Herr Puchas, wenn Sie auf Ihre Kindheit zurückblicken, welche Erfahrungen und Schwierigkeiten dieser Zeit haben Sie besonders geprägt und Ihnen Eigenschaften mitgegeben, die Sie später als Unternehmer brauchen sollten?
Rückblickend haben mich vor allem Fleiß, Ausdauer und Zielstrebigkeit geprägt. Ich habe früh gelernt, dass man sich Ziele setzen und konsequent daran arbeiten muss.
Ich bin in einfachen, bescheidenen Verhältnissen am Bauernhof aufgewachsen. Geprägt wurde ich von der einfachen, simplen Lebensweise – aufgewachsen mit viel Fleiß und Mühe – und als ältester von fünf Kindern hat man es ja, wie allgemein bekannt, besonders schwer. Damals sind wir noch zu Fuß in die Schule gegangen, bei jeder Witterung. Als Kinder sind wir schon mit der Arbeit aufgewachsen und während der gesamten Schulzeit wurden wir von der Arbeit zu Hause begleitet.
Meine Schulbildung umfasste vier Jahre Volksschule in Unterlamm, vier Jahre Hauptschule – da gab es auch schon die ersten Schulbusse – ein Jahr Polytechnikum. Keine Matura, keine besondere Bildung. In der Hauptschule musste ich meine Hausaufgaben oft erst in der Früh im Bus erledigen, weil mir zuvor schlicht die Zeit dafür fehlte. Diese Einstellung zu Fleiß und Einsatzbereitschaft hat mich auch während meiner Ausbildung und meiner internationalen Berufsjahre begleitet. Eine klassische akademische Ausbildung hatte ich nicht – meine Universität war das Leben.
Sie haben Koch und Kellner gelernt. Was hat Sie damals für die Gastronomie begeistert, und wann wurde aus der Berufswahl eine echte Leidenschaft?
Mich hat an der Gastronomie besonders die Verbindung von Handwerk, Menschen und Gastgebersein begeistert. Als Koch und Kellner konnte ich sowohl in der Küche als auch im direkten Kontakt mit den Gästen Erfahrungen sammeln.
Mit jeder beruflichen Station wurde mir klarer, dass ich nicht nur einen Beruf ausüben, sondern Gästen besondere Erlebnisse ermöglichen wollte. Meine eigentliche Lehre begann allerdings erst nach der Ausbildung: Unmittelbar nach deren Abschluss ging ich nach Deutschland. Damals benötigte ich eine Aufenthaltsbewilligung in Verbindung mit einer Arbeitsstelle – das war alles andere als einfach.

Ihre beruflichen Stationen führten Sie international unter anderem nach Deutschland und Norwegen. Was haben Sie an diesen unterschiedlichen Orten über Gastfreundschaft, Menschen und das Geschäft mit Gästen gelernt?
Ich war mehrmals in Deutschland, der Schweiz, Zypern, Schweden und Norwegen tätig. Die Jahre im Ausland haben mir gezeigt, wie unterschiedlich Menschen reisen und welche Erwartungen sie an einen Aufenthalt haben.
Neben dem fachlichen Können sind vor allem Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit und ein persönlicher Umgang entscheidend. Durch meine Arbeit in unterschiedlichen Positionen habe ich zudem gelernt, flexibel zu bleiben und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Stimmt es, dass Sie auch auf dem Passagierschiff Queen Elizabeth 2 angeheuert haben? Falls ja, wie kam es dazu und was hat Sie dazu bewogen?
Das war damals mein großer Traum, einmal auf einem Schiff zu arbeiten. Doch auch das war zu jener Zeit nicht einfach. Das Mindestalter lag bei 25 Jahren, ich war damals aber gerade einmal 21. Ein ähnliches Problem hatte ich beim Antritt zur Meisterprüfung in Deutschland, da ich offiziell noch zu jung war. Deshalb erhielt ich zunächst ausschließlich Absagen von den Kreuzfahrtschiffen. Doch wie so oft im Leben galt für mich schon damals: Gib niemals auf! Durch eine Ausnahmegenehmigung und auf Intervention meines damaligen Chefs wurde ich schließlich zu den Vorbereitungslehrgängen für die Meisterprüfung zugelassen.
