Optimierungspotenzial bei der Verbreitung von Unternehmensinhalten

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Clemens Koob, Studienleiter und Chief Scientist bei Scion.

21.03.2023 | 2 min

Optimierungspotenzial bei der Verbreitung von Unternehmensinhalten

Die Studie von cmf zeigt, wie digitale Inhaltsangebote der Unternehmen von User:innen gesehen werden.

Dass Unternehmen online nicht nur Werbung und Unternehmensinformationen, sondern auch informierende oder unterhaltende Inhalte veröffentlichen, ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Digitalmagazine, „Content“ auf Unternehmenswebsites und Blogs sind allgegenwärtig und ein Großteil der Content Marketing Etats fließt in ebendiese Medien.

Das Content Marketing Forum (cmf) hat in seiner neuen Studie „Experiences & Effects. Digital Corporate Content“ gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Scion untersucht, ob, in welchem Maß und vor allem mit welchen Nutzungserfahrungen und Effekten diese Inhalte von den Konsument:innen rezipiert werden.

Generelle hohe Nutzungsrate

Die Nutzungszahlen des digitalen Unternehmenscontents sprechen eine klare Sprache: 93 Pro-zent der befragten Konsument:innen im deutschsprachigen Raum nutzen ihn, in der Schweiz sind es sogar über 98 Prozent. Die hohe Nutzungsrate zieht sich durch alle soziodemografischen Gruppen hindurch: von jung bis alt, von niedriger bis hoher formaler Bildung und über die Geschlechter hinweg.

Optimierungspotenzial bei der Verbreitung von Unternehmensinhalten

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„Digitale Unternehmensinhalte zu konsumieren ist für fast alle eine Selbstverständlichkeit. Besonders intensiv wird der Content von Jüngeren und Frauen genutzt. Die wiederkehrende Nutzung steigt mit der Modernität im Lebensstil und dem Ausstattungsniveau der Befragten“, kommentiert Studienleiter Clemens Koob von Scion.

„Wir freuen uns natürlich sehr über die breite Akzeptanz digitaler Unternehmensinhalte. Dennoch war es uns wichtig, tiefer in die Sichtweise der Empfänger:innen bezüglich der Art und Aufbereitung des Contents einzutauchen. Die Studie hat einige überraschende Erkenntnisse zutage gefördert, die Raum für Optimierungen bieten“; betont Olaf Wolff, Vorsitzender des Content Marketing Forums.

Optimierungspotenzial bei der Verbreitung von Unternehmensinhalten

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Fakten zur Nutzer:innenerfahrung:

  • Informationswert und Nützlichkeit sind die wichtigsten Gründe, digitalen Unternehmens Content zu rezipieren; gleichzeitig werden aber die Informationstiefe und Einzig-artigkeit des Contents eher verhalten bewertet.
  • Mehr als die Hälfte der User:innen nutzt vor allem das Smartphone, alle anderen „Devices“ spielen eine untergeordnete Rolle.
  • Die am häufigsten genannten Absprunggründe sind uninteressante Inhalte und eine schlechte Navigation.
  • Nur der Hälfte der User:innen fällt es leicht, die Unternehmensinhalte zu finden, die sie interessieren
  • Google ist der wichtigste Anlaufpunkt für die Auffindbarkeit der Inhalte, es gibt daneben aber eine Reihe weiterer relevanter Quellen, wie die Unternehmenswebsite, Newsletter, Hinweise in Medien oder Empfehlungen.
  • Das audiovisuelle Erlebnis ist für über 70 Prozent der User:innen ein Vergnügen – das Technische aber nur für weniger als die Hälfte.

Fakten zu den Effekten von Inhalten:

  • User:innen entwickeln ein hohes kognitives Media-Engagement bei der Rezeption digitaler Unternehmensinhalte, die Information wird bewusst aufgenommen und verarbeitet.
  • Das emotionale Engagement fällt deutlich geringer aus.
  • Das verhaltensbezogene Engagement ist wieder signifikant: Mehr als die Hälfte der User:innen ist bereit, sich bei Kaufentscheidungen von Informationen aus digitalen Unternehmensmedien leiten zu lassen.
  • Knapp 80 Prozent der User:innen haben aufgrund der Nutzung schon einmal Produkte oder Dienstleistungen des jeweiligen Unternehmens gekauft.

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Geschrieben von:

Content Marketing Forum