedeutung

Der „Global Cities Report“, eine weltweite Studie, erhoben von der globalen Unternehmensberatung Kearney, untersucht Einfluss und Zukunftsaussichten von 156 Metropolen.

Seit 2008 erhebt die globale Unternehmensberatung Kearney im „Global Cities Report“, bestehend aus dem „Global Cities Index (GCI)“ und dem „Global Cities Outlook (GCO)“, die 156 einflussreichsten Metropolen der Welt. Während der „Global Cities Index“ den Einfluss der Städte aufgrund von „Business activity“, „Human capital“, „Information exchange“, „Cultural experience“ und „Political engagement“ einordnet, bewertet der „Global Cities Outlook“ die Zukunftsperspektiven basierend auf „Personal well-being“, „Innovation“, „Economics“ und „Governance“.

„Wien verliert im internationalen Vergleich drei Plätze und belegt nur mehr Platz 25. Dafür kann die Bundeshauptstadt in der Kategorie ,Zukunftsaussichten` mit Platz 19 zwei Ränge gutmachen“, fasst Robert Kromoser, Partner und Managing Director bei Kearney in Österreich, die neuesten Ergebnisse zusammen. In Sachen Macht und Einfluss zeigt sich ein unverändertes Bild im Vergleich zum Vorjahr. Die „mächtigste Stadt der Welt“ ist – wie schon in den Vorjahren – New York, gefolgt von London, Paris und Tokyo.

Robert Kromoser, Partner und Managing Director bei Kearney in Österreich

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Vernetzte Metropolen von COVID-19 stärker betroffen

Der neue Global Cities Report zeigt auch die Auswirkungen der Lockdowns und wie gut oder schlecht sich Städte von den gesetzten Maßnahmen zur Pandemiebegrenzung erholen. So trafen die Maßnahmen global vernetzte Städte härter als weniger vernetzte. Andererseits setzte die Erholung bei den besser vernetzten früher ein. Kromoser: „Diese Stärke und Vielfalt ist auch der Grund dafür, dass New York, London, Paris und Tokio ihre Top-4-Positionen im Index verteidigen konnten. Anderseits deckt der Index, wie z.B. bei Peking, schonungslos die Schwächen auf. Chinas Hauptstadt fiel aus den Top 5, da die Maßnahmen der Null-Covid-Strategie das kulturelle Leben, sowie die Wirtschaft stark getroffen haben.“

Während andere verloren, machte Doha einen beachtlichen Sprung nach oben. „Nachdem Katar seine diplomatischen Beziehungen zu seinen Nachbarn wieder verbessert hatte, stieg Doha um 15 Plätze. Auch Istanbul kletterte um 7 Plätze nach oben und schaffte es wieder unter die Top 30. Diese Entwicklung verdankt die Stadt am Bosporus der hohen Anzahl internationaler Passagiere, die die wichtigsten Flughäfen Istanbuls als globales Drehkreuz nützen“, so Kromoser.

Quelle: Kearney 2021 Global Cities Report
Quelle: Kearney 2021 Global Cities Report

Markführer von morgen

Dass London, Paris, Tokio und Singapur jahrelang in beiden Indices hervorragend vertreten sind, gibt einen Vorgeschmack darauf, welche Städte als globale Marktführer in Zukunft den Ton angeben werden. So überholen europäische Städte erstmals nordamerikanische, da deren Gesundheitsindikatoren infolge der mangelhaften Gesundheitsversorgung der Bevölkerung während der Pandemie ebenfalls gesunken sind.

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