Was ich damit sagen möchte: Es ist gut, wenn man schon in jungen Jahren einen Mentor hat, der einen unterstützt und begleitet. Offenbar hatte mein damaliger Chef mein Talent erkannt und setzte sich für mich ein. Man höre und staune: Nach erfolgreich absolvierter Meisterprüfung in Deutschland erhielt ich plötzlich nur noch Zusagen von verschiedenen Schifffahrtsgesellschaften. Denn nichts ist überzeugender als außergewöhnliche Leistungen. Damals war ich auf einem eher ungewöhnlichen Weg unterwegs und fiel deshalb positiv auf.
Bereits 1983 arbeitete ich auf der MS Vistfjord, 1984 war ich bei den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles tätig. Dazwischen sammelte ich weitere Erfahrungen in Spitzenrestaurants. Geld war mir damals nicht so wichtig, ich legte meinen Fokus vielmehr auf meine persönliche Weiterbildung. Ich habe immer gesagt: Mit der Arbeit kommt die Erfahrung und mit der Erfahrung kommt das Geld.
Anschließend arbeitete ich auf mehreren Kreuzfahrtschiffen, unter anderem auf der Queen Elizabeth 2, dem damals größten Passagierschiff der Welt. Auf der 109-tägigen Weltreise war ich jeden Tag und jede Nacht im Einsatz, ohne einen freien Tag. Das war eine harte Zeit, aber man hat in jeder Hinsicht viel gelernt. Insgesamt war ich rund 15 Jahre international im Tourismus tätig. Die Arbeit auf einem Schiff bot mir die Möglichkeit, in einem anspruchsvollen Umfeld Erfahrungen zu sammeln und mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern zusammenzuarbeiten.
Irgendwann wollten Sie nicht mehr nur in anderen Betrieben arbeiten, sondern selbst die Dinge in die Hand nehmen. Wann entstand der Wunsch, eines Tages ein eigenes Hotel zu führen, und was hat Sie damals darin bestärkt, diesen Weg tatsächlich einzuschlagen?
Nach vielen Jahren im Ausland entstand schließlich der Wunsch, wieder in die Heimat zurückzukehren. In Österreich begann ich zunächst in Graz im Congress Casino sowie später im Umfeld der Therme Loipersdorf in leitenden Positionen zu arbeiten.
Der Wunsch, selbst Hotelier zu werden, begleitete mich bereits während meiner Ausbildung und meiner internationalen Tätigkeit. Ich wollte meine eigenen Vorstellungen von Gastfreundschaft verwirklichen und etwas Eigenes aufbauen. Nebenbei begann ich, eine kleine Pension in Unterlamm zu betreiben. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum eigenen Hotel.
1998 eröffneten Sie den Vier-Sterne-Thermenhof PuchasPLUS in Loipersdorf. Was waren die entscheidenden Schritte auf dem Weg dorthin, und wie viel persönliches Risiko mussten Sie für Ihren Traum eingehen?
Entscheidend waren meine Erfahrungen in der Gastronomie, der Mut zur Selbstständigkeit und die Bereitschaft, viel Arbeit und persönliches Engagement einzubringen. Damit begann ich wieder ganz von vorne.
1998 entstand der Vier-Sterne-Thermenhof PuchasPLUS in Loipersdorf. Zunächst verfügte das Haus über zehn Betten, später waren es 15 und schließlich 25. Doch selbst 35 Betten waren irgendwann nicht mehr ausreichend. Ein solcher Schritt ist immer mit wirtschaftlichen Risiken verbunden. Ich setzte dabei auf meine Erfahrung, meine Ziele und meine Bereitschaft, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Während dieser zehn Jahre in Loipersdorf beschäftigte mich immer wieder die Frage, wie ich den Gästen den Aufenthalt so einfach wie möglich gestalten könnte. Eine Lösung dafür war ein Verbindungsgang direkt in die Therme.
