REXEL AUSTRIA - Im Wandel der Zeit: Am Beispiel von drei langfristigen Veränderungen des B2B-Marktes

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Logistik ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor - REXEL beliefert seine Kundinnen und Kunden österreichweit größtenteils innerhalb von 24 Stunden

17.09.2022 | 3 min

REXEL Austria: Im Wandel der Zeit: Am Beispiel von drei langfristigen Veränderungen des B2B-Marktes

Pandemie, Inflation, Verfügbarkeitskrise und Energiepreise auf Rekordniveau – die letzten Jahre haben gezeigt, wie anpassungsfähig Unternehmen sein müssen, um sich in einem schwierigen Umfeld zu halten. Immer wieder wurden Workaround-Lösungen geschaffen, um den Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Robert Pfarrwaller, CEO des Elektrogroßhändlers REXEL Austria, blickt über kurzfristige Provisorien hinaus und erläutert am Beispiel von drei Entwicklungen, die den B2B-Bereich langfristig prägen.

18 Standorte, 700 Mitarbeiter:innen und mehr als 16.000 Kundinnen und Kunden machen REXEL Austria zum führenden Player im heimischen Elektrogroßhandel. REXEL ist seit 1996 in Österreich vertreten und vereint die beiden Traditionsmarken Regro und Schäcke sowie die Tochtergesellschaft Comtech IT-Solutions unter seinem starken Dach. Regro bietet Produkte und Dienstleistungen für Industrie- und Facilitybetriebe, Schäcke Produkte und Dienstleistungen für das Elektrohandwerk und den Elektrofachhandel. Seit 2014 ist Robert Pfarrwaller als CEO für die Rexel Aktivitäten in Österreich verantwortlich, unter anderem auch für die strategische Entwicklung. Er beschreibt am Beispiel von drei Entwicklungen, wie sich B2B-Unternehmen im Handel weiterentwickeln werden, um auch zukünftig erfolgreich zu sein.

Logistik 4.0: Automatisierung als erster Schritt

In seinem prämierten Logistikzentrum investiert REXEL aktuell in eine teilautomatisierte Lösung zur Handhabung von Kleinteilen

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Die vollständige Digitalisierung der Wertschöpfungskette wird unter dem Begriff Smart Logistics diskutiert. Pfarrwaller schildert die Herausforderung: „Es gilt, mit immer weniger Rohstoffen und immer weniger Energie größere Mengen zu produzieren. Wir brauchen eine neue Sichtweise auf die Wertschöpfung. Die Neukonzeptionierung von Prozessen verspricht Effizienzgewinne.“ So spielen etwa Logistikzentren beim Ausgleich von Nachfrageschwankungen eine entscheidende Rolle. Lager werden somit zukünftig weniger ihre klassische Aufgabe, sondern mehr eine Wertschöpfungsfunktion erfüllen. Die Automatisierung manueller Prozesse ist dabei ein wichtiger Schritt in Richtung Logistik 4.0. Durch die Verknüpfung der Informations- und Kommunikationstechnik mit der Automatisierungstechnik lassen sich Prozesse miteinander vernetzen. „Hier investieren wir sehr viel. Für unser prämiertes Logistikzentrum planen wir aktuell eine teilautomatisierte Logistiklösung zur Handhabung von Kleinteilen. So wird die zeitliche Flexibilität bei Bestellungen für Kundinnen und Kunden erhöht und vor allem unser Team bei manuellen Aufgaben entlastet“, erzählt Pfarrwaller. Logistik ist für REXEL schließlich ein wesentlicher Erfolgsfaktor – 45.000 Artikel gibt es auf Lager und die Lieferungen an Kundinnen und Kunden erfolgen österreichweit innerhalb von 24 Stunden, größtenteils sogar innerhalb von 12 Stunden.

