TRUSTCO Beteiligungs AG

  • Bakanntmachung: 23.11.2021
  • Beschluss: 22.11.2021
  • Insolvenzart: Eröffnungen
  • Aktenzeichen: 28 SEU 1/21g
  • Gericht: HG Wien
  • Branche:
  • Adresse:
    Am Hundsturm 2-4 Top 10
    1050 Wien
    Ausland

In dem Insolvenzantragsverfahren
Land Sachsen-Anhalt, v.d.d. Finanzamt Halle (Saale), d.
vertr. d.d. Vorsteher/in, Hallorenring 10, 06108 Halle (Saale),
Landeshauptkasse Sachsen-Anhalt, Finanzamt Dessau-Roßlau,
Kühnauer Str. 161, 06846 Dessau-Roßlau
– Antragstellerin zu 1. und zu
2. –
gegen
TRUSTCO Beteiligungs Aktiengesellschaft, Trothaer Straße 65,
06118 Halle (Saale) (AG Stendal, HRB 27308),
vertreten durch: Uwe Bock, Halle (Saale), (Vorstand)
– Antragsgegnerin –
Verfahrensbevollmächtigter:
Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Müller, Hansering 3, 06108
Halle (Saale),
wird gemäß §§ 21, 22 InsO zur Sicherung der Masse und zum
Schutz der Gläubiger gegen die Antragsgegnerin am 19.05.2021 um
10.47 Uhr angeordnet:
1. Gemäß § 21 Abs 2 S. 1 Nr. 1 InsO wird die vorläufiger
Verwaltung des Vermögens der Antragsgegnerin angeordnet.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird bestellt:
Rechtsanwalt Ulrich Luppe, Hansering 9/10, 06108 Halle
(Saale), Tel. 0345/614070, Fax 0345/6140710, email:
kanzlei@luppe-rothe.de, Internet: www.luppe-rothe.de.
2. Gemäß § 21 Abs 2 S. 1 Nr. 2 InsO wird angeordnet, dass
Verfügungen der Antragsgegnerin zur mit Zustimmung des vorläufigen
Insolvenzverwalters wirksam sind.
3. Maßnahmen der Zwangsvollstreckung werden gem. § 21 Abs 2
S. 1 Nr. 3 InsO untersagt, bereits eingeleitete Maßnahmen werden
einstweilen eingestellt – soweit nicht unbewegliche Gegenstände
betroffen sind.
4. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt,
Bankguthaben und sonstige Forderungen der Antragsgegnerin
einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Den
Schuldnern der Antragsgegnerin wird untersagt, an diese zu zahlen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, auf den Namen
der Antragsgegnerin oder auf seinen Namen in der Funktion als
vorläufiger Insolvenzverwalter für die zukünftige Masse neue
Sondernkonten zu eröffnen und über die Konten der Antragsgegnerin
zu verfügen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird dazu
ermächtigt, für die Kontoführung Verbindlichkeiten zu begründen,
die nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu
Masseverbindlichkeiten werden.
5. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird weiterhin
ermächtigt, Auskünfte Dritter zu den Vermögens- und
Vertragsverhältnissen der Antragsgegnerin, insbesondere von
Behörden, Bank- und Kreditinstituten, Steuerberatern, Notaren,
Rechtsanwälten, Inkassodienstleistern etc., einzuziehen und hierzu
Dritte von der Verschwiegenheitspflicht nach §§ 383 Abs. 1. Nr. 6,
385 Abs. 2 ZPO zu entbinden.
6. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird mit der
Durchführung der Zustellungen gemäß §§ 23 Abs. 1 S. 2, 21 Abs. 2 S.
1 Nr. 1, 8 Abs. 3 InsO beauftragt.
7. Der vorläufige Insolvenzverwalter soll
a) das Vermögen der Antragsgegnerin sicher und erhalten
b) ein Unternehmen, das die Antragsgegnerin betreibt, bis zur
Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in
Abstimmung mit der Antragsgegnerin fortführen; er soll dem
Insolvenzgericht anzeigen, wenn eine Einstellung des
Geschäftsbetriebes erforderlich erscheint oder die Antragsgegnerin
diesen einstellt.
8. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist berechtigt, die
Geschäftsräume der Antragsgegnerin zu betreten; die Antragsgegnerin
hat dem vorläufigen Insolvenzverwalter Einsicht in ihre Bücher und
Geschäftspapiere zu gestatten.
9. Der Beschluss vom 20.04.2021 (Gutachtenauftrag) bleibt
aufrechterhalten.
10. Der Antragsgegnerin wird gemäß §§ 20, 97 InsO aufgegeben,
sich unverzüglich mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter in
Verbindung zu setzen und ihm
a) ein vollständiges Vermögensverzeichnis nach Aktiva und
Passiva geordnet, unter Angabe der jeweiligen Zeitwerte und
Fremdrechte (Eigentumsvorbehalten, Sicherungsübereignungen und
Pfandrechte),
b) je ein Verzeichnis ihrer Gläubiger und Schuldner mit
vollständigen Anschriften (keine Abkürzungen) unter Angabe der
bestehenden Verbindlichkeiten bzw. Forderungen sowie des Grundes
(z.B. Kaufvertrag, Darlehen usw.),
vorzulegen.
Die Antragsgegnerin wird darauf aufmerksam gemacht, dass sie
die Richtigkeit dieser Angaben an Eides statt zu versichern hat,
wenn das Insolvenzgericht dieses zur Herbeiführung wahrheitsgemäßer
Angaben für erforderlich hält (§ 98 Abs. 1 InsO). Auf die
Strafbarkeit eines falschen eidesstattlichen Versicherung wird
hingewiesen (§ 156 StGB).
11. Die Anordnung der vorläufigen Verwaltung erfolgt auf
Antrag des Sachverständigen.
Die Anordnung ist notwendig, um bis zur Entscheidung über den
Antrag eine für die Gläubiger nachteilige Veränderung in der
Vermögenslage der Antragsgegnerin zu verhindern oder nachteilige
Handlungen aufzuklären.
Die Anordnung ist notwendig, um eine Fortführung und den
Erhalt des Betriebes der Antragsgegnerin zu ermöglichen.
Zudem ist die Antragsgegnerin ihren Auskunftspflichten bisher
nicht nachgekommen.

In dem Insolvenzantragsverfahren
Land Sachsen-Anhalt, v.d.d. Finanzamt Halle (Saale), d.
vertr. d.d. Vorsteher/in, Hallorenring 10, 06108 Halle (Saale),
Landeshauptkasse Sachsen-Anhalt, Finanzamt Dessau-Roßlau,
Kühnauer Str. 161, 06846 Dessau-Roßlau
– Antragstellerin zu 1. und zu
2. –
gegen
TRUSTCO Beteiligungs Aktiengesellschaft, Trothaer Straße 65,
06118 Halle (Saale) (AG Stendal, HRB 27308),
vertreten durch: Uwe Bock, Halle (Saale), (Vorstand)
– Antragsgegnerin –
Verfahrensbevollmächtigter:
Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Müller, Hansering 3, 06108
Halle (Saale),
wird gemäß §§ 21, 22 InsO zur Sicherung der Masse und zum
Schutz der Gläubiger gegen die Antragsgegnerin am 19.05.2021 um
10.47 Uhr angeordnet:
1. Gemäß § 21 Abs 2 S. 1 Nr. 1 InsO wird die vorläufiger
Verwaltung des Vermögens der Antragsgegnerin angeordnet.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird bestellt:
Rechtsanwalt Ulrich Luppe, Hansering 9/10, 06108 Halle
(Saale), Tel. 0345/614070, Fax 0345/6140710, email:
kanzlei@luppe-rothe.de, Internet: www.luppe-rothe.de.
2. Gemäß § 21 Abs 2 S. 1 Nr. 2 InsO wird angeordnet, dass
Verfügungen der Antragsgegnerin zur mit Zustimmung des vorläufigen
Insolvenzverwalters wirksam sind.
