World Wealth Report 2026 – Österreich Teil der weltweiten Vermögensdynamik

Die Zahl der sehr vermögenden Personen (UHNWIs) wächst weltweit erneut am schnellsten (9,4 Prozent).
© Capgemini / Maria Noi
World Wealth Report 2026 – Österreich Teil der weltweiten Vermögensdynamik
Martina Sennebogen, Vorstandsvorsitzende bei Capgemini Österreich.

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Im Jahr 2025 ist das Vermögen vermögender Privatpersonen (HNWI) weltweit um 8,7 Prozent gestiegen. Damit ist ein Rekordwert von 98,3 Billionen US-Dollar erreicht – der größte Anstieg innerhalb eines Jahres seit 2018. Eine robuste Entwicklung an den Aktienmärkten und die nachlassende Inflation trieben die Vermögensbildung der HNWI im Jahr 2025 an, wodurch die weltweite Millionärspopulation um fast 2 Millionen auf 25,3 Millionen Personen anwuchs.

Dies zeigt die 30. Ausgabe des World Wealth Report 2026 des Capgemini Research Institute.

Über alle Vermögensklassen hinweg verzeichneten die Ultra-High-Net-Worth-Individuals (UHNWI) den größten Anteil am Vermögenszuwachs, durch ihr breiteres Investment in öffentliche, als auch ausgewählte private Anlageklassen.

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Im Jahr 2025 belief sich die weltweite Zahl der UHNWI auf rund 250.000 – ein Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr – womit sie ihren Status als das am schnellsten wachsende Vermögenssegment beibehielten, zum zweiten Mal in Folge. Das weltweite Vermögen der UHNWI wuchs im Jahresvergleich um 9,7 Prozent und damit schneller als das breitere HNWI-Segment.

Der Reichtum ist nach wie vor stark konzentriert – die obersten 1 Prozent der HNWI halten 34,8 Prozent des HNWI-Vermögens.

Deutlicher Vermögenszuwachs in Österreich

Besonders in Österreich setzte sich der Vermögenszuwachs 2025 deutlich fort. Laut des Reports stieg die Zahl der HNWI verglichen zum Vorjahr um rund 21 Prozent auf 196.000 Personen. Gleichzeitig erhöhte sich das gesamte HNWI-Vermögen auf 563,9 Milliarden US-Dollar, nach 461 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

Damit profitierte auch Österreich von der starken Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten sowie der verbesserten Inflations- und Zinsdynamik.

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„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Österreich Teil der weltweiten Vermögensdynamik ist. Gleichzeitig beobachten wir, dass vermögende Kundinnen und Kunden deutlich höhere Erwartungen an Beratung, Individualisierung und Zugang zu alternativen Investments stellen. Für Banken und Wealth Manager bedeutet das, ihre Beratungsmodelle an die gestiegenen Erwartungen vermögender Kundinnen und Kunden anzupassen. KI kann dabei helfen, Kundenbedürfnisse früher zu erkennen, Anlagestrategien stärker zu personalisieren und Beraterinnen und Berater mit fundierten Analysen zu unterstützen“, erörtert Martina Sennebogen, Vorstandsvorsitzende von Capgemini in Österreich.

Aktienmärkte und Millionärsvermögen

Die Aktienmärkte, beflügelt von KI-bezogenen Kursanstiegen, waren 2025 in fünf von sechs großen Regionen der Hauptmotor für das Vermögenswachstum der HNWI:

Die HNWI-Bevölkerung in Europa wuchs 2025 um 6,5 Prozent nach einem Rückgang im Vorjahr, da die Region von stabileren Aktienmärkten und sinkender Inflation profitierte.

Luxemburg entwickelte sich mit einem Anstieg der HNWI-Bevölkerung um 13,5 Prozent zu einem der wachstumsstärksten Märkte. Deutschland verzeichnete ein Wachstum von 11,1 Prozent, während Frankreich und Großbritannien Zuwächse von 2,7 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent verzeichneten.

Der asiatisch-pazifische Raum verzeichnete mit 10,5 Prozent das höchste regionale Vermögenswachstum und ein HNWI-Wachstum von 9,4 Prozent. Die Nachfrage nach Halbleitern beflügelte die asiatischen Aktienmärkte.

Japan und China gehörten zu den Ländern mit der stärksten Entwicklung und verzeichneten einen Zuwachs von 436.000 beziehungsweise 154.000 Millionären. Auch Indien und Australien verzeichneten Wachstum, wobei die Zahl der vermögenden Privatpersonen um 11.300 beziehungsweise 18.100 stieg.

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Die HNWI-Bevölkerung in Nordamerika stieg um 9,1 Prozent, angeführt von den Vereinigten Staaten, die 736.000 neue Millionäre verzeichneten – mehr als jedes andere Land weltweit –, während ihre HNWI-Bevölkerung um 9,2 Prozent auf 8,7 Millionen wuchs.

Kanadas HNWI-Bevölkerung verzeichnete einen Anstieg von 6,7 Prozent mit 30.000 neuen Millionären.

