Analysiert wurden im „Ayvens European Mobility Guide 2026“ 30 europäische Märkte anhand von fünf zentralen Kriterien: Verbreitung von E-Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur, steuerliche Rahmenbedingungen & Gesetzgebung, Vergleich Total Cost of Ownership (TCO) zwischen Elektrofahrzeugen und Verbrennern sowie Nachhaltigkeit des Strommixes.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen zunehmend kein limitierender Faktor mehr ist. Ausschlaggebend für Flottenentscheidungen sind vielmehr steuerliche Rahmenbedingungen, regulatorische Vorgaben und die Wirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb.

Mit einem BEV-Anteil von 21 % an den Neuzulassungen Anfang 2026 und insgesamt 36.276 öffentlichen Ladepunkten verfügt Österreich über eine solide Basis für weiteres Wachstum.
Die E-Mobilität hat damit die frühe Marktphase hinter sich gelassen und ist im Flottenalltag angekommen.
Operating-Leasing
In der Praxis zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich im Unternehmenssegment: Gerade bei Firmen mit Operating-Leasing-Modellen liegen die BEV-Anteile bereits signifikant über dem Marktdurchschnitt.
Die Elektrifizierung von Pkw-Flotten ist damit vielerorts keine strukturelle Hürde mehr. Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf weitere Fahrzeugsegmente – insbesondere leichte Nutzfahrzeuge (LCV), bei denen noch erhebliches Potenzial besteht.
Gleichzeitig gewinnt der Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge an Bedeutung. Leasingrückläufer erweitern das Angebot und machen batterieelektrische Fahrzeuge zunehmend auch für private Kund:innen attraktiv. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Hebel für die Marktdurchdringung über den Neuwagenmarkt hinaus.
Steuerliche Vorteile und Gesamtkosten
Auch in Österreich zeigt sich ein europaweiter Trend: Direkte Kaufprämien verlieren an Bedeutung, während steuerliche Vorteile und planbare Gesamtkosten stärker in den Mittelpunkt rücken. So wurde die Bundesförderung „E Mobilität 2024“ Anfang 2025 beendet.

Gleichzeitig bestehen weiterhin zentrale steuerliche Begünstigungen wie die NoVA-Befreiung, Sachbezugsvorteile bei Dienstwagen sowie Vorsteuerabzugsmöglichkeiten.
Mit Blick auf die Ladeinfrastruktur gilt: Die Verfügbarkeit von Ladepunkten stellt zunehmend kein Hindernis mehr dar. Stattdessen gewinnen Aspekte wie Zugang, Integration in den Arbeitsalltag und wirtschaftliche Nutzung an Bedeutung.
E-Mobilität als strategische und wirtschaftliche Entscheidung
Für Unternehmen bedeutet das: Die Elektrifizierung ist heute weniger eine technologische als eine strategische und wirtschaftliche Entscheidung.

Der Vergleich innerhalb Europas zeigt zudem weiterhin unterschiedliche Geschwindigkeiten in der Entwicklung. Während Nord- und Westeuropa führend bleiben, rückt Österreich mit stabilen Rahmenbedingungen und wachsender Infrastruktur in eine Position, in der die Elektrifizierung von Flotten zunehmend strategisch umgesetzt werden kann.
„Wir sehen bereits heute, dass viele Unternehmensflotten – insbesondere im Operating Leasing – deutlich höhere BEV-Anteile aufweisen als der Gesamtmarkt. Die nächste Phase der Elektrifizierung wird von der stärkeren Durchdringung bei leichten Nutzfahrzeugen und einem wachsenden Gebrauchtwagenangebot geprägt sein. Gleichzeitig ist die Ladeinfrastruktur in Österreich zunehmend kein limitierender Faktor mehr – entscheidend sind Wirtschaftlichkeit und einfache Integration in den Alltag“, analysiert Lorenz Loidl, Commercial Director Ayvens Austria.
Den vollständigen „Ayvens Mobility Guide 2026“ finden Sie hier.
