CEE Tax Guide 2026: Deutliche Veränderungen im steuerlichen Umfeld

Österreich bleibt ein stabiler, aber kostenintensiver Standort im europäischen Vergleich.
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CEE Tax Guide 2026: Deutliche Veränderungen im steuerlichen Umfeld
Florian Würth, Partner bei Forvis Mazars in Austria.

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Forvis Mazars in Austria hat den aktuellen „Central and Eastern European Tax Guide 2026 (CEE Tax Guide 2026)“ veröffentlicht.

Die jährlich erscheinende Studie bietet einen umfassenden Überblick über die steuerlichen Rahmenbedingungen und Einblicke in die Entwicklung von Personalkosten in 25 Ländern in Zentral- und Osteuropa sowie Zentralasien und dient als wichtige Entscheidungsgrundlage für international tätige Unternehmen und Investor:innen.

Die aktuelle Ausgabe verdeutlicht spürbare Veränderungen im steuerlichen Umfeld: Steigende Steuersätze, zunehmende Digitalisierung der Steuerprozesse und die Umsetzung globaler Mindestbesteuerungsregeln prägen das Jahr 2026.

Steuerliche Rahmenbedingungen im Wandel

Nach mehreren Jahren relativer Stabilität zeichnet sich in zahlreichen Ländern eine Trendwende hin zu höheren Steuerbelastungen ab. Insbesondere bei der Umsatzsteuer sowie – in einigen Ländern – bei der Einkommensteuer wurden Anpassungen vorgenommen.

Parallel dazu schreitet die Digitalisierung der Steuerverwaltung in der gesamten Region stark voran. Verpflichtende Systeme wie E-Invoicing, elektronische Meldungen und Datenreporting in Echtzeit sind mittlerweile in vielen Ländern implementiert oder in Umsetzung. Unternehmen sehen sich dadurch mit deutlich steigenden administrativen Anforderungen konfrontiert.

„Wir sehen aktuell eine klare Verschiebung: Steuerliche Rahmenbedingungen verändern sich nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell. Die zunehmende Digitalisierung erfordert von Unternehmen deutlich effizientere Prozesse und mehr Transparenz in der Steuerfunktion“, erklärt Florian Würth, Partner bei Forvis Mazars in Austria.

Pillar II: Globale Mindestbesteuerung wird operative Realität

Ein weiterer zentraler Fokus des Tax Guide liegt auf der Umsetzung der OECD-Initiative zur globalen Mindestbesteuerung („Pillar II“).

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2026 markiert einen entscheidenden Schritt, da erstmals Steuererklärungen unter dem neuen Regelwerk abzugeben sind. Dies führt zu einer grundlegenden Veränderung insbesondere für größere, grenzüberschreitend tätige Unternehmensgruppen, die in Niedrigsteuerländern aktiv sind.

Unabhängig von allfälligen Zusatzsteuern sind alle von der globalen Mindestbesteuerung betroffenen Unternehmen mit sehr großem administrativem Aufwand konfrontiert.

„Mit der Umsetzung von Pillar II wird das steuerliche Umfeld für internationale Unternehmen deutlich komplexer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Konsistenz, Dokumentation und internationale Abstimmung“, unterstreicht Florian Würth.

Regionale Unterschiede

Der Vergleich der Länder zeigt weiterhin erhebliche Unterschiede bei Steuerbelastung und Arbeitskosten:

  • Die Gesamtbelastung auf Arbeit bleibt in vielen Ländern hoch
  • „Flat tax“-Systeme stehen progressiven Systemen gegenüber
  • Löhne und Gehälter steigen generell, jedoch in den Ländern unterschiedlich

Diese Unterschiede unterstreichen die Bedeutung einer differenzierten Standortanalyse im internationalen Kontext.

Österreich

Der CEE Tax Guide bestätigt Österreichs Position als wirtschaftlich stabiler, aber steuerlich hochbelasteter Standort:

  • Progressiver Einkommensteuertarif mit Spitzensteuersätzen bis 55 %
  • Hohe Lohnnebenkosten in Höhe von rund 30 %
  • Körperschaftsteuer in Höhe von 23 %
  • Umsatzsteuer (Normalsteuersatz) in Höhe von 20 %

Gleichzeitig punktet Österreich durch Rechtssicherheit, Stabilität, qualifizierte Arbeitskräfte und eine gut ausgebaute Infrastruktur.

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„Österreich bleibt ein verlässlicher Standort mit hoher Qualität. Gleichzeitig zeigt der Vergleich, dass Unternehmen Steuerbelastung und administrative Anforderungen zunehmend ganzheitlich betrachten müssen – insbesondere im internationalen Kontext“, ergänzt Peter Wundsam, Partner und Mitglied des Management Boards bei Forvis Mazars in Austria.

Umfassendere und internationalere Steuerstrategien

Die Ergebnisse des CEE Tax Guide 2026 zeigen, dass steuerliche Faktoren weiterhin eine zentrale Rolle bei Investitionsentscheidungen spielen. Neben klassischen Steuerkennzahlen gewinnen zusätzliche Aspekte an Bedeutung:

  • Komplexität und Digitalisierungsgrad der Steuerverwaltung
  • Verfügbarkeit von steuerlichen Anreizen
  • Stabilität und Planbarkeit des steuerlichen Umfelds
  • Internationale Vorgaben wie Pillar II

Unternehmen sind daher gefordert, bei der strategischen Planung ihrer länderübergreifenden Aktivitäten steuerliche Aspekte intensiver zu berücksichtigen.

Den vollständigen „CEE Tax Guide 2026“ können Sie hier gratis anfordern.

https://www.forvismazars.com

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