Täglich 3 Betriebsgründungen im Burgenland Peter Nemeth WKB

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Peter Nemeth, Wirtschaftskammerpräsident Burgenland

18.02.2022 | 1 min

Täglich 3 Betriebsgründungen im Burgenland

Diese Zahl dokumentiert den Unternehmergeist der Burgenländer, der trotz Corona ungebrochen scheint, betont Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth.

Die aktuelle Bilanz der Wirtschaftskammer Burgenland weist 1.182 Betriebsgründungen für das Jahr 2021 aus, damit liegt man sogar über dem Jahr 2020, in dem es 1.148 Neugründungen (2019: 1.110) gab.

Rund 1.200 Neugründungen

„Wir haben rund 1.200 Neugründungen, also wenn man so will, drei Gründungen pro Tag“, freut sich Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth. Fragt man die Neugründer nach ihren Motiven, so sagen 66 % „… ich möchte lieber mein eigener Chef sein“. Das Durchschnittsalter der Gründerinnen und Gründer ist 40,8 Jahre (2020: 41,9), 61,3 % sind Gründerinnen (2020: 60,1%).

Die generell sehr positive Einstellung zur Neugründung erklärt Nemeth dadurch, dass „Gründen gesellschaftsfähiger und trendiger geworden ist, auch durch den zunehmenden Einfluss der globalen Start-up-Szene, von Social-Media-Kanälen und Medien.“ Nach wie vor gibt es die meisten Neugründungen in „klassische Branchen“. So erfolgt die Hälfte der Gründungen in der Sparte Gewerbe und Handwerk (56,3%), gefolgt von der Sparte Handel (22.2%), Sparte Information und Consulting (14,1%), Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft (5,4%) und der Sparte Transport und Verkehr (2%).  Es gibt aber auch immer wieder neue Geschäftsideen, wie die Gründerberater der Wirtschaftskammer bemerken. „Bei unseren Gesprächen werden immer öfter die Bereiche Nachhaltigkeit, Umwelt oder Digitalisierung zum Thema.“

Junge Wirtschaft als Anlaufstelle für Gründer

Während der Pandemie gab es einen deutlichen Anstieg und eine intensive Nutzung von Online-Gewerbeanmeldungen, Online-Gründungsberatungen oder Webinaren, aber auch die Beratungen vor Ort nach coronakonformen Möglichkeiten wurden angeboten. Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Burgenland ist hier nach wie vor die erste Anlaufstelle.

„Wir bieten Beratungen, Weiterbildung, zahlreiche Online-Tools sowie ein großes Expertennetz zur Unternehmensgründung und Betriebsnachfolge“, erklärt Nemeth, „und das flächendeckend in allen Bezirken des Landes.“ 

„Damit ein Gewerbe angemeldet wird, braucht es viel Vorplanung, um die Geschäftsidee in Umsetzung zu bringen. Ist das geschehen, steht einer Unternehmensgründung nichts mehr im Wege“, freut sich Bea Ulreich, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft und ergänzt: „Gründer setzen auch trotz der Krisenjahre durch die Pandemie einen bedeutenden Impuls für einen nachhaltigen Aufschwung der Wirtschaft in unserem Bundesland.“

Damit die Gründung reibungslos abläuft, unterstützt die Junge Wirtschaft alle Jungunternehmer*innen mit der kostenlosen JW-Gründermappe.  „Als Gründungsinteressierte/r kommt man mit vielen Fragen zur Wirtschaftskammer, bekommt alle Infos zu den Themen Steuern, Finanzen, Gewerbe und Betriebsanlage. In der Gründermappe sind alle Infos kompakt gesammelt. Einem optimalen Start in die Selbstständigkeit steht somit nichts mehr im Weg“, so Ulreich abschließend.