Das sind die besten Start-ups, Spin-offs, Prototypen und Female Entrepreneurs

© Anna Rauchenberger

Alle PHÖNIX Preisträger:innen gemeinsam mit (v.li.) Barbara Weitgruber/Sektionschefin BMBWF, Edeltraud Stiftinger/aws Geschäftsführung, Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher, Werner Müller/Start-up-Services FFG, PHÖNIX-Jurorin Romy Sigl und Moderatorin Katharina Moser.

12.11.2022 | 3 min

Das sind die besten Start-ups, Spin-offs, Prototypen und Female Entrepreneurs

Der Gründungspreis PHÖNIX macht herausragenden Wissenstransfer sichtbar und prämiert die besten Projekte.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) wird der Wettbewerb veranstaltet, um die besten Spin-offs, Start-ups und Prototypen einem breiten Publikum vorzustellen. Zudem wird in der Kategorie Female Entrepreneurs ein eingereichtes Projekt prämiert, an dem eine Frau als Forscherin, Gründerin oder Geschäftsführerin maßgeblich beteiligt ist. Diese Auszeichnung macht damit Frauen in Hightech-Gründungen besonders sichtbar.  

Heuer feiert der Gründungspreis PHÖNIX sein 10-Jahres-Jubiläum und verzeichnete insgesamt bereits mehr als 900 Einreichungen. In der aktuellen Runde waren 19 Projektteams aus insgesamt 205 Einreichungen aus ganz Österreich nominiert, nun wurden die besten Projekte im Rahmen der Jubiläumsgala prämiert.  

Bedeutende Auszeichnung 

„Innovationen und deren wirtschaftliche Umsetzung sind wesentlich, um Österreich als führenden Innovationsstandort langfristig zu sichern und zu stärken. Der Gründungspreis PHÖNIX hat sich in den vergangenen zehn Jahren als bedeutende Auszeichnung für innovative Projekte etabliert. Mit dem Preis ist es gelungen, Wissenstransfer von der Wissenschaft hin zu Unternehmen sichtbar zu machen und zu stärken. Ich gratuliere den Preisträger:innen, die dieses Jahr geehrt werden“, so Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher. 

Hervorragende Arbeit an Hochschulen und Forschungseinrichtungen 

© PantherMedia/AlexLipa

„Die diesjährigen PHÖNIX-Gewinner:innen bestätigen einmal mehr das enorme Innovationspotenzial des Landes und beweisen eindrucksvoll den akademischen Wissens- und Technologietransfer. Durch die hervorragende Arbeit an Österreichs Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden international hoch-innovative Projekte und Produkte entwickelt. Dies sichert auch unseren wirtschaftlichen Erfolg. Der Gründungspreis PHÖNIX holt dabei wichtige Role Models für angehende Forschende vor den Vorhang und zeigt ihnen mögliche Karrierewege. Sie sind damit auch wichtige Aushängeschilder für die Wissenschaft und deren Anwendung. Solche Beispiele zeigen, wie universal wissenschaftliche Erkenntnisse Anwendung in der Wirtschaft und somit in unserem Alltag finden. Es ist somit auch ein wichtiges Zeichen, um das Vertrauen in die Wissenschaft nachhaltig zu stärken“, sagt Martin Polaschek, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, anlässlich der PHÖNIX-Preisverleihung.   

Großes Interesse beim 10-Jahres-Jubiläum 

Der Erfolg des Gründungspreis PHÖNIX zeigt sich neben der erfolgreichen Etablierung in den vergangenen zehn Jahre vor allem auch heuer wieder an der hohen Qualität der Projekte. „Als Förderbank des Bundes begleitet die aws Unternehmen von der ersten Idee bis hin zum internationalen Markterfolg. Innovative Start-ups sind hier von besonderer Bedeutung und wurden von der aws im Vorjahr mit mehr als 380 Mio. Euro gefördert. Zusätzlich zur finanziellen Förderung ist es aber auch wichtig, den Wissenstransfer sichtbar zu machen. Als aws möchten wir damit den Gründungsgeist stärken und Unternehmertum als attraktive Karriereoption positionieren“, sagt die aws Geschäftsführung Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.  

„Wir freuen uns über die hohe Innovationskraft der österreichischen Start-ups und Spin-offs, was nicht nur die über die Jahre immer größer gewordene Anzahl an Einreichungen, sondern auch die Qualität der Projekte betrifft“, so die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner anlässlich 10-jährigem Bestehen des Gründungspreises. „Als FFG sind wir stolz diese Unternehmer:innen mit ihren Projekten zu begleiten und zu unterstützen – wie z.B. im letzten Jahr mit über 78 Mio. Euro, die von der FFG in F&E-Projekte heimischer Start-ups, Scale-ups und Spin-offs investiert wurden.“ 

Die Besten in vier Kategorien 

Der Österreichische Gründungpreis PHÖNIX wird von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) in Kooperation mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Industriellenvereinigung (IV) organisiert. Der Preis wird in vier Kategorien verliehen.  

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Die Preisträger:innen gewinnen – neben Urkunde und Trophäe – die Teilnahme bei einem einschlägigen (digitalen) Event im Wert von 5.000 Euro. Einreichen konnten alle Start-ups und Spin-offs, die ihren Firmensitz in Österreich haben und nach dem 1. Jänner 2016 gegründet wurden. Mit dabei sind auch verschiedene Teams von Universitäten und Forschungseinrichtungen für die Kategorie Prototyp. Neben innovativen Ideen wurde bei der Auswahl der Nominierten ein besonderes Augenmerk auf ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) gelegt. 

Das sind die Preisträger:innen  

Siegerin Kategorie Female Entrepreneurs: Karin Fleck, Gründerin und Geschäftsführerin von Vienna Textile Lab  

Vienna Textile Lab ist ein Biotech-/Fashion-Tech-Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Produktion von Textilfarbstoffen aus Mikroorganismen konzentriert, mit dem Ziel eine nachhaltige und kommerziell tragfähige Alternative zu herkömmlichen, synthetischen Farbstoffen zu schaffen. 

Sieger Kategorie Prototyp: Technische Universität Graz, Projekt ElektroPower  

Durch eine Beschichtung aus Polyanilin wird die Korrosionsstabilität von Elektroden in der Polymer-Elektrolyt-Brennstoffzelle erhöht und die Reaktionen zusätzlich effektiver katalysiert. Dadurch kann die Brennstoffzelle kosten- und ressourceneffizienter produziert und betrieben werden. 

Sieger Kategorie Spin-Off: UpNano GmbH, Ausgründung der Technischen Universität Wien 

Systeme von UpNano GmbH ermöglichen hochpräzisen und zugleich schnellen 3D Druck für Microoptics, Micromechanik oder auch den Bio-Druck aus lebenden Zellen für biologische Anwendungen. 2019 hat das Projekt der TU Wien den PHÖNIX in der Kategorie Prototyp gewonnen. 

Sieger Kategorie Start-up: Myllia Biotechnology GmbH 

Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, mit dem im sehr großen Maßstab neue Ansatzpunkte für Arzneimittel oder die grundlegenden Stoffwechselwege bei Krankheiten identifiziert werden können. 

Weitere Details zum Wettbewerb finden Sie unter: https://www.gruendungspreis-phoenix.at   

https://www.aws.at

https://www.ffg.at