Wie der Zeitpunkt der Mahlzeiten die psychische Gesundheit beeinflussen kann

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28.04.2022 | 2 min

Wie der Zeitpunkt der Mahlzeiten die psychische Gesundheit beeinflussen kann

Erkenntnissen der Chronobiologie wird weltweit immer mehr Beachtung geschenkt.

Häufig wird noch immer unterschätzt, welch großen Einfluss einfachste tägliche Entscheidungen auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. Es ist höchste Zeit anzuerkennen, dass wir mehr Macht über unsere Gesundheit haben, als uns bis dato bewusst war bzw. als wir anerkennen wollten.

Lebensstilentscheidungen

Einfache Lebensstilentscheidungen können einen echten Unterschied machen. So deuten etwa neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme sowohl psychische Gesundheit als auch Stimmung beeinflussen. Wer sich selbst also etwas Gutes tun und sich rundum fit fühlen möchte, sollte neben der Auswahl seiner Lebensmittel auch auf den Zeitpunkt der Mahlzeiten achten.

Dieser 24-Stunden-Zyklus reguliert unzählige Körperprozesse, einschließlich der komplexen chemischen Vorgänge, die an der Verdauung beteiligt sind.

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Der circadiane Rhythmus

Laut einer Studie, die in der von Experten begutachteten Open-Access-Zeitschrift „Nutrients“ veröffentlicht wurde, sind unregelmäßiges Essenszeiten mit einem höheren Risiko für Neurotizismus, Schlafstörungen, Depressionen und Schwierigkeiten bei der Stressbewältigung verbunden. Eine im „American Journal of Public Health“ veröffentlichte Studie kam zu einem ähnlichen Ergebnis, nämlich dass Schichtarbeiter, also eine Gruppe, die häufig unregelmäßig isst, häufiger an Depressionen, Angstzuständen und anderen psychischen Problemen leiden. Umgekehrt wurde festgestellt, dass unregelmäßige Essenszeiten Merkmal einer Reihe von psychischen Störungen sind.

Zurückgeführt werden diese Beeinträchtigungen auf eine Störung des sogenannten „circadianen Rhythmus“. Dieser 24-Stunden-Zyklus reguliert unzählige Körperprozesse, einschließlich der komplexen chemischen Vorgänge, die an der Verdauung beteiligt sind. Verbunden ist der Circadiane Rhythmus auch mit dem Tag-Nacht-Zyklus, in dessen Einklang sich alles Leben auf der Erde entwickelt hat.

Komplexe Prozesse

Ein Teil der Auswirkungen unregelmäßiger Essenszeiten auf die psychische Gesundheit mag in der Störung der zeitlichen Abläufe von Verdauungsprozessen liegen. Grund dafür ist, dass diese Prozesse die Wirkung einer Vielzahl von Verdauungshormonen beinhalten, die wiederum Neurotransmitter wie Dopamin beeinflussen, und die Stimmung und das Energieniveau beeinflussen.

Serotonin, ein weiterer Neurotransmitter, der Effekte auf die Psyche hat, wird hauptsächlich (etwa 95%) im Magen-Darm-Trakt produziert. Regelmäßige Mahlzeiten helfen dabei, diese komplexen Abläufe und damit auch Stimmung und psychische Gesundheit im Gleichgewicht zu halten.

Intermittierende Fastenpläne bedeuten im Grunde, dass die Kalorienaufnahme auf bestimmte Stunden des Tages beschränkt bleibt.

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Essen im Einklang mit dem Körper

Essen zu regelmäßigen Zeiten, vorzugsweise während des Tages, um Aktivitäten anzukurbeln, kann leicht zu intermittierendem Fasten übergehen. Sowohl in Tierversuchen als auch bei Tests am Menschen hat sich gezeigt, dass intermittierendes Fasten Depressionen und Angstsymptome reduziert. Intermittierende Fastenpläne bedeuten im Grunde, dass die Kalorienaufnahme auf bestimmte Stunden des Tages beschränkt bleibt. Abgesehen von den Vorteilen für die psychische Gesundheit bietet intermittierendes Fasten eine breite Palette gesundheitlicher Vorteile, darunter effizienteres Gewichtsmanagement, eine erhöhte Fettverbrennung, verbesserte Blutzuckerwerte und eine bessere Gesundheit von Herz und Gehirn.

Fazit

Dass Vollwertkost mit echten Nähr- und Ballaststoffen stark verarbeiteten Lebensmitteln und Fertiggerichten vorzuziehen ist, ist inzwischen allgemein bekannt. Zu viel Salz in der Ernährung kann den circadianen Rhythmus ebenfalls beeinträchtigen.

Konsistenz ist der Schlüssel, wenn es um das Timing der Mahlzeiten geht. Legen Sie einen Zeitplan fest und halten Sie sich daran. Lassen Sie niemals das Frühstück aus. Nehmen Sie es mit, wenn es sein muss. Versuchen Sie, den Großteil Ihrer Kalorien tagsüber zu sich zu nehmen, und vermeiden Sie schwere, kohlenhydratreiche Abendessen.

Autorin: Christa Teuschl, Chefredakteurin Top-Leader