Sowohl Afrika als auch Lateinamerika verzeichneten ein Wachstum der HNWI-Bevölkerung von 4,1 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent.

In Afrika wurde die Dynamik durch höhere Edelmetallpreise angetrieben, wobei Marokko mit 16,8 Prozent das schnellste Wachstum verzeichnete. In Lateinamerika bremste die Handelsunsicherheit das Wachstum trotz einer leichten Erholung der Investitionen weiterhin. Mexiko schnitt überdurchschnittlich gut ab: Das Vermögen der HNWI stieg um 5,4 Prozent und die HNWI-Bevölkerung um 1,8 Prozent.

Die HNWI-Zahl im Nahen Osten schrumpfte um 1,4 Prozent, da niedrigere Ölpreise und regionale Konflikte sowie Spannungen auf dem Arbeitsmarkt die Konjunktur in mehreren Volkswirtschaften der Golfstaaten schwächten.

Technologiegestütztes Wachstum beeinflusst Portfolioallokationen

Der Aktienanteil in den Portfolios vermögender Privatkunden stieg bis Januar 2026 auf 25 Prozent und lag damit um drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg wurde in erster Linie durch starke Unternehmensgewinne und deutliche Kursgewinne im Technologiesektor getragen. Auch der Anteil festverzinslicher Wertpapiere stieg um zwei Prozentpunkte auf 20 Prozent, da die Anleihemärkte ihre höchsten Renditen seit 2020 erzielten.

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Gleichzeitig ging der Anteil alternativer Anlagen auf 12 Prozent zurück, was die relative Outperformance börsennotierter Aktien widerspiegelt. Trotz dieser Verschiebung bleibt das Interesse der Anleger an alternativen Anlagen stark: Zwei von drei vermögenden Privatkunden (68 Prozent) geben an, ihr Engagement in Private Equity steigern zu wollen.

Wettbewerb im Vermögensverwaltungsgeschäft

Mit der wachsenden Zahl an vermögenden Privatkunden hat sich der Wettbewerb um deren Vermögensverwaltungsgeschäft verschärft. Die Zahl der exklusiven Kundenbeziehungen hat sich in den letzten sechs Jahren halbiert:

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2019 arbeiteten 39 Prozent der vermögenden Privatkunden mit einem einzigen Ansprechpartner; 2025 hat sich dieser Anteil auf nur noch 19 Prozent halbiert.

Ansporn für die Ausweitung des Netzwerks an Vermögensverwaltern ist der breitere Zugang zu Produkten – 88 Prozent der HNWIs arbeiten gezielt mit mehreren Unternehmen, um einen besseren Zugang zu alternativen Anlagen zu erhalten. WealthTechs, Single-Family-Offices und Robo-Advisory-Plattformen gewinnen zunehmend Marktanteile von etablierten Anbietern und ziehen Kunden ab, die Produktbreite, Beratungsqualität oder beides vermissen.

Der Studie zufolge empfinden nur 17 Prozent der vermögenden Privatkunden ihre Beratung als nahtlos und personalisiert, während 42 Prozent ihre Ziele und Vorlieben mehrfach gegenüber demselben Unternehmen wiederholen mussten. Die Kluft zwischen den Erwartungen vermögender Privatkunden und dem, was traditionelle Geschäftsmodelle bieten können, wächst. Als Brücke sollten Vermögensverwaltungsunternehmen auf Augmented Intelligence setzen.

Doch die Herausforderungen reichen tiefer als die technische Ebene. Fast alle Unternehmen (97 Prozent) segmentieren ihre Kunden nach wie vor in erster Linie nach dem verwalteten Vermögen, statt auf die Nuancen in der Interaktion vermögender Privatkunden und deren aktuellem Verhalten zu achten. Auch hier ist das traditionelle Betriebsmodell das Kernproblem: Über die Hälfte (60 Prozent) der Führungskräfte in der Vermögensverwaltung räumt ein, dass ihren Unternehmen eine einheitliche Kundensicht fehlt, was zu fragmentierten Prozessen und Doppelarbeit führt.

Ein erweitertes Produkt- und Dienstleistungsangebots stärkt die Kundenbindung. Die Realisierung messbaren Werts erfordert jedoch eine angemessene Koordination und Steuerung über die gesamte Customer Journey hinweg.

Da 41 Prozent der Zeit von Beratern für operative Aufgaben aufgewendet wird, wünschen sich drei Viertel (76 Prozent) KI-gestützte Systeme zur Automatisierung von Routineaufgaben. 61 Prozent präferieren den Zugang zu einem integrierten Ökosystem von Spezialisten, um effektiv auf finanzielle und nicht-finanzielle Bedürfnisse reagieren zu können.

Wenn Unternehmen die Kundenerfahrung richtig gestalten, empfehlen 53 Prozent der vermögenden Privatkunden ihr Unternehmen weiter, und 47 Prozent konsolidieren ihr Vermögen, was sich direkt auf den Wallet Share auswirkt.

Den vollständigen World Wealth Report 2026 finden Sie hier.

https://www.capgemini.com

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