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Arbeitszeitmodell: Ist eine 32-Stunden-Woche realistisch oder eine Utopie?

© Rafaela Pröll

Sandra Bascha, Leitung Kommunikation NEW WORK SE Österreich und New Work Expertin.

Arbeitszeitmodell: Ist eine 32-Stunden-Woche realistisch oder eine Utopie?

Für die einen längst überfällig und notwendig, betrachten sie andere als realitätsfremd und nicht umsetzbar.

Eine Arbeitszeitverkürzung auf eine 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ist Thema vieler Diskussionen. XING, das führende Jobs-Netzwerk und eine Marke der New Work SE, wollte nun von den Österreicherinnen und Österreichern die Haltung und Einstellung zum viel diskutierten Arbeitszeitmodell erfahren.

4-Tage-Woche

Eines der signifikanten Ergebnisse der Umfrage: rund 65 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind der Meinung, dass die 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich kein Muss ist, dass aber eine 4-Tage-Woche wünschenswert wäre.

Ein differenzierter Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass die Zustimmung zur Vier-Tage-Woche in allen Altersgruppen recht homogen, aber in den Bundesländern Niederösterreich und Burgenland – traditionelle Pendlerbundesländer – höher als in anderen Bundesländern ist.

Positionen zur 32-Stunden-Woche

Im Rahmen der Umfrage wurden eine Reihe von Positionen zur 32-Stunden-Woche abgefragt: mehr als die Hälfte (53%) der Befragten in Österreich hält sie für einen wichtigen Trend am Arbeitsmarkt, rund zwei Drittel (65%) sind der Meinung, dass durch das Arbeitszeitmodell der 32-Stunden-Woche die Attraktivität von Unternehmen gesteigert werden könnte und diese dadurch mehr Bewerbungen erhalten würden.

© PantherMedia / VitalikRadko

Die „Gefahr“ von mehr Überstunden durch die 32-Stunden-Woche sehen lediglich 52 Prozent der Befragten, aber beinahe sechzig Prozent (57%) sind der Meinung, dass sie zu mehr Produktivität und Leistungsfähigkeit führen kann. 62 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher glauben, dass weniger Arbeit sich positiv auf die psychische wie physische Gesundheit auswirkt.

Immerhin ein Drittel der Befragten sagt, dass die 32-Stunden-Woche auch ohne vollen Lohnausgleich eine Option wäre.

„Die Flexibilisierung von Arbeitszeit ist einer der Kernwerte von New Work; die Verkürzung der Arbeitszeit oder die Verteilung der Arbeitszeit auf weniger Tage ist Teil der New Work Diskussion und wird uns noch längere Zeit beschäftigen“, ist Sandra Bascha, Leitung Kommunikation NEW WORK SE Österreich und New Work Expertin, überzeugt.

Ergebnisse in Deutschland

In Deutschland, wo die Umfrage ebenfalls durchgeführt wurde, sind rund 64 Prozent der Befragten der Meinung, dass eine Vier-Tage-Woche die 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich schlägt.

Der zweitwichtigste Aspekt der 32-Stunden-Woche ist für die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der geringe Stress und die damit einhergehende psychische wie physische Gesundheit.

https://www.new-work.se