Technologiestandort Österreich – auf der Suche nach erdähnlichen Planeten

Die Fachhochschule Wiener Neustadt (FHWN) verstärkt ihre Forschung im Bereich der Weltraumtechnologien
© FHWN
Technologiestandort Österreich – auf der Suche nach erdähnlichen Planeten
Die PhD-Studentin Hannah Danhel gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Betreuer Wolfgang Treberspurg.

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Können wir eines Tages genaue Bilder von fernen, erdähnlichen Planeten sehen? Die Suche nach solchen zählt zu den spannendsten wissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und liefert wichtige Erkenntnisse zur Entstehung unseres eigenen Sonnensystems.

Exoplaneten – also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – sind für heutige Instrumente kaum sichtbar: Das Licht dieser fernen Himmelskörper ist schwach und deutlich dunkler als das ihrer Sterne.

Damit wir diese Welten in Zukunft noch besser sichtbar machen können, braucht es hochspezialisierte Detektoren – eine Technologie, die Hannah Danhel in ihrem PhD-Projekt an der FH Wiener Neustadt untersucht.

Anforderung an Detektoren im Weltraum

Das von der Europäischen Weltraumorganisation ESA geförderte Projekt AstroDEPFET untersucht, wie neuartige hochempfindliche Sensorsysteme für zukünftige Weltraummissionen geeignet sind und optimiert werden können – vor allem, ob sie schwache Lichtsignale zuverlässig messen und gleichzeitig den extremen Bedingungen im All standhalten.

„Da bestehende Technologien die Anforderungen zukünftiger Weltraummissionen bislang nur teilweise erfüllen, erforschen wir an der FH Wiener Neustadt, gemeinsam mit unserer neuen PhD-Studentin Hannah Danhel, das Potenzial neuartiger RNDR-DEPFET-Detektoren für ihren Einsatz im Weltraum“, so Wolfgang Treberspurg, Leiter des Kompetenzzentrums für Custom Semiconductor Technology.

Aufbau und Tests

Im Zentrum des dreijährigen Dissertationsprojekts steht die Entwicklung eines Testaufbaus, die Modellierung und die umfassende Charakterisierung dieser Detektoren.

Technologiestandort Österreich – auf der Suche nach erdähnlichen Planeten
Forschung an hochempfindlichen Sensoren, die so exakt messen, dass sie das schwache Licht weit entfernter Exoplaneten sichtbar machen.
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Ein Schwerpunkt ist die Frage, wie sich die Technologie unter hoher Strahlenbelastung verhält – ein entscheidender Faktor für Missionen im All.

„Um die Schädigung durch Strahlung besser zu verstehen, werde ich im Rahmen meiner Dissertation RNDR-DEPFET-Detektoren detailliert untersuchen, modellieren und Bestrahlungstests im Teilchenstrahl von MedAustron durchführen“, erklärt Hannah Danhel.

Starker Technologie- und Wissenschaftsstandort

Die Oberösterreicherin Hannah Danhel hat an der TU Wien Physik sowie Energie- und Messtechnik studiert. Parallel dazu arbeitete sie in einer biophysikalischen Forschungsgruppe an der Vetmeduni Wien. Ihr Doktorat erfolgt in Kooperation mit der TU Wien. Betreut wird sie technisch und organisatorisch an der FH Wiener Neustadt.

Gefördert über die Open Space Innovation Platform der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist das Projekt zugleich eng in die Aktivitäten des ESA-Lab Austria, an der FH Wiener Neustadt, eingebettet und wird in Kooperation mit dem Marietta-Blau-Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der TU Wien und dem Halbleiterlabor der Max-Planck-Gesellschaft, welches die RNDR-DEPFET Sensoren entwickelt hat und zur Verfügung stellt, durchgeführt.

https://www.fhwn.ac.at

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