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Österreicher:innen blicken weitgehend optimistisch in die Zukunft

© Lukas LORENZ/Generali

Gregor Pilgram, Vorsitzender des Vorstandes – Chief Executive Officer (CEO) bei Generali.

25.03.2023 | 4 min

Österreicher:innen blicken weitgehend optimistisch in die Zukunft

DACH-Region zeigt Zufriedenheit, allerdings wird die gesellschaftliche Entwicklung kritisch betrachtet.

Die erste Generali Zukunftsstudie in der DACH-Region liefert spannende Ergebnisse zur aktuellen Lebenssituation, den Sorgen und den Zukunftsaussichten der Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Drei Viertel der Befragten sind demnach mit ihrer aktuellen Lebenssituation zufrieden. 65 % blicken mit Zuversicht auf die kommenden fünf bis zehn Jahre. Das gesellschaftliche Leben wird in Zukunft hingegen weniger positiv gesehen. Der Krieg und die Teuerung beunruhigen am meisten. Nachhaltigkeit und Selbstfürsorge gelten als große Zukunftsthemen.

Österreicher:innen blicken weitgehend optimistisch in die Zukunft

© Generali

Zuversicht bei persönlicher Lebenssituation

Dreiviertel der Befragten (74 %) sind mit ihrer aktuellen Lebenssituation zufrieden. Die Zustimmung bei Verheirateten (81 %) und Männern (76 %) ist dabei höher als bei Singles (66 %) und Frauen (72 %). Unterschiede gibt es auch innerhalb der DACH-Region:

Zufriedenheit liegt in Österreich (77 %) und der Schweiz (76 %) signifikant über jener in Deutschland (69 %). In die Zukunft blicken 65 % der Menschen zuversichtlich – hier sind die Schweizer:innen (72 %) deutlich optimistischer als die Österreicher:innen (62 %) und die Deutschen (61 %). Es ist vor allem die jüngste Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen, die mit 79 % signifikant hoffnungsvoller ist als alle anderen Altersgruppen – so liegt dieser Wert der 60- bis 69-Jährigen nur bei 45 %. Wenn es um die persönliche Zukunft geht, sind 35 % der Befragten wenig bis gar nicht zuversichtlich.

Im Rahmen der Studie wurde auch hinterfragt, was optimistisch stimmt, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Zuversicht wird dabei in erster Linie aus dem Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten (85 %) geschöpft, gefolgt von der Familie (84 %) und dem Umfeld wie Freunde und Bekannte (81 %).

Die weiteren Plätze 4 und 5 belegen der Arbeitsplatz bzw. die beruflichen Qualifikationen (67 %) und die finanzielle Absicherung (57 %). Interessant ist hier die Betrachtung nach dem Geschlecht: Beim Selbstvertrauen, der Ausbildung und der finanziellen Sicherheit, sind die Werte der männlichen Befragten deutlich über jenen der Frauen.

Kritik an der Entwicklung des künftigen gesellschaftlichen Lebens

Die Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens sieht die Mehrheit (56 %) der Menschen in der DACH-Region in den nächsten fünf bis zehn Jahren negativ. Dieses Ergebnis ist vor allem auf die Sichtweise der Österreicher:innen (63 %) und Deutschen (60 %) zurückzuführen. 55 % der Schweizer:innen sehen eine positive gesellschaftliche Entwicklung. Diesen Optimismus teilen auch die jungen Befragten unter 30 Jahren mit 57 %, während alle anderen Altersgruppen eine deutlich negativere Einstellung haben.

Österreicher:innen blicken weitgehend optimistisch in die Zukunft

© Generali

Der wichtigste Faktor für eine zufriedene Zukunft ist die eigene Gesundheit: Eine gute körperliche Verfassung steht an erster Stelle mit 60 % vor einer guten mentalen Gesundheit mit 40 % – die vor allem für Frauen große Bedeutung hat. Auf den Plätzen 3 und 4 folgen mit je 32 % eine intakte Umwelt und ein stabiler Staat. Auch hier zeigen sich erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Ländern: Während die Bedeutung der mentalen Gesundheit in der Schweiz mit 46 % deutlich höher liegt als in Österreich (38 %) und in Deutschland (35 %), ist den Österreicher:innen ein stabiler, sicherer Staat mit 37 % wichtiger als den Deutschen mit 32 % und den Schweizer:innen mit 26 %.

