Im Jubiläumsjahr seines 35-jährigen Bestehens präsentiert sich der ATX (Austrian Traded Index – Anm. d. Red.) stärker denn je. Der österreichische Leitindex, der am 13. Mai 1991 erstmals öffentlich notierte markiert heute neue Höchststände und gilt als zentraler Gradmesser für die Entwicklung des heimischen Kapitalmarkts.
Über dreieinhalb Jahrzehnte hinweg hat sich der ATX zu einem international anerkannten Spiegel der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit heimischer Unternehmen entwickelt.
Rentable Anlage
Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger erwies sich ein Investment in den österreichischen Leitindex rückblickend als äußerst rentabel. Investorinnen und Investoren, die seit 1991 durchgehend auf den ATX gesetzt haben, dürfen sich heute über eine nahezu verfünfzehnfachte Veranlagung freuen. Das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite, inklusive Dividenden, von 7,95 Prozent.
Die Entwicklung verdeutlicht eindrucksvoll, welche Bedeutung Zeit, Kontinuität und Dividendenpolitik für den langfristigen Vermögensaufbau an den Kapitalmärkten haben.

Besonders augenfällig wird dies im Vergleich zwischen dem ATX Total Return und dem reinen Kursindex. Während der Performanceindex, der Dividendenzahlungen berücksichtigt, sein Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2007 bereits vor rund fünf Jahren überschreiten konnte und seither kontinuierlich neue Höchststände erreicht, gelang dem Kursindex dieser Schritt erst Ende des vergangenen Jahres.
Der Unterschied macht deutlich, dass die langfristige Attraktivität des österreichischen Aktienmarkts wesentlich durch Ausschüttungen getragen wird.
„35 Jahre ATX spiegeln eindrucksvoll wider, wie stark sich der österreichische Aktienmarkt entwickelt hat. Dabei zeigt der Blick auf die reine Kursentwicklung nur die halbe Wahrheit, denn hier werden Dividendenzahlungen nicht berücksichtigt. Diese sind am österreichischen Aktienmarkt keine Fußnote, sondern ein Hauptkapitel. Wer sie ausblendet, unterschätzt den heimischen Aktienmarkt systematisch“, verdeutlicht Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Wiener Börse AG.

Im internationalen Vergleich zählt Österreich weiterhin zu den dividendenstärksten Aktienmärkten. Trotz der deutlichen Kursanstiege der vergangenen Jahre dürfte die durchschnittliche Dividendenrendite im ATX laut Bloomberg-Schätzungen auch 2026 bei rund vier Prozent liegen.
Damit bewegt sich der österreichische Leitindex deutlich über internationalen Vergleichsindizes: Die erwartete Rendite liegt mehr als dreimal so hoch wie jene des S&P 500, mehr als doppelt so hoch wie beim MSCI World und weiterhin klar über jener des DAX.
Diese Konstellation unterstreicht die besondere Rolle des österreichischen Aktienmarkts für einkommensorientierte und langfristig ausgerichtete Investorinnen und Investoren.
