Austrian Institute of Technology (AIT) setzt Fokus auf Schlüsseltechnologien

Forschungsschwerpunkte eng mit Herausforderungen verbunden – AIT steigert externe Erlöse um 13,9%.
© Roland Rudolph / AIT
Austrian Institute of Technology (AIT) setzt Fokus auf Schlüsseltechnologien
V.l.n.r.: Andreas Kugi (Scientific Director, AIT), Peter Schwab (Vorsitzender des Aufsichtsrates, AIT), Brigitte Bach (Managing Director & Sprecherin der Geschäftsführung, AIT) und Alexander Svejkovsky (Managing Director und CFO, AIT).

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Mit mehr als 1.500 Mitarbeitenden und starker Vernetzung mit Wissenschaft, Universitäten und Industrie ist das AIT Österreichs größte Forschungs- und Technologieorganisation und leistet angewandte Forschung mit Exzellenzanspruch, die für die Bewältigung der Dekarbonisierung und der digitalen Transformation entscheidend ist.

Solide Bilanz 2023

Das AIT Austrian Institute of Technology hat im Geschäftsjahr 2023 – dem ersten Jahr der neuen Dreier-Geschäftsführung – die betrieblichen Erträge um 9,2 Prozent auf 199,7 Mio. EUR gesteigert. Erwirtschaftet wurde ein Ergebnis vor Steuern von 5,59 Mio. EUR, das umgehend in Investitionen für die Zukunft fließt.

„Das AIT ist relevanter denn je – nicht nur für die Wirtschaft und Industrie, sondern auch für die Gesellschaft und den Standort Österreich. Dies zeigt sich insbesondere darin, dass die aktuellen Forschungsschwerpunkte eng mit den großen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, übereinstimmen. Unser Dank gilt den beiden Eigentümervertretern BMK und IV sowie den hervorragenden Mitarbeitenden“, unterstreicht Peter Schwab, Aufsichtsratsvorsitzender des AIT.

Innovationen für Industrie und Gesellschaft

Das AIT ist ein wichtiger Knoten im österreichischen und europäischen Innovationssystem. Das spiegelt sich auch in der hohen Beteiligung an Europäischen Forschungsprogrammen wider: Allein im Jahr 2023 holte das AIT in 46 Projekten mehr als 35 Mio. EUR nach Österreich.

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Brigitte Bach (Managing Director & Sprecherin der Geschäftsführung, AIT).

„Wir entwickeln Lösungen für die Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft. Bei der Beteiligung am EU-Forschungsprogramm HORIZON EUROPE ist das AIT mit bisher 95 Projekten und EU-Mitteln in Höhe von 57 Mio. EUR unter den Top-3 in Österreich. Angewandte Forschung trägt entscheidend zu Arbeitsplätzen, Wohlstand und der technologischen Souveränität Österreichs bei“, verdeutlicht Brigitte Bach, Sprecherin der AIT-Geschäftsführung.

Das Institut konzentriert sich dabei auf die beiden eng miteinander verknüpften Forschungsschwerpunkte „Nachhaltige und resiliente Infrastrukturen“ – das umfasst Bereiche wie Energiesysteme der Zukunft, nachhaltige Mobilität und ausgewählte Bereiche des Gesundheitssystems – sowie „Digitale Transformation von Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft“ – von Fragen der Cyber Security über innovative Automatisierungslösungen bis hin zur Mensch-Maschine-Interaktion.

„Die Fokussierung ermöglicht uns, kritische Größen zu erreichen und die Wirksamkeit der Forschung sicherzustellen“, so Brigitte Bach.

Langfristige interdisziplinäre Forschung

Das AIT versteht sich als Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Umsetzung.

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Andreas Kugi (Scientific Director, AIT).

„Wir machen aus wissenschaftlichen Ideen Innovationen. Unsere Stärke liegt dabei in der langfristigen, interdisziplinären Forschung, die es uns ermöglicht, komplexe Systeme zu beherrschen und von der Idee bis zur Markteinführung zu begleiten. Wir bauen die Exzellenz in der Angewandten Forschung weiter aus“, erklärt Andreas Kugi, Scientific Director des AIT.

