Sicherheit bestimmt weiterhin das Anlageverhalten in Österreich

Sparbuch bleibt Österreichs meistgenutzte Geldanlage – Fondssparen gewinnt an Bedeutung.
© Astrid Knie
Sicherheit bestimmt weiterhin das Anlageverhalten in Österreich
Jessica Bräu, Landesdirektorin von Union Investment Austria.

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Viele Menschen zeigen aber einstweilen, abseits der klassisch konservativen Veranlagung, Interesse an Lösungen, die regelmäßiges Sparen mit den Chancen des Kapitalmarkts verbinden und so einen langfristigen Vermögensaufbau ermöglichen.

Das aktuelle Anlegerbarometer von Union Investment Austria zeigt: Österreich spart sicherheitsorientiert, setzt aber immer öfter auf Kapitalmarktprodukte.

Sparbuch bleibt fest verankert

Klassische Sparprodukte sind in Österreich nach wie vor besonders beliebt: 84 Prozent der Befragten besitzen ein Sparbuch oder Sparkonto. Damit liegen diese Anlageformen deutlich vorne, gefolgt von Tagesgeld oder Geldmarktkonten. Investmentfonds besitzen 46 Prozent und Aktien 27 Prozent.

Sicherheit bestimmt weiterhin das Anlageverhalten in Österreich
© Union Investment

Die Ergebnisse spiegeln das ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis der österreichischen Anlegenden wider.

Für 51 Prozent ist Sicherheit der wichtigste Aspekt bei einer Geldanlage. Die freie Verfügbarkeit des Geldes folgt mit 27 Prozent, während 20 Prozent den Ertrag an die erste Stelle setzen. Allerdings scheint die jüngere Generation risikofreudiger zu sein. Bei den unter 30-Jährigen investieren bereits 53 Prozent in Fonds und 30 Prozent in Aktien.

Bedeutungsgewinn von Fondssparplänen

Mehr als die Hälfte der Personen, die regelmäßig spart, zahlt in ein Sparbuch oder Sparkonto ein. Allerdings etablieren sich Fonds zunehmend als Anlageprodukt für den Vermögensaufbau.

Bereits 38 Prozent nutzen Fonds für die regelmäßige Geldanlage und 21 Prozent machen das bereits über einen Fondssparplan. Zusätzlich beabsichtigen 10 Prozent der Befragten einen Fondssparplan abzuschließen. Die Gründe für einen Fondssparplan sind vielfältig. 48 Prozent der Besitzenden nennen die gute Risikostreuung, 44 Prozent schätzen die unkomplizierte Handhabung, 39 Prozent folgten einer Empfehlung durch ihre Bankberatung.

Unter denjenigen, die bereits einen Fondssparplan besitzen, werden die Erfahrungen überwiegend positiv bewertet. 54 Prozent der Besitzenden sind außerordentlich oder sehr zufrieden und weitere 39 Prozent sind mäßig zufrieden.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Sicherheit für Anlegerinnen und Anleger in Österreich weiterhin an erster Stelle steht. Gleichzeitig wächst das Interesse an Lösungen, die einen langfristigen Vermögensaufbau mit den Chancen des Kapitalmarkts verbinden. Fondssparpläne können hier eine gute Möglichkeit sein. Sie ermöglichen mit regelmäßigen Beträgen einen breit gestreuten Einstieg. Entscheidend sind dabei einfache, verständliche Informationen und eine Beratung, die zu den persönlichen Zielen und zur individuellen Risikobereitschaft passt“, erläutert Jessica Bräu, Landesdirektorin von Union Investment Austria.

Sicherheit und Unabhängigkeit durch Sparen

Auch bei den Sparzielen steht die persönliche Absicherung im Mittelpunkt. 84 Prozent der Befragten halten Rücklagen für Notfälle, etwa bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit, für wichtig.

Sicherheit bestimmt weiterhin das Anlageverhalten in Österreich
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Es folgt die private Altersvorsorge, die für 80 Prozent von hoher Bedeutung ist. 79 Prozent sparen, um sich ein Gefühl von Unabhängigkeit und Flexibilität zu bewahren. Für rund die Hälfte der unter 40-Jährigen ist die Finanzierung von Wohnungseigentum ein wichtiges Sparziel.

Sparen ist damit für viele Menschen weit mehr als der Verzicht auf kurzfristigen Konsum. Es schafft finanziellen Handlungsspielraum und eröffnet die Möglichkeit, persönliche Ziele langfristig zu verfolgen. Rund zwei Drittel der Befragten zahlen regelmäßig einen fixen Betrag in eine oder mehrere Geldanlagen ein. Davon sparen 43 Prozent mehr als 1.500 Euro pro Jahr. Das unterstreicht den hohen Stellenwert regelmäßigen Sparens in Österreich.

Finanzwissen als Voraussetzung für gute Entscheidungen

Beim Thema Fondssparen besteht allerdings weiterhin Informationsbedarf: 58 Prozent der Befragten haben bereits von Fondssparplänen gehört. Von ihnen kennen 31 Prozent deren Funktionsweise relativ genau, während 60 Prozent lediglich über grobe Kenntnisse verfügen.

Gerade hier liegt eine wichtige Aufgabe für Finanzbildung und Beratung. Verständliche Informationen können dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Geldanlage besser einzuordnen.

Denn wer seine Anlageoptionen kennt, kann bewusster entscheiden, welcher Weg zu den eigenen Zielen, zur persönlichen Lebenssituation und zur individuellen Risikobereitschaft passt.

https://www.union-investment.at

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