VAV Wohnbarometer 2022: E-Autos für private Käufer kaum relevant VAV Versicherung

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Sven Rabe, Vorsitzender des Vorstandes der VAV Versicherung

25.02.2022 | 1 min

VAV Wohnbarometer 2022: E-Autos für private Käufer kaum relevant

Die jüngste Erhebung zum Wohnbarometer der VAV zeigt deutlich nach wie vor existierende Barrieren für einen Umstieg auf E-Autos.

58% der befragten in Österreich lebenden Autobesitzer schrecken hohe Anschaffungs- und Betriebskosten ab. 51% nennen eine mangelnde flächendeckende Ladeinfrastruktur als hauptsächliches Hindernis, 43% das Fehlen einer zuverlässigen Lademöglichkeit am Wohnort und 28% begründen die Ablehnung mit nicht vorhandenen Lademöglichkeiten am Dienstort. Immerhin 37% hält eine grundsätzliche Vorliebe für konventionelle Antriebe vom Umdenken ab.

Sven Rabe, Vorstandsvorsitzender der VAV Versicherung: „Mit gutem Grund ist die überwiegende Mehrzahl der in Österreich zugelassenen E-Autos Firmenwagen. Um die Elektromobilität auch für Private attraktiv zu machen, fehlt es an Infrastruktur und Kostentransparenz. Hier liegen noch enorme Herausforderungen für ein Gelingen der Mobilitätswende.“

Besonders kostenempfindlich zeigen sich die Einwohner von Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern. Hier werden mit 71% überproportional häufig hohe Kosten ins Treffen geführt. Gleichzeitig ist in größeren Städten die Vorliebe für konventionelle Antriebe mit 26% am schwächsten ausgeprägt. Für Menschen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen (64%), Frauen und Pensionisten (jeweils 61%) sind die Kosten der Elektromobilität ebenfalls ein gewichtiges Argument. Männer führen mit 46% die mangelnde Ladeinfrastruktur wesentlich häufiger ins Treffen als Frauen, die diese lediglich zu 39% als wichtigstes Motiv nennen. Mit 43% bevorzugen auch deutlich mehr Männer als Frauen (31%) einen konventionellen Antrieb.

E-Autos für Private kaum interessant

Für private Käufer ist das E-Auto nach wie vor kein großes Thema. Gefragt nach unmittelbar bevorstehenden Anschaffungen, gaben lediglich drei% an, sich für elektrisches KFZ entscheiden zu wollen. Das Umfrageergebnis des Vorjahres lag gleichfalls bei drei% Eigenheimbesitzer planen vier Mal häufiger die Anschaffung eines E-Autos als Mieter. Dieser Abstand hat sich im Jahresverlauf vergrößert. Im Vorjahr lag der Faktor noch bei 2,5. Rabe: „Dieser Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass Eigenheimbesitzer leichter zu einer eigenen und damit zuverlässigen Ladestation kommen.“

E-Bikes bleiben beliebt

Die Anschaffung eines E-Bikes planen etwas weniger Menschen als im Vorjahr. Zwei nach drei% wollen unbedingt kaufen, 12 nach 14% werden eventuell elektrisch auf 2 Rädern unterwegs sein.

Das Wohnbarometer der VAV

Für die Studie wurden vom österreichischen Gallup Institut 1.000 Probanden in ganz Österreich befragt. Befragungszeitraum war der Dezember 2021. Ergebnisse sind über die Internetdomain www.wohnbarometer.vav.at abrufbar.