Frau Hacker, Herr Schungl, sie Beide haben einen außergewöhnlichen Karriereweg hinter sich. Frau Hacker, Managing Director Aldi / Vice President Lidl, Herr Schungl, als Gesellschafter und Geschäftsführer von Speakers Excellence Alpine in Bayern, Schweiz, Österreich und Italien. Was war Ihre ursprüngliche Vision bei der Gründung des Premium Leaders Club (PLC)?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Meine Vision war von Anfang an, einen Raum für Entscheider zu schaffen, der weit über klassisches Networking hinausgeht. Viele Führungskräfte verfügen über zahlreiche Kontakte, aber nur selten über ein Umfeld, in dem auf Augenhöhe, mit Vertrauen und echter Relevanz gesprochen wird.
Der PLC sollte deshalb bewusst als hochwertige Community entstehen: mit Haltung, mit Substanz und mit dem Anspruch, Beziehungen zu ermöglichen, die nicht nur interessant, sondern langfristig tragfähig sind. Genau darin liegt bis heute unser Kern: Qualität vor Größe, Vertrauen vor Beliebigkeit und Wirkung vor Oberfläche.
Alexander Schungl: Mich hat immer die Frage beschäftigt, warum viele Netzwerke sichtbar, aber in der Praxis oft nicht wirklich wirksam sind. Meine Vision für den PLC war deshalb eine moderne Business Community für Unternehmer, C-Level-Führungskräfte, Investoren und ausgewählte Experten, die konkrete Relevanz schafft: bessere Gespräche, bessere Zugänge, bessere Möglichkeiten.
Deshalb verbindet der PLC persönliche Begegnungen, regionale Community-Strukturen und digitale Vernetzung. Für mich ist das die zeitgemäße Form eines hochwertigen Entscheider-Netzwerks.
Was wünschen Sie sich, dass Mitglieder in fünf Jahren über ihre Entscheidung sagen, Teil des Premium Leaders Club geworden zu sein?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Ich wünsche mir, dass Mitglieder sagen: Es war eine strategisch richtige Entscheidung.
Nicht, weil sie einem Club beigetreten sind, sondern weil sie Zugang zu Menschen, Perspektiven und unternehmerischen Chancen erhalten haben, die in dieser Qualität sonst kaum entstanden wären. Wenn Mitglieder rückblickend sagen, dass sie im PLC echte Sparringspartner, neue Kooperationen und ein belastbares Umfeld für Austausch gefunden haben, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Alexander Schungl: Ich wünsche mir, dass Mitglieder sagen: Der PLC hat mir nicht nur Kontakte gebracht, sondern Zeit gespart, Qualität erhöht und neue Möglichkeiten eröffnet.
Für Entscheider ist Zeit die knappste Ressource. Ein Netzwerk muss deshalb mehr leisten als Präsenz. Es muss Relevanz liefern. Genau das ist unser Anspruch: kuratierte Verbindungen, hochwertige Formate, Sichtbarkeit mit Substanz und ein Umfeld, in dem aus Austausch konkrete Wirkung entstehen kann.
Es gibt auf europäischer Ebene zahlreiche Netzwerke für Unternehmer und Führungskräfte. Welches Defizit im bestehenden Ökosystem hat der PLC aus Ihrer Sicht geschlossen – und wo setzen Sie bewusst einen Kontrapunkt?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Das größte Defizit im Markt ist aus meiner Sicht die fehlende Verbindung aus Exzellenz, Vertrauen und echter Relevanz. Es gibt viele Plattformen mit Reichweite, aber deutlich weniger Räume mit Tiefe.
Der PLC setzt genau dort einen Kontrapunkt: Wir sind bewusst kuratiert, denken langfristig und stellen den Austausch auf Augenhöhe in den Mittelpunkt. Wachstum ist für uns nur dann sinnvoll, wenn es die Qualität der Community stärkt.
Alexander Schungl: Der Kontrapunkt liegt in der Konsequenz unseres Modells. Viele Netzwerke versprechen Zugang zu Entscheidern, bleiben aber am Ende in der Visitenkartenlogik hängen.
Der PLC ist anders aufgebaut: klare Zielgruppe, kuratierte Aufnahme, persönliche Begegnung plus digitale Plattform, regionale Nähe plus internationale Perspektive und fünf Säulen, die Netzwerk, Events, Wissen, Geschäftsmöglichkeiten und Sichtbarkeit intelligent verbinden. Das ist näher an dem, was Unternehmer und Führungskräfte heute tatsächlich brauchen.
