Energiepreise im Höhenflug: Energieeffizienz als Lösungsansatz

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Durch explodierende Energiepreise und wachsendes Umweltbewusstsein rückt das Thema Energieeffizienz zunehmend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.

09.06.2022 | 2 min

Energiepreise im Höhenflug: Energieeffizienz als Lösungsansatz

Die Preise für Strom, Gas und Wärme liegen derzeit auf Rekordniveau. Steigende Energiepreise setzen Betriebe nicht nur kostentechnisch unter Druck, sondern gefährden auch ihre Wettbewerbsfähigkeit. Robert Pfarrwaller, CEO des Elektrogroßhändlers REXEL Austria, und Stjepan Jozic, Geschäftsfeldleiter Industrie bei REXEL Austria, zeigen drei wesentliche Schritte auf, wie sich Unternehmen rüsten können.

18 Standorte, 700 Mitarbeiter:innen und mehr als 16.000 Kundinnen und Kunden machen REXEL Austria zum führenden Player im heimischen Elektrogroßhandel. REXEL ist seit 1997 in Österreich vertreten und vereint die beiden Traditionsmarken Regro und Schäcke sowie die Tochtergesellschaft Comtech IT-Solutions unter seinem starken Dach. Regro bietet Produkte und Dienstleistungen für Industrie- und Facilitybetriebe, Schäcke Produkte und Dienstleistungen für das Elektrohandwerk und den Elektrofachhandel.

Das Thema Energieeffizienz ist bei REXEL Austria seit jeher ein wesentlicher Bestandteil des „Daily Business“. Kostendruck in Kombination mit wachsendem Umweltbewusstsein führt dazu, dass es zuletzt verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung rückte. Pfarrwaller und Jozic raten Unternehmen zu einem „Energieeffizienz-Fahrplan“ in drei Schritten:

Robert Pfarrwaller zeichnet seit 2014 als CEO von REXEL Austria insbesondere für die strategischen Agenden des Unternehmens verantwortlich.

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I. Größte Verbraucher identifizieren

Zuallererst sollte die eigene Energie-Infrastruktur infrage gestellt werden. Ein plakatives Beispiel war in der Vergangenheit der Austausch von Glühbirnen durch effizientere LEDs. Die Devise lautet: Alte Anlagen und Geräte jeglicher Art sind in den allermeisten Fällen wahre „Energiefresser“. Die Kennzeichnung durch Energieeffizienz-Labels sorgt hier für mehr Transparenz. Die Analyse des eigenen Energieverbrauchs mittels Energiemonitoring kann Unternehmen enormes Einsparpotential aufzeigen. REXEL kann in diesem Bereich auf eine Vielzahl an Referenzen verweisen. „Ein Paradebeispiel ist unser eigenes Logistikzentrum im oberösterreichischen Weißkirchen. Hier erreichten wir eine Stromeinsparung von 15 Prozent, was einer jährlichen CO2-Reduktion von 60 Tonnen entspricht. Wir haben gezielt Lastspitzen ausfindig gemacht und entsprechend optimiert. Optimierung bedeutet idealerweise, dass durch technologische Vernetzung der Energieverbrauch gesenkt wird, ohne dabei den laufenden Betrieb zu beeinflussen“, erläutert Pfarrwaller.  

In seinem Logistikzentrum konnte REXEL Austria durch Energiemonitoring eine Stromeinsparung von 15 Prozent erreichen, was einer jährlichen CO2-Reduktion von 60 Tonnen entspricht.

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II. Mitarbeiter:innen einbeziehen

Ein wesentlicher Hebel beim Bestreben, das eigene Unternehmen energieeffizienter zu gestalten, wird Jozic zufolge oft vernachlässigt: Die Mitarbeiter:innen. Über seine Academy ist REXEL einer der größten Ausbildner des Elektrohandwerks in Österreich und gibt seinen Kundinnen und Kunden bei Schulungen und Trainings sein Wissen im Bereich Energieeffizienz weiter. Aber auch durch die Änderung von Gewohnheiten und Verhaltensweisen kann viel erreicht werden, denn der Umgang mit elektrotechnischen Geräten am Arbeitsplatz ist wesentlich. Auf lange Sicht kann es ins Gewicht fallen, wenn der Stand-by-Modus läuft oder Geräte über das Wochenende versehentlich eingeschaltet bleiben. „Es ist wichtig, firmenintern Bewusstsein für das Thema Energiesparen zu schaffen und zu sensibilisieren. Auch ein Anreiz- bzw. Belohnungssystem kann für ein Umdenken sorgen“, ist Pfarrwaller überzeugt.

Stjepan Jozic leitet bei REXEL Austria das Geschäftsfeld Industrie, das Kundinnen und Kunden u.a. mit maßgeschneiderten Lösungen rund um das Thema Energieeffizienz bedient.

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III. Autarkes Energiesystem schaffen

CO2-freier Energieverbrauch gilt vor dem Hintergrund der Erderwärmung als erklärtes Ziel. Bei Unternehmen wird es immer wichtiger, die Abhängigkeit von fossilen Energien und somit von steigenden Preisen zu reduzieren und ein nachhaltiges Energiesystem zu schaffen – bestenfalls aus rein erneuerbaren Energien, wie Wasser- und Windkraft, Solarenergie, biogenen Energieträgern und Geothermie. Jozic beobachtet vor allem im Bereich Solarenergie einen enormen Boom. Auch bei E-Mobilitätskonzepten gäbe es starken Aufschwung. „Einige Vorreiter-Firmen bieten schon E-Flotten für ihre Mitarbeiter:innen an und erzeugen die notwendige Energie durch eine eigene Photovoltaikanlage mit Speichersystem. Die beste Energieeffizienz ist schließlich die nicht verbrauchte Energie“, so der Experte abschließend.

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