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Hernstein Management Report: Stimmungsbild heimischer Führungskräfte

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Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts.

Hernstein Management Report: Stimmungsbild heimischer Führungskräfte

Mitarbeiterbindung und Wechselkultur der Mitarbeitenden im Fokus der Entscheidungsträger.

Der Hernstein Management Report erhebt seit über 20 Jahren ein jährliches Stimmungsbild bei Führungskräften in Österreich und Deutschland. An der repräsentativen Befragung haben 1.500 Führungskräfte aller Ebenen sowie Unternehmerinnen und Unternehmer teilgenommen – 623 befragte Personen kamen aus Österreich und 877 Befragte aus Deutschland.

Sinkende Mitarbeiterbindung

Österreichische und deutsche Führungskräfte sehen im Vergleich zur vorangegangenen Generation eine geringere Bindung von jüngeren Arbeitskräften an das Unternehmen. Ursachen dafür sind geänderte Lebensumstände, ein Wertewandel, der Mangel an Arbeitskräften sowie das Streben nach Life-Balance.

53 % der befragten österreichischen und deutschen Führungskräfte sind sich sicher, dass sich Mitarbeitende unter 30 heute weniger an ihr Arbeitgeber-Unternehmen gebunden fühlen, als dies bei der Generation davor der Fall war.

Hernstein Management Report: Stimmungsbild heimischer Führungskräfte

© Hernstein Institut für Management und Leadership

Daher sind 9 von 10 Führungskräften der Ansicht, dass sich unter 30-jährige weniger an ihren Arbeitgeber gebunden fühlen als die Generation davor.

„In Österreich ist diese Einschätzung deutlich stärker ausgeprägt als in Deutschland. Während 60 Prozent der heimischen Führungskräfte diese Meinung mit sicher einschätzen, liegt diese Zustimmung in unserem Nachbarland bei 48 Prozent“, konkretisiert Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts.

42 % der befragten Führungskräfte sind vollkommen der Meinung, dass Mitarbeitende unter 30 aus viel geringeren Anlässen kündigen würden als ältere Mitarbeitende. Weitere 34 % sehen dies eher so (gesamt: 76 %). Die Gesamtzustimmung liegt daher mit gut drei Viertel aller Führungskräfte auf hohem Niveau.

Wichtige Gründe

28 Prozent der Befragten meinen, dass es geänderte Lebensumstände und Anforderungen dieser Mitarbeitergruppe an ein Unternehmen gibt und dass dies die Hauptursache für die sinkende Bindung sei.

Weitere wesentliche Faktoren für die geringere Bindung sind ein gesellschaftlicher Wertewandel, sowie dass es aufgrund von Personalmangel viele Möglichkeiten gibt, mehr auszuprobieren.

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© Hernstein Institut für Management und Leadership

„Die viel diskutierte Life-Balance, oft als Work-Life-Balance bekannt, bei jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wurde mit 9 Prozent weniger häufig als Grund für eine geringere Mitarbeiterbindung genannt“, konstatiert Michaela Kreitmayer.

Arbeitsklima und Karriereperspektiven als Top-Faktor

Aus Sicht der Führungskräfte ist das Arbeitsklima der bei Weitem wichtigste Faktor, um Mitarbeitende an ein Unternehmen zu binden. Der entsprechende Zustimmungswert liegt bei 74 %. Dahinter folgen, mit deutlichem Abstand, Gehalt bzw. Lohn und andere monetäre Anreize mit 63 % und Flexibilität und „Freiheiten“ wie die Möglichkeit, im Homeoffice oder remote arbeiten zu können, mit 51 %.

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So ist aus der Sicht der Führungskräfte das Arbeitsklima mit 74 Prozent der bei weitem wichtigste Faktor, um Mitarbeitende an ein Unternehmen zu binden.

„62 Prozent der Führungskräfte meinen, dass durch interessante Karriereperspektiven die Bindung wieder gesteigert werden kann. Diese Einschätzung ist klar von der Unternehmensgröße abhängig. In großen Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden zum Beispiel ist diese Meinung mit 64 Prozent merkbar stärker vertreten als mit 53 Prozent in Kleinbetrieben mit bis zu 10 Mitarbeitenden“, unterstreicht Michaela Kreitmayer.

Karriereorientierte Führungskräfte

Die Ansicht, dass berufliche Perspektiven ein Mittel der Mitarbeiterbindung sein können, ist wohl auch darin begründet, dass es den Führungskräften selbst wichtig ist, Karriere zu machen:

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27 Prozent geben an, dass Karriere für Sie persönlich sehr wichtig sei, für weitere 48 Prozent ist es eher wichtig. 44 Prozent der Führungskräfte verstehen unter „Karriere machen“ in der Unternehmenshierarchie aufzusteigen und letztlich auch mehr Gehalt zu bekommen. 10 Prozent suchen den „Spaß in der Arbeit“, 9 Prozent Selbstverwirklichung und 6 Prozent eine ausgewogene Life-Balance.

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