Herr Schungl, welche unternehmerische Erfahrung oder vielleicht auch Krise in Ihrer eigenen Laufbahn hat Sie am stärksten geprägt?
Alexander Schungl: Mich hat vor allem eine unternehmerische Erkenntnis geprägt: Reichweite ist nicht automatisch Relevanz.
Ich habe in meiner Laufbahn sehr deutlich gesehen, wie groß der Unterschied zwischen vielen Kontakten und den richtigen Kontakten ist. Genau daraus ist mein Anspruch an den PLC entstanden. Ich wollte kein Netzwerk aufbauen, das vom Oberflächlichen lebt, sondern eines, das Vertrauen, Passung und Wirksamkeit ernst nimmt. Für mich war das weniger ein einzelner Moment als eine klare unternehmerische Lernkurve: Qualität schlägt Lautstärke, wenn man nachhaltig Wirkung erzielen will.

Frau Hacker, Netzwerke leben von Vertrauen. Wie schafft es der PLC, eine Atmosphäre zu etablieren, in der sich Top-Entscheider offen austauschen und auch sensible Themen diskutieren können?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Vertrauen entsteht nie zufällig. Es entsteht durch Auswahl, Haltung und Kultur. Der PLC achtet sehr bewusst darauf, wer Teil der Community wird und auf welcher Wertebasis man sich begegnet.
Wenn Menschen mit Verantwortung wissen, dass sie auf andere Persönlichkeiten mit Integrität, Führungsverantwortung und ernsthaftem Austauschwillen treffen, verändert das die Qualität der Gespräche fundamental. Hinzu kommt unsere Verbindung aus persönlicher Begegnung und geschützter digitaler Infrastruktur. Das schafft Kontinuität, Verlässlichkeit und einen professionellen Rahmen auch für sensible Themen.
Was sind die greifbaren Vorteile für Unternehmer und Führungskräfte im PLC – sowohl auf regionaler Ebene in Deutschland als auch im internationalen Kontext?
Alexander Schungl: Die Vorteile sind sehr konkret: kuratiertes C-Level-Matchmaking, hochwertige Events, Zugang zu Wissen über Masterclasses, Podcasts und Workshops, zusätzliche Sichtbarkeit über Website, App, Newsletter, Social Media und Magazin sowie eine digitale Plattform, die Networking effizient macht.
Der PLC übersetzt Networking in unternehmerischen Mehrwert: Neugeschäft, Reputation, Entscheiderwissen und Zeitgewinn.
Mag. Dr. Tanja Hacker: Regional schafft der Premium Leaders Club Nähe, Verbindlichkeit und wiederkehrende Begegnungen. International erweitert er Perspektiven, Marktverständnis und Kooperationsmöglichkeiten.
Entscheider brauchen heute beides: lokale Relevanz und überregionale Offenheit. Genau diese Verbindung macht den PLC strategisch interessant. Über Chapter, Formate und die App entsteht ein Netzwerk, das regional tragfähig und international anschlussfähig ist.
Wo entsteht, ihrer Meinung nach, der größte Mehrwert: Im Netzwerk, im Diskurs, in der strategischen Kooperation oder im Zusammenwirken aller dieser Aspekte?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Im Zusammenwirken. Ein Netzwerk ohne Tiefe bleibt oberflächlich. Ein guter Diskurs ohne Vertrauen bleibt folgenlos. Und Kooperation ohne gemeinsame Werte ist selten nachhaltig.
Der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo aus Begegnung Austausch wird, aus Austausch Vertrauen und aus Vertrauen unternehmerische Zusammenarbeit. Genau deshalb ist der PLC als integriertes System aufgebaut und nicht als lose Kontakt- oder Eventplattform.
Alexander Schungl: Ich sehe das operativer: Ein Intro allein ist nett. Wirklich relevant wird es, wenn auf dieses Intro ein gutes Gespräch folgt, daraus ein gemeinsames Verständnis entsteht und der PLC zusätzlich die passenden Formate, Personen oder Sichtbarkeitshebel liefern kann.
Genau dieses Zusammenspiel unterscheidet Business-Wirkung von klassischem Networking.
Welche Themen bewegen Ihre Mitglieder derzeit besonders – und wie greifen Sie diese in Ihren Formaten auf?
Alexander Schungl: Was viele Entscheider aktuell umtreibt, ist die Verbindung aus Geschwindigkeit und Substanz – also schneller entscheiden zu müssen, ohne an Tiefe zu verlieren.
