Führungskräfte zweifeln an Marktvorteilen durch Künstliche Intelligenz (KI)

26% der Führungskräfte sind der Ansicht, dass KI „in keinem Bereich“ Wettbewerbsvorteile erzielt hat.
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Führungskräfte zweifeln an Marktvorteilen durch Künstliche Intelligenz (KI)
Robert Kaup, Geschäftsführer von Tieto Österreich.

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Die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft leidet unter hohen Arbeits- und Lohnstückkosten. Dazu droht die nahende Pensionierungswelle der Babyboomer den Fachkräftemangel zu verschärfen.

Die stärkere Automatisierung durch KI könnte für schlankere, effizientere und günstigere Arbeitsprozesse sorgen, um die Produktivität und Wertschöpfung der Unternehmen zu steigern. Das haben auch die 100 befragten KI-Verantwortlichen und Führungskräfte in österreichischen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden erkannt: Die große Mehrheit, nämlich 61 Prozent der Befragten, befürchtet „verpasste Chancen für Effizienzsteigerung, Innovation und Reduktion von Betriebskosten“, wenn sie beim Einsatz von KI nicht mithalten.

Aber welche Ziele verfolgen heimische Unternehmen aktuell mit ihrer KI-Strategie und wie weit fortgeschritten ist die Einbindung von KI in Kernprozesse und ihre gewinnbringende Nutzung im Arbeitsalltag bereits?

Wenige Vorreiter, viele Nachzügler

Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass es aktuell nur wenige KI-Vorreiter und viele Nachzügler gibt: 

Führungskräfte zweifeln an Marktvorteilen durch Künstliche Intelligenz (KI)
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Etwas mehr als ein Viertel (27 %) der befragten Unternehmen in Österreich sieht die KI-Integration in Kernprozesse als „sehr weit fortgeschritten“ oder „weit fortgeschritten“ an. Zum Vergleich: In Deutschland geben dies mehr als drei Viertel (77 %) der Befragten an.

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Insgesamt haben aber erst 4 Prozent der heimischen Unternehmen KI-Anwendungen bereits vollständig in ihre Kernprozesse integriert. Nur 8 Prozent der Befragten in Österreich wollen KI in sämtliche Kernprozesse des Unternehmens einbinden.

Demgegenüber stehen 60 Prozent der Befragten, die ihre KI-Integration als „wenig fortgeschritten“ einschätzen (d.h. erste KI-Pilotprojekte werden getestet oder vereinzelt eingesetzt).

„Wir erleben aktuell einen entscheidenden Wendepunkt: KI verändert nicht nur Effizienz, sondern wie Wertschöpfung grundlegend entsteht. Microsoft-Daten zeigen, dass bereits mehr als jede dritte Person in Österreich KI nutzt. Entscheidend ist jetzt, diese Dynamik konsequent und verantwortungsvoll in Wertschöpfung zu übersetzen, indem Unternehmen KI in ihre Kernprozesse integrieren und zum strategischen Rückgrat ihrer Geschäftsmodelle machen”, verdeutlicht Hermann Erlach, General Manager von Microsoft Österreich.

Qualität und Schutz von Daten als zentrale Herausforderung

Dieser Wandel zu KI-Vorreitern wird derzeit jedoch noch von zahlreichen Herausforderungen ausgebremst, vor allem im Datenbereich:

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„Rechtliche Aspekte (z. B. Datenschutz)“ zählen für die Hälfte (50 %) der Befragten zu den größten Herausforderungen, ebenfalls fast die Hälfte (46 %) nennt „Datensicherheit/Cybersicherheit“. Zudem sieht jeder Fünfte (21 %) Hürden bei „Datenverfügbarkeit, -qualität und -aufbereitung“.

Das spiegelt sich auch beim Output wider: 44 Prozent der Befragten bekunden derzeit mangelndes Vertrauen in die Korrektheit KI-generierter Ergebnisse.

„Saubere Daten, integrierte Datenplattformen, eine klare Cloud-Strategie sowie Security und Compliance by Design sind ein Muss für eine erfolgreiche KI-Integration, da viele fortgeschrittene und agentische KI-Fähigkeiten nur in Cloud-Umgebungen verfügbar sind“, erklärt Robert Kaup, Geschäftsführer von Tieto Österreich.

Darüber hinaus müssen Mitarbeitende bei der KI-Transformation aktiv begleitet werden, denn mehr als ein Viertel (29 %) der Befragten ortet einen Mangel an fachlicher Expertise im Unternehmen, rund ein Viertel (22 %) beklagt fehlendes „Change & Adoption Management“ bei der KI-Einführung.

„Trotz aller Technologie sind die größten Hebel die strategische Verankerung in der Organisation und Skilling: Hier setzen wir an und unterstützen die Führungsebene nicht nur bei ihrer KI-Strategie, sondern begleiten den Wandel auch aktiv mit Schulungen für Mitarbeitende. Sonst bleibt KI oft im Pilotstadium stecken“, meint Robert Kaup.

Fehlende Wettbewerbsvorteile durch KI

Trotz aller Hemmnisse hat der Einsatz von KI in einigen Arbeitsbereichen bereits positive Ergebnisse generiert. Zu den Top-Anwendungen zählen laut den befragten Führungskräften „Wissensmanagement und interne Informationssuche“ (38 %) sowie die „Steigerung der Effizienz“ (30 %), wie z. B. durch die automatische Auslesung von Rechnungen oder Bestellungen.

Wenig Vorteile beim KI-Einsatz erkennen sie hingegen für die „datengetriebene Entscheidungsfindung (z. B. Marktanalysen, Risikomanagement, Predictive Analytics)“: Nur 11 Prozent der heimischen Befragten nannten diesen Bereich, während er in Deutschland für 44 Prozent der Befragten zu den Top-Anwendungen von KI zählt.

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Ebenso wenig wird KI für Innovations- und Geschäftsmodellentwicklung eingesetzt, nur jeder Zehnte (10 %) sieht darin einen Nutzen. Überraschenderweise gibt zudem jede vierte Führungskraft (26 %) in Österreich an, dass KI „in keinem Bereich“ positive Ergebnisse oder Wettbewerbsvorteile generiert hat. Zum Vergleich: In Deutschland sieht dies nur ein Prozent der Befragten so.

„Viele Unternehmen haben das volle Potenzial von KI als datengetriebener Motor der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit noch nicht ausgeschöpft. Entscheidend ist jetzt, rasch vom ‚proof of concept‘ zum ‚proof of value‘ zu kommen und KI überall dort einzusetzen, wo sie einen messbaren Mehrwert und einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung leistet. Und als nächstes Level müssen wir Unternehmen fit für die beginnende Revolution der KI-Agenten machen, die ganze Prozessketten autonom ausführen“, ergänzt Andreas Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich.

Das sind die wesentlichen Trends der neuen KI-Studie von TQS Research & Consulting im Auftrag des Tech-Consulting-Dienstleisters Tieto.

https://www.tietoevry.com

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