Nur zwei Drittel der Österreicher schützen ihren Besitz Helvetia

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Christina Matzka, Geschäftsführerin Triple M (Mitte), stellte gemeinsam mit den Vertretern des Auftraggebers Helvetia Österreich die Studienergebnisse vor.

04.10.2021 | 2 min

Nur zwei Drittel der Österreicher schützen ihren Besitz

Haus, Wohnung, Auto, Smartphone, Fernseher, Wertpapiere – der liebste Besitz der ÖsterreicherInnen ist vielfältig. Eine repräsentative Studie von Triple M im Auftrag von Helvetia Österreich ergab auch, dass ein Fünftel der Befragten selbst oder in der Familie von Einbruch betroffen war.

Um den Besitz abzusichern, setzen die Befragten neben Alarmanlagen und Sicherheitstüren vor allem auf Versicherungen, um sich vor etwaigen Risiken wie Einbrüchen oder Schäden zu schützen. Neun von zehn Befragten geben die Haushaltsversicherung als verlässliches Sicherheitsnetz an, auch Kfz-Kaskoversicherungen sind beliebt, 65 Prozent schützen damit ihre Fahrzeuge.

„Im persönlichen Besitz steckt für viele Privatpersonen und Haushalte ein wesentlicher Teil des eigenen Vermögens. Wir haben uns mit dieser Studie angesehen, welcher Besitz für ÖsterreicherInnen am wichtigsten ist, wie dieser Besitz abgesichert wird beziehungsweise wie der Versicherungsbedarf aussieht“, so Thomas Neusiedler, CEO bei Helvetia Österreich.

Wichtigster Besitz ist das Zuhause

Egal ob Mietwohnung oder Eigenheim, der wichtigste Besitz ist laut den Befragten das Zuhause. »22 Prozent unseres Samples von 526 Befragten – und damit die größte Gruppe – schätzen ihre Eigentumswohnung oder ihr Einfamilienhaus als allerwichtigsten Besitz ein – gefolgt von Auto oder Motorrad, auf die 18 Prozent keinesfalls verzichten wollen«, erläutert Christina Matzka, Studienautorin bei Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung.

Die Hälfte der Befragten (51%) gibt an, die eigene Wohnung bzw. das Haus zu mieten, 46 Prozent sind EigentümerInnen. 68 Prozent der Befragten haben Vorkehrungen zum Schutz ihres Besitzes getroffen: 57 Prozent davon sehen Sicherheitstür bzw. -schloss als perfekte Absicherung, 46 Prozent zählen auf die NachbarInnen. 37 Prozent setzen auf Bewegungsmelder, 26% auf Überwachungskameras, erst ein knappes Drittel (31%) verlässt sich auf eine Alarmanlage.

„Die Haushaltsversicherung nimmt beim Schutz von Besitz einen hohen Stellenwert ein, denn neun von zehn Befragten haben eine. 36 Prozent verfügen über eine Eigenheimversicherung. Rund die Hälfte der Befragten verlassen sich auch auf das wachsame Auge der Nachbarinnen und Nachbarn. Alarmierend ist aber, dass ganze 32 Prozent ihren Besitz sogar gar nicht schützen – immerhin wurde bereits ein Fünftel der Befragten selbst oder in der Familie Opfer eines Einbruchs“, so Kaspar Hartmann, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich.

Kraftfahrzeuge wie Auto oder Motorrad sind die zweitliebsten Besitztümer.

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Das Auto als zweitliebster Besitz

Kraftfahrzeuge wie Auto oder Motorrad sind die zweitliebsten Besitztümer: Immerhin 18 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sehen ihr Fortbewegungsmittel sogar als wichtiger an als das Eigenheim oder die Wohnung. Drei Viertel der Befragten sind im Besitz eines Autos mit Verbrennungsmotor, nur drei Prozent fahren derzeit ein E-Auto. Fahrräder sind auch ein beliebtes Fortbewegungsmittel, denn ein Drittel der Befragten gibt an, zumindest ein Fahrrad zu besitzen. Die durchschnittliche Anzahl von Fahrrädern pro Haushalt liegt mittlerweile sogar bei 2,4. E-Bikes gewinnen ebenfalls immer mehr an Fahrt – 12 Prozent der Befragten geben an, mindestens eines zu Hause zu haben.

79 Prozent der ÖsterreicherInnen mit Autobesitz haben sich nach eigener Angabe dazu entschlossen, zusätzlich zur Haftpflichtversicherung eine KFZ-Kaskoversicherung (Teil- oder Vollkasko) abzuschließen. „Gleichzeitig geben aber 88 Prozent der Befragten an, eine Kaskoversicherung für ihr eigenes Sicherheitsgefühl als essenziell zu halten – hier gibt es eine Lücke von 10 Prozent, die es zu schließen gilt“, ergänzt Hartmann.

Corona verändert Einstellung zu materiellem Besitz

Materieller Besitz ist in den letzten Jahren in etwa konstant gleich wichtig geblieben, hat jedoch seit der Corona-Pandemie leicht an Bedeutung verloren. Gerade Frauen, Personen über 50 Jahre und jene mit Matura würden eher sagen, dass Besitz für sie unwichtiger geworden ist. „Die Corona-Pandemie hat in diesem Bereich sicher Anlass zum Nachdenken gegeben. Für jeden Fünften ist der materielle Besitz wichtiger geworden, da er Sicherheit geben kann, zum Beispiel als wertvolle Anlage. Für den Großteil der Befragten sind allerdings andere, immaterielle Werte wie Gesundheit und Beziehungen stärker in den Vordergrund gerückt“, so Matzkas Einschätzung.

Die Eckdaten der Befragung

Zielgruppe: Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 16 und 75 Jahren
Stichprobe: n = 526 Interviews
Methode: Online-Befragung anhand eines professionellen Online-Access-Panels, Quotenstichprobe (Geschlecht, Alter, Bildung, Bundesland)
Maximale Schwankungsbreite: +/-4,3%
Erhebungszeitraum: 16. Bis 29. Juli 2021

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