Genau dafür sind unsere Formate gemacht: kompakt, relevant und mit Zugang zu Menschen, die aus der Praxis sprechen. Das reicht von Events und Roundtables bis zu Masterclasses, Podcasts, Workshops und Expertenzugängen.
Mag. Dr. Tanja Hacker: Unternehmer und Führungskräfte bewegt derzeit vor allem die Frage, wie man unter hoher Unsicherheit Orientierung, Qualität und Tempo zusammenbringt.
Dazu kommen Themen wie Transformationsfähigkeit, Sichtbarkeit, Fragen zu Nachfolge, Wachstum sowie neuen Geschäftsmodellen, Personalfragen, Marktveränderungen und belastbare Beziehungen in einem komplexen Umfeld.
Der PLC greift diese Themen nicht abstrakt, sondern praxisnah auf: über Executive Summits, Roundtables, Learning-Formate und den branchenübergreifenden Austausch mit Persönlichkeiten, die selbst Verantwortung tragen.

Fünf Säulen bilden die Basis des Premium Leaders Clubs – „Business Network, Premium Events, Leaders Learning, Marketplace und Media“. Was können Sie unseren Lesern konkret über diese Angebote berichten und gibt es vielleicht, aufgrund von Mitglieder-Feedback, speziell gefragte und wirkungsvolle Formate?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Die fünf Säulen sind die strukturelle Stärke des PLC. Das Business Network schafft Zugang zu einer kuratierten Community und relevanten Verbindungen.
Premium Events schaffen persönliche Begegnung und Gesprächsqualität. Leaders Learning steht für kontinuierlichen Wissenstransfer und Weiterentwicklung. Der Marketplace eröffnet exklusive Vorteile und Geschäftsmöglichkeiten. Und die Media-Säule stärkt Sichtbarkeit, Positionierung und Reichweite. Gerade dieses Zusammenspiel macht den PLC für Entscheider interessant, weil es verschiedene Mehrwerte nicht isoliert, sondern systemisch denkt.
Alexander Schungl: Besonders gefragt sind Formate, die Nähe, Relevanz und Effizienz verbinden: Executive Summits, Roundtables, hochwertige Networking-Formate, Masterclasses, Podcasts und Workshops.
Sehr wirksam ist auch das kuratierte Matchmaking, weil es Zeit spart und die Passung erhöht. Und auf der Sichtbarkeitsseite merken viele Mitglieder schnell, wie wertvoll die Verbindung aus App, Website, LinkedIn, Newsletter und Magazin sein kann.
Welche neuen Formate oder Initiativen planen Sie, um den Mehrwert für Ihre Mitglieder weiter zu vertiefen?
Alexander Schungl: Wir denken Mehrwert systemisch. Das heißt: nicht einfach mehr Formate, sondern relevantere Formate. Ausbau der digitalen Plattform, noch gezielteres Matchmaking, stärkere Verzahnung von Sichtbarkeit und Business-Nutzen sowie zusätzliche Möglichkeiten, Mitglieder regional und international effizienter zu verbinden.
Der PLC soll für Entscheider kein zusätzlicher Termin sein, sondern ein echter Business-Beschleuniger.
Mag. Dr. Tanja Hacker: Unser Fokus liegt darauf, bestehende Mehrwerte weiter zu schärfen und intelligenter miteinander zu verzahnen.
Mich interessieren vor allem Formate, die nicht nur inspirieren, sondern den Transfer in die Praxis erleichtern: kleinere kuratierte Gesprächsformate, thematische Vertiefungen, hochwertige regionale und internationale Begegnungen sowie Formate, die wirtschaftliche, gesellschaftliche und führungsbezogene Perspektiven sinnvoll zusammenbringen.
Frau Hacker, in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten suchen Führungskräfte Orientierung. Welche Rolle kann der Premium Leaders Club gerade jetzt für österreichische Unternehmen spielen?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen Unternehmen nicht mehr Lärm, sondern bessere Orientierung.
Für österreichische Unternehmen kann der PLC ein hochrelevanter Resonanzraum sein: für Austausch auf Augenhöhe, für neue Perspektiven jenseits der eigenen Branche, für strategische Kontakte und für Sichtbarkeit in einem Umfeld, das Qualität ernst nimmt.
Gleichzeitig profitieren österreichische Unternehmen von der regionalen Verankerung und von der internationalen Öffnung innerhalb der PLC-Strukturen. Das ist besonders wertvoll, wenn Marktveränderungen grenzüberschreitend gedacht werden müssen.

Herr Schungl, viele Unternehmerinnen und Unternehmer sind bereits sehr gut vernetzt. Was würde Skeptiker dennoch überraschen und letztendlich davon überzeugen, dem Premium Leaders Club beizutreten?