Themenwechsel: Herr Puchas, Sie haben Ihren Weg immer wieder gegen Widerstände verfolgt und Entscheidungen getroffen, die nicht unbedingt als einfach galten. Wie wichtig war es für Ihren Erfolg, auf die eigene Überzeugung zu vertrauen, auch wenn andere davon abrieten?

An der eigenen Überzeugung festzuhalten, ist wichtig. Gleichzeitig muss man Entscheidungen sorgfältig abwägen und bereit sein, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Ich habe selbst erlebt, dass nicht jeder Weg geradlinig verläuft. Entscheidend war, mich von Rückschlägen nicht dauerhaft entmutigen zu lassen und nach schwierigen Phasen wieder nach vorne zu blicken.
Sie haben einmal erzählt, dass Sie zwischenzeitlich alles verloren haben. Was ist damals passiert, und wie hat diese Erfahrung Ihren Blick auf sich selbst, auf Erfolg und auf unternehmerische Risiken verändert?
Das war 1995/1996, als ich in der Steiermark einen Bauernhof mit angeschlossener Pension errichten wollte. In diesem Zusammenhang kam es zu langwierigen Auseinandersetzungen mit Behörden, Anzeigen und Baustopps. Nach rund zwei Jahren verlor ich mein mühsam Erspartes. Das war eine sehr harte Erfahrung. Sie hat mir gezeigt, wie schnell Pläne scheitern können und wie wichtig es ist, trotz einer Niederlage nicht aufzugeben.
Dazu möchte ich noch anmerken, dass wir insbesondere in Österreich eine sehr schlechte Kultur des Scheiterns haben.
Wer scheitert, gilt in den Augen der Öffentlichkeit schnell als „Loser“ und wird entsprechend abgestempelt. In den USA bist du damit wahrscheinlich ein Star. Für mich persönlich war das eine unfassbar schmerzliche Niederlage. Nach so vielen Jahren im Ausland plötzlich alles zu verlieren, wollte ich lange nicht wahrhaben.
Letztlich sind wir an der typisch österreichischen Bürokratie gescheitert. Wenn der Karren erst einmal im Dreck steckt, bekommt man ihn kaum wieder heraus. Gleichzeitig traute sich keiner der Beamten, eine Entscheidung zu treffen. Nach rund zweieinhalb Jahren Kampf musste ich mir schließlich eingestehen, dass dieser verloren war und ich aufgeben musste.
Sie sagen ebenso, dass aus den Niederlagen Ihres Lebens Ihre größten Erfolge hervorgegangen sind. Welche Erkenntnisse haben Sie aus diesen schwierigen Phasen gewonnen, die bis heute Ihre Entscheidungen prägen?
Wie sagt man so schön: Durch den Mut der Verzweiflung, meine Entschlossenheit und meinen Willen gelang es mir, aus dieser Enttäuschung heraus neue Wege zu gehen und einen Neuanfang zu wagen.

Ich habe gelernt, dass Rückschläge nicht das Ende bedeuten müssen. Man muss analysieren, was passiert ist, daraus lernen und dennoch den Mut behalten, neue Entscheidungen zu treffen. Mein unternehmerischer Weg war nicht frei von Schwierigkeiten. Trotzdem habe ich danach weiter investiert und im Burgenland neue Projekte verwirklicht.
Ein Satz, der meine Haltung gut beschreibt, lautet: „Wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Geblieben ist die Erkenntnis, dass sowohl Erfolg als auch Misserfolg großen Mut erfordern.
2008 eröffneten Sie mit dem Thermenhotel PuchasPLUS in Stegersbach Ihren zweiten Standort. Was hat Sie zu dieser Erweiterung bewogen, und welche Erfahrungen aus dem ersten Hotel haben Sie dabei bestärkt?
Mit dem Standort Stegersbach konnte ich auf den Erfahrungen aus Loipersdorf aufbauen und meine Vorstellung eines besonderen Vier-Sterne-Hotels weiterentwickeln.
