Rund zwei Drittel der Unternehmen blenden mentale Gesundheit völlig aus

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Georg Konjovic, CEO karriere.at GmbH

14.04.2022 | 2 min

Rund zwei Drittel der Unternehmen blenden mentale Gesundheit völlig aus

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Online-Umfrage von Österreichs größtem Jobportal karriere.at anlässlich des Weltgesundheitstags.

In den vergangenen zwei Jahren hat Gesundheit im Arbeitsleben einen neuen Stellenwert bekommen. Die COVID-Pandemie verstärkte für viele Arbeitnehmer:innen den Stress und die psychische Belastung im Berufsalltag. Das geht aus einer aktuellen Online-Befragung von karriere.at unter rund 1.000 Arbeitnehmer:innen hervor. So gibt fast die Hälfte der befragten Arbeitnehmer:innen (48%) an, dass die COVID-Pandemie ihr berufliches Stresslevel negativ beeinflusst hat. „Es ist nicht verwunderlich, dass viele Arbeitnehmer:innen Corona als enorme psychische Belastung empfinden. Fehlende Erfahrung mit Homeoffice und einem entsprechenden Zeit- und Pausenmanagement sowie mangelndes Vertrauen von Führungskräften wirken sich auf die mentale Gesundheit im Job negativ aus. Dazu kommen außergewöhnliche Belastungen wie Hausunterricht, Unsicherheit und Ängste“, so Georg Konjovic, CEO von karriere.at.

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Fast die Hälfte fühlt sich überlastet

Laut der aktuellen karriere.at-Umfrage nimmt das berufliche Stresslevel bereits besorgniserregende Ausmaße an: So gibt jede/r Vierte (24%) an, sogar sehr oft mit Stress und Überlastung im Job konfrontiert zu sein. 43% verspüren diesen Druck regelmäßig oder zumindest manchmal. Dabei hatte der Stress bei einigen Befragten bereits weiterreichende Auswirkungen: 40% hatten schon Erfahrung mit Erschöpfungszuständen, knapp jede/r Zehnte war aufgrund von Stress bereits im Krankenstand und 5% erlitten schon einmal ein Burnout. Jede/r Zehnte (12%) hat aufgrund von zu viel Stress sogar schon einmal gekündigt. „Die Pandemie sorgte bei vielen Arbeitnehmer:innen für zu viel Arbeit und zu wenig Erholung. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen jetzt auf Maßnahmen wie Vorsorge und Wertschätzung setzen“, sagt Konjovic.

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Kaum Unterstützung durch Unternehmen

Doch wenn es um die Vorsorge im Bereich psychische Gesundheit am Arbeitsplatz geht, sind die meisten Unternehmen immer noch säumig. Die große Mehrheit (68%) der befragten Arbeitnehmer:innen findet jedenfalls, dass dieses Thema in ihrem Unternehmen keineswegs oder kaum ausreichend thematisiert wird. Bei 62% gibt es kein Angebot rund um die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden. 15% sind sich nicht sicher, ob ein solches überhaupt vorhanden ist.

„Die mentale Gesundheit von Mitarbeitenden muss in jedem Unternehmen prioritär behandelt werden“, sagt Bernadette Frech, Gründerin und CEO von Instahelp.

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Vorrangige Behandlung notwendig

Die am häufigsten gebotenen Maßnahmen hinsichtlich psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz sind laut Erhebung die Hilfe durch externe Berater:innen und Psycholog:innen, Veranstaltungen oder Formate für psychische Gesundheit oder Vertrauenspersonen im Unternehmen (jeweils 22%). „Die mentale Gesundheit von Mitarbeitenden muss in jedem Unternehmen prioritär behandelt werden. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Offenheit von Führungskräften für dieses wichtige Thema. Nicht immer können Stressfaktoren wie z. B. Zeitdruck verringert werden. Umso wichtiger ist es, neben der Wertschätzung auch Transparenz und Fairness an den Tag zu legen, um ein gesundes Arbeitsklima zu schaffen“, sagt Bernadette Frech, Gründerin und CEO von Instahelp, der führenden digitalen Plattform für mentale Gesundheit in Österreich.

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