Alexander Schungl: Vermutlich, wie klar der Unterschied zwischen „gut vernetzt“ und „relevant vernetzt“ in der Praxis spürbar wird.
Viele Unternehmer verfügen bereits über Sichtbarkeit und zahlreiche Kontakte. Was sie oft überrascht, ist die Qualität der Gespräche, die Passung der Zugänge und die Geschwindigkeit, mit der aus dem richtigen Umfeld konkrete Chancen entstehen können.
Der PLC ist nicht für jeden gemacht – und genau das ist seine Stärke. Wer Substanz, Vertrauen und echte Business-Relevanz sucht, erkennt meist sehr schnell, dass kuratierte Qualität wirksamer ist als bloße Reichweite.
Welche Entwicklung oder Veränderung im PLC erfüllt Sie persönlich besonders mit Stolz?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Mich erfüllt besonders, dass der PLC mit seinem Wachstum seine Identität nicht verloren hat. Wachstum ist nur dann wertvoll, wenn Werte, Haltung und Qualitätsanspruch mitwachsen. Dass sich der PLC als hochwertige Community für Entscheider weiterentwickelt hat und Vertrauen, Integrität und Austausch auf Augenhöhe dennoch tragende Prinzipien geblieben sind, ist für mich ein starkes Signal.
Alexander Schungl: Mich macht besonders stolz, dass aus einer Idee inzwischen ein belastbares System geworden ist: mit klarer Positionierung, regionalen und internationalen Strukturen, digitaler Plattform, relevanten Formaten und einer Community, die echten Austausch ermöglicht. Dass der PLC heute über Ländergrenzen hinweg sichtbar ist und verschiedene Mehrwerte in einem Modell zusammenführt, zeigt, dass der Markt genau diese Form von hochwertiger Entscheider-Community braucht.
Bitte vervollständigen Sie jeweils spontan den Satz: Führung bedeutet für mich heute vor allem …
Alexander Schungl: … Klarheit zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und die richtigen Menschen so zusammenzubringen, dass daraus echte Wirkung entsteht.
Diese Schlusslinien passen zur PLC-Mission „Leadership & Empowerment“ und zum im Handbuch beschriebenen Führungsverständnis des Netzwerks.
Mag. Dr. Tanja Hacker: … Orientierung zu geben, ohne Komplexität künstlich zu vereinfachen – und Menschen in die Lage zu versetzen, Verantwortung wirksam zu übernehmen.
Wir möchten sie Beide gerne auch als Privatperson etwas näher kennenlernen, abschließend daher noch ein paar persönlichen Fragen:
Gibt es eine Anekdote – die Sie teilen können und wollen – über eine Persönlichkeit oder Ereignis in der beruflichen Vergangenheit, die Ihnen speziell in Erinnerung geblieben ist?
Alexander Schungl: Ja, solche Momente gibt es tatsächlich immer wieder – und genau diese Augenblicke zeigen mir, wie stark echte Sichtbarkeit und persönliche Begegnung zusammenwirken.
Besonders in Erinnerung bleiben mir Situationen, in denen ich irgendwo ganz außerhalb des klassischen Business-Kontexts auf Menschen treffe, die mich plötzlich ansprechen und sagen: „Ich kenne Sie von LinkedIn.“ Einmal war das sogar oben auf der Zugspitze, nach einer Wanderung, am Gipfel. Aus einem kurzen Gespräch wurde später ein belastbarer Kontakt – und am Ende sogar eine PLC-Mitgliedschaft. Solche Erlebnisse zeigen mir immer wieder: Relevante Netzwerke entstehen nicht nur in Konferenzräumen, sondern oft genau dort, wo man mit ihnen am wenigsten rechnet.
Mag. Dr. Tanja Hacker: Mich beeindrucken bis heute vor allem Begegnungen mit Persönlichkeiten, die trotz großer Verantwortung ihre Bodenhaftung nie verloren haben. Gerade im Top-Management zeigt sich sehr schnell, dass wahre Größe nicht in Lautstärke liegt, sondern in Klarheit, Haltung und Respekt. Solche Begegnungen bleiben mir mehr in Erinnerung als jeder große Titel.

Mit welcher Person, aus der Gegenwart oder Vergangenheit, würden Sie gerne einen Tag verbringen und wie würde sich dieser Tag gestalten?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Ich würde gerne einen Tag mit einer Persönlichkeit verbringen, die wirtschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Mich interessiert, wie Menschen denken, die nicht nur führen, sondern langfristig Wirkung erzeugen.
