State of Mobile Report 2022: Wie Smartphones die Welt verändern

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18.01.2023 | 3 min

State of Mobile Report 2022: Wie Smartphones die Welt verändern 

Die Studie von data.ai untersucht die Verhaltensweisen aller Smartphone User:innen weltweit.

Wenn die alten Tannenbäume anfangen, die Straßenränder zu verzieren und auch die letzte abgebrannte Rakete im Müllauto landet, dann ist der Jahreswechsel wirklich vollbracht. Neben klassischen Vorsätzen wie etwa Gewicht verlieren oder mehr Self-Care ist nun auch der Begriff „digital detox“ in aller Munde. Schließlich schleichen sich unsere mobilen Begleiter mehr und mehr in unseren Alltag ein und übernehmen sämtliche Lebensbereiche, welche zuvor noch offline bestritten wurden. 

Mit einem Plus von starken 10 Prozent steigt die Anzahl der am Smartphone verbrachten Stunden auf 4,1 Billionen insgesamt. Gleichzeitig zeigt sich aber auch die Inflation in Form von erstmalig zurückgehenden Verbraucherausgaben in Apps. 

Unaufhaltsames Wachstum 

Für viele dürften die weltweiten Zahlen nur ein Spiegel der eigenen Verhaltensweise mit dem Smartphone sein. Viel zu oft übersteigt die tägliche Nutzungsdauer das sich selbst gesetzte Maximum. Neue Apps verlocken zum Download und Social Media zieht mittlerweile sogar ältere Zielgruppen in einen Wirbel der Sucht. 

data.ai zählt insgesamt 255 Milliarden neue Downloads von Anwendungen aus iOS und Google Play – ein Anstieg um 11 Prozent zum Jahr davor. Ein fast genauso starkes Wachstum wurde auch in der Nutzungszeit festgestellt. 4,1 Billionen am Smartphone verbrachte Stunden wurden weltweit gezählt – das sind 11,3 Milliarden Stunden pro Tag. Die strategische Ausrichtung von Marketern gen mobile Werbung ist somit nur eine logische Schlussfolgerung. Stolze 336 Milliarden Dollar wurden im Jahr 2022 für Ads in Apps ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr sind das ganze 14 Prozent mehr.  

State of Mobile Report 2022: Wie Smartphones die Welt verändern
Weltweite Übersicht.

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Folgen durch die Teuerung? 

Dem Jahr 2022 kann einiges nachgesagt werden, doch in puncto Schonung für den Geldbeutel ist das Fazit wohl einstimmig. Alles wurde teurer – Benzin, Nahrungsmittel, Dienstleistungen. Viele Haushalte mussten sich deshalb der Frage stellen, auf was verzichtet werden kann, um finanziell nicht ins Wanken zu geraten. 

Mit einem Blick auf die Ausgaben, scheint es in Deutschland und generell im deutschsprachigen Raum kaum Auswirkungen gegeben zu haben. Sowohl die Summen für „Mobile Gaming“ als auch alle anderen Apps hielten sich im Vergleich zum Jahr 2021 stabil. Eine extremere Entwicklung ist hingegen in den Vereinigten Staaten zu beobachten. Hier haben sich die Verbraucherausgaben so rasant wie nie zuvor nach unten entwickelt. Ähnlich sieht es auch in Frankreich aus – die Zahlen liegen deutlich unter dem Wert vor genau einem Jahr. Finanzielle Mittel scheinen hier weniger für Unterhaltung auf dem Smartphone ausgegeben zu werden. 

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Inflationsauswirkungen

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Demografische Unterschiede im deutschsprachigen Raum 

Es ist doch immer wieder überraschend und gleichzeitig sympathisch mit anzusehen, wie sich die Eltern oder Großeltern an einem neu zugelegten Smartphone versuchen. Teils selbstverständliche Anwendungen müssen erst einmal erfragt werden, so wie etwa die Nutzung eines Chat Tools. 

Dennoch bilden sich vor allem im deutschsprachigen Raum auch in der Generation 45+ einige App-Favoriten ab. So führt diese Gruppe beispielsweise die Nutzung der Sport-TV, Essenslieferung und Fitnesstracker Apps an. Die meistbenutzten Apps sind bei ihnen jedoch weiterhin der Grüne Pass (CovPass Deutschland), die Corona-Warn-App, aber auch die Wettervorhersage. 

Die Gen Z hingegen bleibt bei ihren Favoriten Video- und Photo-Editing, Dating, Social Media sowie Health & Fitness Apps zur Stressreduzierung. So führen hier Instagram, die Musikstreaming Plattform Spotify, aber auch der Internetriese TikTok und der Film- und Serienanbieter Netflix die Charts an. 

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Generationsunterschiede.

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Die Generation 35-44 scheint besonders kauffreudig gewesen zu sein. Neben dem Shopping-Gigant Amazon wurden hier Anwendungen wie eBay-Kleinanzeigen, eBay und PayPal genutzt. Die Gruppe der 25-34-Jährigen hat Apps zum Chatten und connecten bevorzugt – wie etwa WhatsApp, Facebook-Messenger oder Telegram. Dazwischen auf Platz 4 hat sich aber auch die Finanz-App der Sparkasse geschlichen. 

Rückblick auf das Jahr 2022 

Was würden wir wohl in zehn Jahren über 2022 erzählen? Bestimmt gab es einige individuelle positive Erfahrungen. Größer gesehen hat aber insbesondere der Angriffskrieg auf die Ukraine sowie die daraus resultierende Inflation länderübergreifende Veränderungen bewirkt. Unser täglicher mobiler Begleiter bildet diese Entwicklung jedoch nur zu Teilen ab. Die Verbraucherausgaben sind seit Beginn der Aufzeichnungen von den Daten- und Analyseexpert:innen von data.ai erstmalig zurückgegangen und sinken auf 167 Milliarden Dollar weltweit. Dennoch scheint das Interesse an Apps und die Zuflucht in die digitale Parallelwelt weiterhin groß. Denn sowohl die verbrachten Stunden am Handy als auch die Downloads neuer Apps haben massiv zugenommen. 

Fordern Sie hier die Studie an. 

https://www.data.ai/de/