Was damals kaum jemand für möglich hielt, wurde Realität: Ich begann mit der Errichtung eines richtigen Thermenhotels in Stegersbach mit rund 100 Betten. Damit ging ich einen weiteren Schritt in Richtung meines persönlichen Ziels. Das Haus wurde 2007 innerhalb von nur neun Monaten Bauzeit errichtet und 2008 eröffnet. Wichtig war mir, die Philosophie des ersten Hauses beizubehalten: ein behagliches Ambiente, persönliche Betreuung sowie zufriedene Gäste und Mitarbeiter.
Mit der Übernahme des Familienbetriebs Lagler samt Brennerei in Kukmirn haben Sie sich auch während der Corona-Krise auf ein neues Vorhaben eingelassen. Was hat Sie dazu motiviert, gerade in so unsicheren Zeiten zu investieren, und welche Überlegungen standen hinter dieser Entscheidung?
Es kam, wie es kommen musste: Kurz vor Corona kaufte ich voller Zuversicht das damals bereits in die Jahre gekommene Hotel Lagler mit Destillerie und Landwirtschaft. Danach folgten zahlreiche Überraschungen, Widerstände aus der Nachbarschaft und von Behörden sowie bauliche Verzögerungen. Schließlich kam auch noch Corona. Die Krise stürzte mich persönlich in eine weitere schwierige Situation. Da es sich bei den betreffenden Vorhaben um eine Neuübernahme handelte, gab es dafür keine Förderungen. Das hat mich hart getroffen.
Nichtsdestotrotz begann ich mit umfangreichen Wirtschaftlichkeitsstudien und Planungsarbeiten. Ich sah darin die Chance, einen traditionsreichen Betrieb mit Hotel und Brennerei neu zu beleben und einen Impuls für den Tourismus in der Region zu setzen. Das Projekt verlangte viel Geduld und Durchhaltevermögen, aber ich wollte an der langfristigen Idee festhalten.

Rückblickend kann man sagen, dass mich die Coronakrise insgesamt fünf Millionen Euro gekostet hat – durch die gestiegenen Baupreise und Finanzierungskosten.
In Kukmirn entstand ein Vier-Sterne-Hotel für „Erwachsene“, ergänzt um das kürzlich eröffnete Puchas Genusszentrum. Was wollten Sie dort anders machen als an Ihren bisherigen Standorten?
In Kukmirn wollte ich ein Hotel mit wiederum rund 100 Gästebetten, Kulinarik, regionalen Produkten und Brennereikultur miteinander verbinden.
Anders als bei den Thermenhotels steht hier der Genuss in einer ruhigen, naturnahen Umgebung besonders im Mittelpunkt. Das Vier-Sterne-Hotel richtet sich an Erwachsene ab 14 Jahren. Dazu kommen die Destillerie mit Schaubrennerei und ein Genussmarkt mit regionalem Schwerpunkt. Gemeinsam mit meinem Sohn Marcel und tüchtigen Mitarbeitern ist so ein eigenes Genussparadies entstanden.
Von den ersten beruflichen Stationen bis hin zu drei Hotels und dem Genusszentrum haben Sie einen bemerkenswerten Weg zurückgelegt. Was ist Ihnen bei der Führung Ihrer Betriebe über all die Jahre hinweg besonders wichtig geblieben, und welche Werte sollen Ihre Häuser unabhängig vom jeweiligen Standort verbinden?
Wichtig geblieben sind mir die Menschen: zufriedene Gäste und motivierte Mitarbeiter. Ich lege großen Wert auf Weiterbildung, ein herzliches und familiäres Miteinander sowie den persönlichen Kontakt zu den Menschen.
Die Häuser unterscheiden sich zwar im Angebot, sollen aber dieselben Werte vermitteln: Qualität, Gastfreundschaft, Ruhe, Erholung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wenn Sie heute auf Ihren bisherigen Lebensweg zurückblicken, welche Entscheidung würden Sie wieder genauso treffen und was würden Sie vielleicht anders machen? Und was möchten Sie mit PuchasPLUS in den kommenden Jahren noch verwirklichen?