Der ideale Tag wäre für mich eine Mischung aus intensivem Gespräch, konkreten Entscheidungssituationen und offenem Austausch über Führung, Wandel und Verantwortung. Inspirierend sind für mich Personen, die Firmen von null aufgebaut haben.
Alexander Schungl: Mich faszinieren Persönlichkeiten, die aus dem Nichts etwas Großes aufgebaut haben – auch gegen Widerstände, Zweifel und Ablehnung.
Menschen wie Jeff Bezos oder der leider verstorbene Dietrich Mateschitz beeindrucken mich, weil sie nicht darauf gewartet haben, dass ihnen jemand den Weg freimacht. Sie hatten eine Vision, haben Widerstände ausgehalten und ihren eigenen Weg konsequent verfolgt. Ein Tag mit so einer Persönlichkeit wäre für mich kein reines Inspirationsprogramm, sondern vor allem eine Chance, ihr Denken zu verstehen: Wie treffen solche Menschen Entscheidungen? Wie gehen sie mit Rückschlägen um? Und wie bewahrt man sich auf dem Weg nach oben die innere Unabhängigkeit?
Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?
Alexander Schungl: Am meisten begeistert mich der Entwicklungsprozess. Den PLC weiterzuentwickeln, Feedback von Kunden und Mitgliedern aufzunehmen, Dinge zu hinterfragen, neue Ideen zu testen, manches auch bewusst wieder zu verwerfen und dadurch immer besser zu werden – genau das macht für mich Unternehmertum aus. Ich mag diesen permanenten Prozess aus Zuhören, Entscheiden, Nachschärfen und Neudenken. Denn genau dort entsteht am Ende echte Qualität.
Mag. Dr. Tanja Hacker: Mich begeistert, Potenziale zu erkennen, relevante Menschen zusammenzubringen und Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Besonders erfüllend ist für mich der Moment, in dem aus einer starken Idee oder einer klugen Verbindung tatsächliche Wirkung entsteht.
Gibt es etwas, das Sie schon immer ausprobieren wollten, sich bisher aber nicht getraut haben?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Mich reizen vor allem Dinge, die außerhalb der eigenen Komfortzone liegen, weil genau dort Entwicklung entsteht. Ich glaube, es geht weniger um fehlenden Mut als um den richtigen Zeitpunkt. Ich probiere öfter etwas aus, aber mir fehlt oft die Zeit dafür. Die größte Herausforderung war für mich sicherlich die Selbstständigkeit.
Alexander Schungl: Mich hat nie besonders gereizt, auf vorgezeichneten Wegen zu gehen. Spannend finde ich vielmehr, eigene Erfahrungen zu machen – im Positiven wie im Negativen. Ich glaube daran, selbst Spuren zu hinterlassen, statt nur in den Fußstapfen anderer zu laufen. Natürlich gehört dazu auch das Risiko, dass nicht alles funktioniert.
Aber genau das ist für mich Teil von Wachstum: Dinge selbst zu erleben, selbst zu bewerten und daraus den eigenen Weg zu formen.
Worüber haben Sie zuletzt gelacht?
Mag. Dr. Tanja Hacker: Über einen Moment, in dem ein sehr ernsthaftes Business-Gespräch plötzlich eine unerwartet menschliche und humorvolle Wendung genommen hat. Ich mag solche Situationen, weil sie zeigen, dass auch auf höchstem Niveau Leichtigkeit ihren Platz haben darf.
Alexander Schungl: Zuletzt über meine Kinder, die im Teenageralter sind. Sie wollen unbedingt einmal ein Praktikum in der Firma machen, weil sie natürlich vor allem das sehen, was nach außen attraktiv wirkt: Events, gutes Essen, spannende Menschen, besondere Orte. In ihrer Vorstellung besteht mein Beruf genau daraus.
Ich musste dann schmunzelnd erklären, dass mein Alltag in Wahrheit auch aus Buchhaltung, Controlling, Mitarbeitergesprächen, Problemlösungen und vielen operativen Themen besteht. Das war ein sehr ehrlicher und gleichzeitig sehr unterhaltsamer Familienmoment.
Frau Hacker, Herr Schungl, wir wünschen Ihnen viel Erfolg, Glück sowie Gesundheit für die Zukunft und herzlichen Dank für das Interview.
Mag. Dr. Tanja Hacker und Alexander Schungl: Danke Ihnen.
Nähere Informationen zum Premium Leaders Club (PLC) finden Sie hier.
