Finanzsektor erwartet Wachstum trotz veränderter globaler Dynamiken

Handelsbarrieren, Cyberkriminalität oder geopolitische Spannungen bremsen das Wachstum kaum.
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Finanzsektor erwartet Wachstum trotz veränderter globaler Dynamiken
Marcell M. Németh, Partner und Leiter der Finance-Praxis bei DLA Piper Österreich.

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Einer neuen Studie der globalen Wirtschaftskanzlei DLA Piper (Financial Futures: Leading through disruption) zufolge sehen Führungskräfte von Finanzdienstleistungsunternehmen trotz zunehmender Herausforderungen weiterhin deutliche Wachstumschancen für die Branche.

Der grundsätzliche Optimismus im Finanzsektor bleibt ungeachtet geopolitischer und technologischer Disruption ungebrochen. Viele Unternehmen betrachten die anhaltenden Umbrüche mittlerweile als neue Normalität und begegnen ihnen mit erhöhter Resilienz, operativer Anpassungsfähigkeit und einem verstärkten Einsatz von Technologie. Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit bleiben dabei zentrale strategische Schwerpunkte.

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Gleichzeitig geben neun von zehn Unternehmen an, dass Zölle bereits spürbare Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit haben.

Zahlreiche Finanzdienstleistungsunternehmen investieren gezielt in robuste Kerngeschäftsmodelle, die auch längere Phasen geopolitischer Unsicherheit, Handelsbarrieren und regulatorischer Veränderungen standhalten. Parallel dazu rücken Risikomanagement, Compliance und Governance stärker in den Fokus und werden zunehmend systematisch in Unternehmensentscheidungen integriert.

Geopolitische Spannungen

83 Prozent der Befragten blicken ungeachtet geopolitischer Herausforderungen der Branche optimistisch auf die kommenden 12 bis 24 Monate.

89 Prozent der Unternehmen geben an, dass Handelsbarrieren bereits Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit haben; ein Drittel berichtet, dass geopolitische Spannungen Investitionsentscheidungen sowie Kapitalflüsse beeinflussen.

„Unsere Studienergebnisse zeigen deutlich, dass Finanzdienstleister weltweit gelernt haben, mit einem dauerhaft volatilen Umfeld umzugehen. Entscheidend ist, geopolitische, regulatorische und technologische Veränderungen als strategische Konstanten zu adressieren und Geschäftsmodelle, Risikostrukturen und Technologie entsprechend flexibel anzupassen und weiterzuentwickeln – darin liegt aus unserer Sicht auch der Schlüssel für nachhaltiges Wachstum“, erklärt Marcell M. Németh, Partner und Leiter der Finance-Praxis bei DLA Piper Österreich.

Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt weiter zu und hat sich mittlerweile fest in operative Prozesse und Geschäftsstrategien integriert:

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66 Prozent investieren in entsprechende Technologien (2024: 64 Prozent), 58 Prozent bieten Schulungen an, um KI nachhaltig im Tagesgeschäft zu verankern (2024: 51 Prozent).

Zugleich sieht fast die Hälfte der Führungskräfte anhaltende Compliance-Herausforderungen als wesentlichen Faktor, der sich auf die Geschäftstätigkeit auswirkt – ein deutlicher Anstieg gegenüber knapp einem Fünftel im Jahr 2024.

Investitionen in Nachhaltigkeit

Weniger als ein Viertel der Befragten gibt an, dass Nachhaltigkeit einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit hat (2024 waren es noch 58 Prozent) – gleichzeitig haben 82 Prozent ihre Investitionen in Nachhaltigkeit im Jahr 2025 erhöht.

Finanzsektor erwartet Wachstum trotz veränderter globaler Dynamiken
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Mit dem Tempo der regulatorischen Veränderungen im Bereich Nachhaltigkeit Schritt zu halten, ist für ungefähr die Hälfte der Befragten die größte Herausforderung (39 Prozent im Jahr 2024).

„Trotz geopolitischer Risiken, regulatorischer Fragmentierung und der Einführung von KI passt sich die Finanzindustrie zunehmend schnell an veränderte Rahmenbedingungen an. Der Ausblick bleibt positiv, mit klaren Wachstumserwartungen für die kommenden Jahre. Auch für Österreich zeichnet sich meines Erachtens ein vorsichtig optimistisches Bild: Insbesondere ESG und der Einsatz von KI gelten als zentrale Hebel, stellen Unternehmen – vor allem KMU – aber zugleich vor erhebliche Transformationsaufgaben. Gleichzeitig werden Transparenz und die tatsächliche Wirkung („Impact“) immer stärker kritisch hinterfragt“, ergänzt Jasna Zwitter-Tehovnik, Partnerin in der Finance-Praxis bei DLA Piper Österreich.

Die vollständige Studie können Sie hier gratis anfordern.

https://www.dlapiper.com

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