3. Maßnahmen der Zwangsvollstreckung werden gem. § 21 Abs 2
S. 1 Nr. 3 InsO untersagt, bereits eingeleitete Maßnahmen werden
einstweilen eingestellt – soweit nicht unbewegliche Gegenstände
betroffen sind.
4. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt,
Bankguthaben und sonstige Forderungen der Antragsgegnerin
einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Den
Schuldnern der Antragsgegnerin wird untersagt, an diese zu zahlen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, auf den Namen
der Antragsgegnerin oder auf seinen Namen in der Funktion als
vorläufiger Insolvenzverwalter für die zukünftige Masse neue
Sondernkonten zu eröffnen und über die Konten der Antragsgegnerin
zu verfügen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird dazu
ermächtigt, für die Kontoführung Verbindlichkeiten zu begründen,
die nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu
Masseverbindlichkeiten werden.
5. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird weiterhin
ermächtigt, Auskünfte Dritter zu den Vermögens- und
Vertragsverhältnissen der Antragsgegnerin, insbesondere von
Behörden, Bank- und Kreditinstituten, Steuerberatern, Notaren,
Rechtsanwälten, Inkassodienstleistern etc., einzuziehen und hierzu
Dritte von der Verschwiegenheitspflicht nach §§ 383 Abs. 1. Nr. 6,
385 Abs. 2 ZPO zu entbinden.
6. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird mit der
Durchführung der Zustellungen gemäß §§ 23 Abs. 1 S. 2, 21 Abs. 2 S.
1 Nr. 1, 8 Abs. 3 InsO beauftragt.
7. Der vorläufige Insolvenzverwalter soll
a) das Vermögen der Antragsgegnerin sicher und erhalten
b) ein Unternehmen, das die Antragsgegnerin betreibt, bis zur
Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in
Abstimmung mit der Antragsgegnerin fortführen; er soll dem
Insolvenzgericht anzeigen, wenn eine Einstellung des
Geschäftsbetriebes erforderlich erscheint oder die Antragsgegnerin
diesen einstellt.
8. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist berechtigt, die
Geschäftsräume der Antragsgegnerin zu betreten; die Antragsgegnerin
hat dem vorläufigen Insolvenzverwalter Einsicht in ihre Bücher und
Geschäftspapiere zu gestatten.
9. Der Beschluss vom 20.04.2021 (Gutachtenauftrag) bleibt
aufrechterhalten.
10. Der Antragsgegnerin wird gemäß §§ 20, 97 InsO aufgegeben,
sich unverzüglich mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter in
Verbindung zu setzen und ihm
a) ein vollständiges Vermögensverzeichnis nach Aktiva und
Passiva geordnet, unter Angabe der jeweiligen Zeitwerte und
Fremdrechte (Eigentumsvorbehalten, Sicherungsübereignungen und
Pfandrechte),
b) je ein Verzeichnis ihrer Gläubiger und Schuldner mit
vollständigen Anschriften (keine Abkürzungen) unter Angabe der
bestehenden Verbindlichkeiten bzw. Forderungen sowie des Grundes
(z.B. Kaufvertrag, Darlehen usw.),
vorzulegen.
Die Antragsgegnerin wird darauf aufmerksam gemacht, dass sie
die Richtigkeit dieser Angaben an Eides statt zu versichern hat,
wenn das Insolvenzgericht dieses zur Herbeiführung wahrheitsgemäßer
Angaben für erforderlich hält (§ 98 Abs. 1 InsO). Auf die
Strafbarkeit eines falschen eidesstattlichen Versicherung wird
hingewiesen (§ 156 StGB).
11. Die Anordnung der vorläufigen Verwaltung erfolgt auf
Antrag des Sachverständigen.
Die Anordnung ist notwendig, um bis zur Entscheidung über den
Antrag eine für die Gläubiger nachteilige Veränderung in der
Vermögenslage der Antragsgegnerin zu verhindern oder nachteilige
Handlungen aufzuklären.
Die Anordnung ist notwendig, um eine Fortführung und den
Erhalt des Betriebes der Antragsgegnerin zu ermöglichen.
Zudem ist die Antragsgegnerin ihren Auskunftspflichten bisher
nicht nachgekommen.

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