Dazu soll die Vernetzung mit Universitäten und mit Partnern aus Wirtschaft und Industrie weiter verstärkt werden.

Themenübergreifender KI-Schwerpunkt

Eine Stoßrichtung dabei ist der Ausbau von Stärkefeldern, wie zum Beispiel Quantenkommunikation, Batterietechnologien, KI-basierte Automatisierung, Konzepte der Mensch-Maschine-Interaktion oder auf Mikroben basierte Bioökonomie. Im Besonderen sind die Bedeutung von Leuchtturmprojekten und der Berufung von Principal Scientists hervorzuheben, die als herausragende Forschungspersönlichkeiten neue Forschungsfelder am AIT etablieren.

Dabei spielen in vielen Fällen Methoden der Künstlichen Intelligenz eine entscheidende Rolle – etwa bei der Transformation von Energiesystemen oder bei der Entwicklung von innovativen Automatisierungslösungen.

„Um das Potenzial von Künstlicher Intelligenz voll auszuschöpfen und gleichzeitig eine hohe Agilität zu garantieren, haben wir eine eigene AIT AI Task Force gegründet, die sich mit allen Aspekten dieser Technologie beschäftigt“, konstatiert Andreas Kugi.

AIT – starkes Fundament

Das AIT ist mit dieser Strategie am Markt erfolgreich, was sich in einer soliden Bilanz für das Geschäftsjahr widerspiegelt. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete das AIT einen Anstieg des Auftragseingangs um 5 % auf 101,7 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag zu Jahresende bei 259,8 Mio. EUR (plus 12,4 %), was eine solide Basis für das laufende Geschäftsjahr 2024 darstellt.

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Alexander Svejkovsky (Managing Director und CFO, AIT).

„Das wirtschaftliche Umfeld ist herausfordernd – auch weil die Mittel in der laufenden Periode des Forschungsfinanzierungsgesetzes nicht valorisiert wurden. Um zukünftige Ausgaben, etwa für die Pionierbereiche KI und Batterietechnologien, abzudecken, hat das AIT daher strategisch 1,5 Mio. EUR als Gewinnrücklage für künftige Investitionen zugewiesen. Wir bereiten uns auf ein Wachstum in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode vor“, berichtet Alexander Svejkovsky, Managing Director und CFO des AIT.

Technologiegespräche

Die Technologiegespräche, die seit 1983 vom AIT gemeinsam mit Partnern im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach ausgerichtet wurden, erfinden sich neu:

Das Gipfeltreffen der Forschungs-Community findet heuer unter dem neuen Namen „Technology Talks Austria“ am 12. und 13. September im Wiener Museumsquartier statt (im Anschluss an das FFG-Forum am 11. September). In den Folgejahren ist eine Rotation zu anderen zentralen Orten Österreichs geplant.

Das Leitthema der Technology Talks Austria 2024 ist die Rolle von Forschung, Technologie und Innovation (FTI) bei der „Triple Transition“ – der gleichzeitig ablaufenden „grünen“ und digitalen Transformation, die menschengerecht sein soll. Gesucht werden Lösungen für Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft.

Dieses Thema wird in einem innovativen Mix aus prägnanten Keynotes international renommierter Referent:innen, divers zusammengesetzten Plenardebatten und vertiefenden Workshops diskutiert. In allen Formaten wird eine Multi-Stakeholder-Perspektive eingenommen: Involviert sind stets die Gruppen Wissenschaft/Forschung, Wirtschaft/Industrie und Politik/öffentliche Hand. Das Ziel der Debatten sind insbesondere Folgerungen für die europäische und österreichische FTI-Politik.

Nähere Informationen zu Technology Talks Austria 2024 finden Sie hier

https://www.ait.ac.at

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