Österreicher:innen blicken weitgehend optimistisch in die Zukunft

© Generali

Krieg und Teuerung

Die größten Zukunftssorgen der Menschen in der DACH-Region sind Krieg (63 %), Teuerung (62,5 %), Inflation bzw. Geldentwertung (54 %), Klimawandel (46 %) und Steigerung der Energiekosten (45 %), wobei die Reihung in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausfällt.

Größte Sorgen in Deutschland Größte Sorgen in Österreich Größte Sorgen in der Schweiz 
66 % Krieg 69 % Teuerung 59 % Krieg 
61 % Inflation 65 % Krieg 58 % Teuerung 
61 % Teuerung 61 % Inflation 48 % Klimawandel 
48 % Steigerung der Energiekosten 55 % Korruption 42 % Umweltverschmutzung 
44 % Klimawandel 53 % Steigerung der Energiekosten 39 % Inflation

Privates Umfeld als Glücksbringer

Die größte Kraft schöpfen die Menschen aus ihrem privaten Umfeld, allen voran aus der Familie (69 %) und aus Freundschaften (51 %). Weitere Glücksbringer sind Natur (44 %), Gesundheit (41 %), Reisen (35 %), Haustiere (32 %) und Bewegung bzw. Sport (31 %). Frauen schätzen dabei die sozialen Aspekte wie Familie und Freundschaften stärker als Männer. Freizeitaktivitäten (Musik, Kultur, etc.) sind für die unter 30-Jährigen wichtiger als für andere Altersgruppen.

Wenn es darum geht, was den Befragten zuletzt persönlich wichtiger geworden ist, werden die Bereiche Gesundheit (57 %), Sicherheit/Frieden (50 %), finanzielle Absicherung (41 %), Lebensqualität bzw. Work-Life-Balance (40 %), Umwelt- und Klimaschutz (37 %) sowie Nachhaltigkeit (35 %) genannt. Hier gibt es deutliche Abweichungen zur jüngsten Altersgruppe: Dieser sind soziale Kontakte, Bewegung/Sport, Hobbys/Freizeitaktivitäten, Gleichberechtigung/Toleranz sowie Bildung im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen wichtiger geworden.

Sparpotentiale und Nachhaltigkeit

Nach dem starken Anstieg der Lebenserhaltungskosten wurde auch nach den bereits getätigten und vorstellbaren Sparpotentialen gefragt. Die Top-3-Maßnahmen für die Menschen in der DACH-Region sind: Strom sparen (54 %), Heizkosten senken (46 %) und günstigere Lebensmittel einkaufen (43 %).

Österreicher:innen blicken weitgehend optimistisch in die Zukunft

© PantherMedia / Jiri Hera

Frauen und Personen zwischen 50 und 75 Jahren wollen sich durchwegs stärker einschränken als Männer und die jüngere Generation. Auch in Deutschland und in Österreich wird mehr gespart als in der Schweiz. Energie- und Wassersparen ist vor allem bei den 60- bis 75-Jährigen ein großes Thema. In Deutschland ist das Wassersparen wesentlich wichtiger als in Österreich und der Schweiz.

Fragt man genauer nach, wo weiteres Einsparungspotential besteht, so werden am häufigsten genannt: Dinge verkaufen, die man nicht benötigt (22 %), genereller Konsumverzicht (17 %), größere Anschaffungen auf bessere Zeiten verschieben (17 %), mehr Dinge selbst machen (16 %), und günstiger verreisen (16 %).

Mit Blick auf die Zukunft schätzen die Befragten die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit als immer wichtiger ein (68 %), gefolgt von Selbstfürsorge (61 %), Achtsamkeit für sich selbst und seine Umwelt (58 %), Reduktion auf das Wesentliche (57 %) und Konzentration auf das Hier und Jetzt (55 %). Solidarität im regionalen Umfeld, Individualität und (Mit-)Menschlichkeit ist für die unter 30-Jährigen ein signifikant größeres Thema als für ältere Menschen.

https://www.generali.at