Bewegtbild ist im Alltag der Österreicher:innen fest verankert: 100 Prozent aller Menschen nutzen es zumindest einmal in der Woche. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung konsumieren täglich Bewegtbildinhalte, wobei die Nutzung mit dem Alter zunimmt.
Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Ausgabe der Bewegtbildstudie 2026 im Auftrag von RTR Medien und Arbeitsgemeinschaft TELETEST mit 4.000 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ Befragten.
Fernsehen im Zentrum des Bewegtbildangebots
Angebote klassischer Fernsehveranstalter machen dabei in linearer als auch digitaler Verbreitung 71 Prozent aller genutzten Inhalte aus und vereinen damit den größten Teil der Bewegtbildnutzung auf sich und haben so die größte Präsenz im medialen Alltag der Menschen.

13 Prozent entfallen auf Videoportale, 15 Prozent auf Bewegtbild über Social Media (inkl. YouTube) – ohne Broadcaster-Inhalte. Diese werden auch in sozialen Medien breit konsumiert und bilden die Programmmarken, die in einem stark fragmentierten Plattformumfeld am meisten nachgefragt werden.
Der Bewegtbildkonsum erfolgt mittlerweile jeweils zur Hälfte über klassische TV-Verbreitungswege (Kabel-TV, Satellit, Antenne) wie Online-Kanäle, die auch Sendermediatheken oder Social-Media-Präsenzen der Broadcaster umfassen.

Fest im Tagesverlauf verankert ist der Hauptabend mit der klassischen Prime Time um 20.15 Uhr: In diesem Zeitfenster steigt die Videonutzung sowohl bei Broadcastern als auch bei Streamingdiensten (Netflix, Prime Video, Disney+ etc.) signifikant an. Der Videokonsum auf sozialen Medien bewegt sich hingegen im Tagesverlauf auf einem kontinuierlichen Niveau und nimmt in den späteren Abendstunden ab.
Broadcaster behaupten Relevanz
TV ist damit nicht nur ein Kanal, sondern ein plattformübergreifend starkes Ökosystem. Digitale Verbreitung stärkt TV-Angebote, statt sie zu ersetzen. Gerade für jüngere Zielgruppen sind Mediatheken, mobile Nutzung und Social-Media-Kontaktpunkte entscheidend, um Broadcast-Inhalte auch außerhalb des linearen Fernsehens relevant zu halten.
„Mit knapp sechs Stunden pro Tag bewegt sich die Bewegtbildnutzung in Österreich auf einem hohen Niveau. Digitale Verbreitungswege sind für Broadcaster hoch relevant, um jüngere Zielgruppen effektiv zu erreichen. Dabei hat der Big Screen seinen festen Platz im Konsum von Bewegtbildinhalten für längere Formate, während Kurzformate gerne auf mobilen Endgeräten konsumiert werden. Broadcaster-Inhalte finden in sozialen Medien Beachtung, wodurch junge Zielgruppen an etablierte Medienmarken und Nachrichtenangebote herangeführt werden können“, analysiert Wolfgang Struber, Geschäftsführer der RTR Medien.
„Die Angebote der Broadcaster behaupten sich im Medienalltag der Österreicherinnen und Österreicher auch als digitale Angebote und gegen Big-Tech-Plattformen – in allen Altersgruppen! Der konsequente und erfolgreiche Ausbau der Sendermediatheken manifestiert sich in der intensiven Nutzung der qualitativ hochwertigen Broadcaster-Angebote auf allen Endgeräten. Bildschirme werden zunehmend im Verbund genutzt: Die Second-Screen-Nutzung bietet attraktive Interaktionsmöglichkeiten für Marken, die von der Werbewirksamkeit des Big Screens und der Vertrauenswürdigkeit der Broadcaster-Angebote profitieren und im digitalen Umfeld weiterführende Informationen bieten können“, ergänzt Thomas Gruber, Obmann der Arbeitsgemeinschaft TELETEST.
Nutzungsverhalten
Insgesamt verbringen die Österreicher sechs Stunden (359 Minuten) täglich mit Bewegtbildinhalten. Über 70 Prozent davon entfallen auf die Angebote der Broadcaster inklusive ihrer Inhalte auf sozialen Medien. Soziale Medien (ohne Broadcaster-Inhalte) mit 15 Prozent und Video-Portale mit 13 Prozent bewegen sich auf ähnlicher Flughöhe.
Keine der Plattformen erreicht Anteile über sechs Prozent – YouTube und Netflix liegen hier knapp niedriger, alle anderen Plattformen liegen unter drei Prozent.

In der jungen Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen liegt der tägliche Bewegtbildkonsum bei 6:53 Stunden (413 Minuten). Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Bewegtbildnutzung in dieser Aktivgruppe machen die Angebote der Broadcaster aus. Ein weiteres Viertel entfällt auf soziale Medien (ohne Broadcaster-Inhalte) und ein Fünftel auf Videoportale, wobei Netflix hier zehn Prozent ausmacht – der restliche Portal-Markt ist recht fragmentiert.
„Big Screen“ als favorisiertes Endgerät
4:13 Stunden (253 Minuten) verbringen die Österreicher täglich vor dem Big Screen, auf dem die Werbewirkung laut allen Studien am höchsten ist. Auf diesem Gerät werden zu 86 Prozent Angebote der Broadcaster genutzt.

Ein Zehntel der Nutzung am Fernseher beanspruchen Videoportale. Am Smartphone beziehungsweise Tablet überwiegen Kurzformate über Social Media (inkl. Broadcaster-Inhalten) – sie machen etwas mehr als 60 Prozent der Nutzungen auf mobilen Endgeräten aus.
Auf dem zweiten Platz folgen mit einem Fünftel die Mediatheken der Broadcaster, dahinter die klassischen Videoportale.

Auch in der jungen Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen führen am Big Screen Broadcaster-Inhalte, die etwa drei Viertel der Nutzung ausmachen. Videoportale erreichen 20 Prozent der Nutzung auf dem großen Bildschirm und soziale Medien mit sieben Prozent den dritten Platz.
Das Nutzungsverhalten am Smartphone und Tablet entspricht in etwa jenem der Gesamtbevölkerung. Die Nutzungsdauer am Smartphone ist bei den 14- bis 29-Jährigen mit 2:52 Stunden (152 Minuten) jedoch mehr als zweimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.
Nähere Informationen zur vollständigen Studie finden Sie hier.