Ich würde manches anders und vieles noch besser machen, vor allem aber mit mehr Gelassenheit. Es gibt viele Wege, etwas zu schaffen, fleißig zu sein und mit etwas Glück der Welt mit großer Zuversicht etwas Gutes zu tun. Bei vielen Vorhaben ist zumeist die eigene Angst, etwas nicht schaffen zu können, der größte Feind. Gleichzeitig haben mich schwierige Erfahrungen gelehrt, Risiken sorgfältig zu prüfen und auch die möglichen Folgen einer Entscheidung mitzudenken.
Für die Zukunft ist mir wichtig, die bestehenden Betriebe gut weiterzuentwickeln. In Kukmirn möchte ich das Zusammenspiel von Hotel, Kulinarik, regionalen Produkten und Destillerie weiter stärken.
Herr Puchas, wir möchten Sie gerne auch als Privatperson etwas näher kennenlernen – daher noch ein paar persönliche Fragen:
Wenn Sie einmal einen Tag lang kein Hotelier sein müssten, womit würden Sie Ihre Zeit am liebsten verbringen?
Wenn ich einmal Abstand vom Hotelalltag bekomme, verbringe ich meine freie Zeit gerne in der Natur. Der Kontakt zur Natur ist mir sehr wichtig, das ist mir aus meiner Kindheit geblieben. Wasser, Natur, frische Luft und Weitblick – all das genieße ich besonders. Im Winter bin ich immer gerne Ski gefahren und habe den Weitblick genossen, im Sommer erhole ich mich am liebsten an heimischen Seen. Immer wieder komme ich dabei zur Erkenntnis, dass es so viele schöne Plätze auf der Erde gibt, die schönsten aber hier bei uns in Österreich liegen. Die meisten dieser schönen Plätze habe ich allerdings noch gar nicht erkundet.
Sie gelten als jemand, der gerne etwas wagt. Gilt das auch privat oder sind Sie dort eher der gemütliche Typ?
Ich bin schon eher der gemütlichere Typ (lacht).
Hatten Sie ein Vorbild, von dem Sie sich Dinge abgeschaut haben?
Eines meiner Vorbilder war damals sicher mein erster Chef in Deutschland, Herr Dörner.
Von ihm habe ich mir vieles abgeschaut. Ich hatte aber nie ein einziges Vorbild, von dem ich alles übernommen habe. Vieles habe ich mir in der Praxis angeeignet: von Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, und durch Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben. Besonders wichtig ist mir, offen zu bleiben und sowohl aus Erfolgen als auch aus Fehlern zu lernen.

Was ist das Verrückteste, das Sie je in Ihrem Leben getan haben?
Die zwei verrücktesten Dinge, die ich jemals gemacht habe, waren sicher der Bau des Thermenhotels in Stegersbach und des Hotels in Kukmirn.
Besonders mutig war es wohl, nach einem schweren Rückschlag wieder von vorne anzufangen und später erneut größere Investitionen zu wagen. Das war eigentlich der absolute Wahnsinn.
Mit welcher Person, aus der Gegenwart oder Vergangenheit, würden Sie gerne einen Tag verbringen und wie würde sich dieser Tag gestalten?
Ich hätte gerne einmal mit Dietrich Mateschitz gefrühstückt und mich mit ihm über Gott und die Welt unterhalten. Er war eine sehr erfolgreiche und intelligente Persönlichkeit mit einer äußerst interessanten Lebensgeschichte.
Sie können EIN globales Problem lösen – welches wäre das?
Befreien wir uns wieder von den Lasten der Wohlstandsgesellschaft, dann können wir mit mehr Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blicken. Dann werden wir auch künftig wieder mehr Menschen mit einer besonderen Einstellung in unserer Gesellschaft finden. Eine besondere Lebenseinstellung führt zu einem außergewöhnlichen Leben.
Wir müssen wieder bei der Erziehung der Kinder ansetzen: Leistungsbereitschaft ist nicht angeboren, sondern ein Teil der Erziehung. Trauen Sie Ihren Kindern mehr zu und lassen Sie ihnen mehr Spielraum.
Herr Puchas, wir wünschen Ihnen viel Erfolg, Glück sowie Gesundheit für die Zukunft und herzlichen Dank für das Interview.
Danke Ihnen!