Service: „One size fits all“ ist Vergangenheit

Das Stichwort für die Zukunftsfähigkeit des Elektro(groß)handels ist für Pfarrwaller „Kundenzentrierung“. Denn es gilt heute mehr denn je sich als relevanter Intermediär zwischen Produzenten und Kundinnen und Kunden zu behaupten – denn wenn Produkte immer ähnlicher, Preise immer kompetitiver und Märkte immer transparenter werden, wird zugleich das Kundenerlebnis immer ausschlaggebender. Um für seine Kundschaft ein starker und verlässlicher Partner zu sein, setzt REXEL Austria auf maßgeschneiderte Services – weg von „one size fits all“ und hin zu (Sub)segmentierung. Daher investiert REXEL Austria laufend in individuelle Kundenansprache durch datengetriebene Technologien und Spezialisierung der Teams. So wird der gesamte Arbeitskreislauf der Kundinnen und Kunden analysiert, um sie bestmöglich zu unterstützen. Dabei werden sie von zeitaufwendigen operativen Tätigkeiten entlastet, damit sie sich voll und ganz ihrem Kerngeschäft widmen können.

Robert Pfarrwaller zeichnet seit 2014 als CEO von REXEL Austria insbesondere für die strategischen Agenden des Unternehmens verantwortlich.

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Pfarrwaller nennt ein Beispiel: „Für einen Elektriker ist der Fokus, vor Ort auf der Baustelle zu sein und sich um die Elektroinstallationen zu kümmern. Wir möchten ihm diese Möglichkeit geben, indem wir Tätigkeiten im Hintergrund für ihn übernehmen, wie etwa Logistik, automatisierte Warenbestellung, aber auch Planungen für Lichtlösungen oder Photovoltaik-Anlagen oder vieles mehr. Wir verstehen uns als ein One-Stop-Shop für unsere Kundinnen und Kunden. Eine einzige Anlaufstelle für alles, was sie benötigen.“

Nachhaltigkeit: Forderung nach Sichtbarkeit

Profit und Nachhaltigkeit schließen sich nicht mehr aus. Arbeitnehmer:innen wollen eine Beschäftigung, die bedeutungsvoll ist. Kundinnen und Kunden bevorzugen Partner:innen und Marken, die inspirieren und die Gesellschaft möchte Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. „Mit grünen Lorbeeren schmücken war gestern. Es wird überprüfbare Sustainability in Form von Zahlen, Daten und Fakten gefordert. Start-ups leben diese Entwicklung vor, und große Unternehmen ziehen nach. Auch wir bei REXEL halten unsere Ziele und Fortschritte zur Reduktion unseres ökologischen Fußabdrucks in einem Nachhaltigkeitsbericht fest. Darüber hinaus begleiten wir auch unsere Kundinnen und Kunden am Weg zur Energiewende. Das kann in Form von Beratung, Dienstleistungen oder Schulungen zu den neuesten Technologien, etwa aus dem Bereich Energieeffizienz erfolgen“, so Pfarrwaller. Über die Regro und Schäcke Academy, mittlerweile eine zertifizierte Schulungsstätte, ist REXEL Austria einer der größten Ausbildner des Elektrohandwerks in Österreich – unter anderem zum Thema erneuerbare Energien. CO2-freie Energieerzeugung gilt vor dem Hintergrund der Klimadebatte als erklärtes Ziel und bei Unternehmen wird es immer wichtiger, die Abhängigkeit von fossilen Energien und somit auch von steigenden Preisen zu reduzieren und ein autarkes, nachhaltiges Energiesystem zu schaffen. Solarenergie und E-Mobilitätskonzepte erleben derzeit Pfarrwaller zufolge einen regelrechten Boom. „Einige Vorreiter-Firmen bieten schon E-Flotten für ihre Mitarbeiter:innen an und erzeugen die notwendige Energie durch eine eigene Photovoltaikanlage mit Speichersystem. Auch bei uns ist ein ähnliches Konzept in Planung. Die beste Energieeffizienz ist schließlich die nicht verbrauchte Energie“, so Pfarrwaller abschließend.

Greenwashing war gestern – heute wird überprüfbare Nachhaltigkeit in Form von Zahlen, Daten und Fakten gefordert

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