Fakten statt Polemik – wie steht es wirklich um den Welthandel?

© Christian Husar

12.10.2022 | 2 min

Fakten statt Polemik – wie steht es wirklich um den Welthandel? 

Der Welthandel steht heute mehr denn je im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Die Covid19-Pandemie, neue protektionistische Maßnahmen und der schockierende Krieg in der Ukraine lassen viele Experten eines befürchten: Das Ende der Globalisierung. Doch wie steht es wirklich um den globalen Handel? 

Der Welthandel steht heute mehr denn je im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die vergangenen zwei Jahre haben uns eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig der internationale Handel und die Absicherung kritischer Lieferketten für unsere hohe Lebensqualität in Österreich sind. Es überrascht nicht, dass Fragen des Handels und der Lieferketten in den Vorstandsetagen, bei Politikern jeder Couleur, an Universitäten und in den Medien über den gesamten Globus verteilt höchste Priorität genießen. Wie besorgt müssen wir also wirklich über den Welthandel sein? Was prognostizieren führende Experten? Und wie entwickelt sich die Import- und Exportwirtschaft in Österreich im internationalen Vergleich? 

Als weltweit führender Logistikanbieter befassen wir bei DHL uns tagtäglich mit diesen brennenden Fragen. In Kooperation mit der renommierten NYU Stern haben wir dazu den DHL Trade Growth Atlas erarbeitet. Dieser gibt – auf der Grundlage von Daten und gründlich recherchierten Fakten –  Antworten auf zentrale Fragen des Welthandels, die helfen,Spekulationen zu durchbrechen.

© Deutsche Post DHL Group

Optimistischer Blick in die Zukunft trotz bestehender Unsicherheiten

Die Daten aus dem DHL Trade Growth Atlas geben uns viele ermutigende Erkenntnisse an die Hand. So deuten die jüngsten Prognosen – trotz wiederholter Rückgänge aufgrund des schrecklichen Krieges in der Ukraine und der sich generell verschlechternden makroökonomischen Bedingungen – immer noch auf enorme Möglichkeiten zur Steigerung des globalen Handels hin. Das ist eine gute Nachricht, denn der Handel kann zu einem schnelleren Wirtschaftswachstum, niedrigerer Inflation und widerstandsfähigeren und diversifizierten Lieferketten beitragen. Gleichzeitig nimmt das Handelswachstum in einer größeren Anzahl von Ländern zu, was sowohl in Industrienationen als auch in Schwellenländern vielversprechende Möglichkeiten schafft. 

Insgesamt bestätigen die Ergebnisse des DHL Trade Growth Atlas auch meine persönliche optimistische Sichtweise: Offener Handel und Länder, die zusammenarbeiten, werden auch in Zukunft entscheidende Triebkräfte für unseren Wohlstand sein. Der Handel wird weiterhin Brücken bauen, die uns als globale Gemeinschaft stärken. Entscheidungsträger sollten jedoch bestimmte Lieferketten auf der Grundlage eines vernünftigen Kosten-Risiko-Verhältnisses neu überdenken, so dass sie nicht nur effizient, sondern vor allem sicher sind. Diversifizierte Beschaffung von mehreren Lieferanten oder die Nutzung mehrerer Handelswege und Transportmittel können sinnvolle Schritte sein, um sich auf Störungen aus einer einzigen Quelle vorzubereiten.

Jetzt Weichen für österreichische Exportwirtschaft stellen

Auch der Blick auf Österreich lässt mich optimistisch in die Zukunft des Standortes schauen. Trotz des aktuell herausfordernden Wirtschaftsumfeldes und einer drohenden Stagflation, welche durch die multiplen Krisen ausgelöst wurden, prognostizieren Experten ein Handelswachstum von durchschnittlich 3,2% für die kommenden fünf Jahre. Um Österreichs Spitzenposition am globalen Wirtschaftsparkett  zu verteidigen, ist es nun wichtiger denn je, die richtigen Weichen für unsere exportorientierte Wirtschaft zu setzen. Dazu benötigt es einen engen Schulterschluss zwischen Politik und heimischen Unternehmen, um unseren Wohlstand langfristig abzusichern.

Hier geht es zum DHL Trade Growth Atlas.

Autor: Ralf Schweighöfer