Hubert Wetschnig: Die Energiewende muss gebaut werden

Eine sichere Energieversorgung ist eine wesentliche Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung.
© Philipp Horak
Hubert Wetschnig: Die Energiewende muss gebaut werden
Hubert Wetschnig, CEO der HABAU GROUP

Teilen:

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp

Zusätzliche Erzeugungskapazitäten werden allein nicht ausreichen. Entscheidend ist, ob die Energie auch dort verfügbar ist, wo sie gebraucht wird. Dafür braucht es leistungsfähige Netze, Leitungen, Speicher und Anschlüsse.

Die Energiewende ist daher nicht nur eine Frage der Energieerzeugung. Sie ist vor allem eine Infrastruktur- und damit auch eine Bauaufgabe.

Für Unternehmen wird die Verfügbarkeit von Energie zunehmend zum Standortfaktor. Investiert wird dort, wo ausreichend Energie verlässlich verfügbar ist und Netzanschlüsse planbar umgesetzt werden können. Denn eine leistungsfähige Energieinfrastruktur sichert nicht nur unsere Versorgung, sondern auch Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum.

Mehr Tempo bei Planung und Genehmigung

Die entscheidende Frage ist schon lange nicht mehr nur, ob die technischen Lösungen und das notwendige Kapital vorhanden sind. Genauso wichtig ist, wie schnell Infrastrukturprojekte tatsächlich umgesetzt werden können.

Lange Verfahren, komplexe Abstimmungen und fehlende Planungssicherheit bremsen den Ausbau. Aber gerade bei Energieinfrastruktur können wir uns solche Verzögerungen auf Dauer nicht leisten. Was in den kommenden Jahren benötigt wird, muss heute geplant, genehmigt und auf den Weg gebracht werden.

Hubert Wetschnig Die Energiewende muss gebaut werden
© smarterpix / Petkov

Dafür braucht es klare Entscheidungen, verlässliche Rahmenbedingungen und realistische Zeitpläne. Denn Investitionen benötigen Planungssicherheit, sowohl auf Seiten der Energieversorger als auch bei Industrie, Wirtschaft und Bauunternehmen.

Bauwirtschaft ist Teil der Lösung

Über die Energiewende wird häufig aus technologischer und politischer Perspektive diskutiert. Letztendlich muss sie jedoch physisch umgesetzt werden: vom Leitungs- und Tiefbau über den Anlagenbau bis hin zur Infrastruktur für Speicher und Energieversorgung.

Die Bauwirtschaft verfügt über das Know-how und die Erfahrung, um diese Transformation umzusetzen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Projekte rechtzeitig vorangetrieben und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine verlässliche Umsetzung ermöglichen.

Für mich ist klar: Die Energiewende hängt nicht nur vom Ausbau erneuerbarer Energien ab, sondern auch davon, ob unsere Infrastruktur Schritt hält.

Wer heute den Ausbau der Energieinfrastruktur beschleunigt, investiert deshalb nicht nur in Versorgungssicherheit. Er investiert in die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Zukunft Österreichs und Europas.

Autor: Hubert Wetschnig

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Melden Sie sich hier an

Sie sind noch nicht registriert?