Österreich als internationaler Headquarter-Standort nach wie vor begehrt

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René Tritscher, Geschäftsführer der Austrian Business Agency (ABA)

25.05.2022 | 1 min

Österreich als internationaler Headquarter-Standort nach wie vor begehrt

Eine neue Studie von Headquarters in Austria (HIA) bestätigt die Position Österreichs als einen der führenden Standorte Europas.

Österreich ist als Standort für internationale Unternehmens-Hauptsitze ungebrochen attraktiv und behauptet seine Position als Drehscheibe und ideale Ausgangsbasis für Tochtergesellschaften in ost- und westeuropäischen Ländern, den USA und Asien. Aktuell haben insgesamt 390 internationale Unternehmen in Österreich ihre regionalen- und Bereichs-(Divisions-)Headquarters aufgeschlagen, allen voran 129 Unternehmen mit deutscher Muttergesellschaft. Das ergibt eine aktuelle Untersuchung im Rahmen des Forschungsprojektes „Headquarters in Austria“ unter der Federführung des Instituts für International Business an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien). Österreich wird aber auch von Ländern außerhalb der EU, wie der Schweiz und außereuropäischen Ländern wie den USA als strategischer Standort gesehen: Je 35 Unternehmen aus den beiden Ländern haben Hauptsitze in Österreich. Auch Frankreich (20 Headquarters) und Großbritannien (17 Headquarters) sind stark vertreten.

Wertschöpfung und Folgeinvestitionen

„Headquarters bringen eine hohe Wertschöpfung, ziehen Folgeinvestitionen an, stärken Forschung und Entwicklung und sind wichtige Arbeitgeber,“ so Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft Martin Kocher, „eine Kombination von Vorteilen, durch die der Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich maßgeblich gestärkt wird.“

Das Branchenspektrum der Headquarters ist vielfältig, ein großer Teil sind Produktions- Groß- und Einzelhandels-HQs. Zahlreiche internationale Unternehmenszentralen betreiben in Österreich Forschung und Entwicklung, darunter Boehringer Ingelheim, Takeda und Siemens.

Im Durchschnitt besitzen internationale HQs in Österreich Niederlassungen in 5,5 Ländern, 85% sind KMU und beschäftigten weniger als 500 Mitarbeiter:innen. Bei weitem gefragtester Standort für Firmenzentralen ist die Hauptstadt Wien mit 180 Headquarters, gefolgt von den Landeshauptstädten Salzburg und Linz mit je 15 Headquarters. „Österreich macht seinem Ruf als einer der führenden europäischen Standorte für Headquarters internationaler Unternehmen weiterhin alle Ehre – und zwar nicht nur für große Multinationals (MNU), sondern vor allem auch für zahlreiche internationale KMU“, freut sich René Tritscher, Geschäftsführer der Austrian Business Agency (ABA).

Drehscheibe Österreich

Österreich und insbesondere Wien sind nicht nur als Standort mit Zugang Richtung Osten und Süden – für Tochtergesellschaften in Ungarn, der Tschechische Republik, der Slowakei, Rumänien und Italien – besonders gefragt. Auch Richtung Westeuropa und insbesondere Deutschland ist Österreich von Unternehmen anderer Länder der ideale Standort: 141 der 390 Headquarters in Österreich haben im Nachbarland Deutschland eine Tochtergesellschaft. Dank der bisher gewonnenen Kompetenzen konnten jedoch die Marktführerschaft bei CEE-Zentralen erhalten und zusätzliche Segmente entwickelt bzw. ausgebaut werden.

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