Zwei Baustoffe der Extraklasse

Holz und Ziegel wurden schon vor Jahrtausenden eingesetzt – und bewähren sich auch heute noch bestens.

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© PantherMedia/Péter Gudella

Die heimische Holzindustrie liegt weiter stark im Aufwärtstrend. Hauptpfeiler des Erfolges sind die Verbundenheit mit der Natur, das traditionelle, nachhaltige Wirtschaften und innovative Forschung. Rund 300.000 Menschen leben in Österreich „direkt“ von Wald und Holz. Dabei sollte die heimische Holzwirtschaft nie an Rohstoffknappheit leiden: Die Waldfläche von rund 3,9 Mio. ha ist im vergangenen halben Jahrhundert um rund 300.000 ha gewachsen. Mit der zunehmenden Holznutzung ist das Waldwachstum in den letzten Jahrzehnten zwar langsamer geworden; dennoch sind bereits 48 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt (europaweit 33 Prozent).

Holz wächst in der Natur und benötigt daher nur Licht, Wasser und Luft zum Wachsen. Während ein Baum wächst, entzieht er der Atmosphäre CO2 und speichert den Kohlenstoff, während er den Sauerstoff wieder abgibt. Auch in der Verarbeitung ist Holz weniger CO2 intensiv als z.B. Stahl oder Beton. Deshalb haben Holzprodukte in Summe eine positive CO2-Bilanz, während andere Baustoffe in ihrer Herstellung und Verarbeitung eine negative CO2-Bilanz aufweisen. Da Holz von Natur aus einen geringen Energiedurchlassgrad hat, dämmt Holz gut, spart damit Heizkosten und weiteres CO2 und wirkt somit auf mehrfache Weise positiv für unser Klima. Dabei ist Holz so tragfähig wie Stahl und fast so druckfest wie Beton.

Besonders „sparsam“ ist auch das Passivhaus, bei dem Sonnenwärme sowie alle Wärmequellen im Haus optimal genutzt werden.

© PantherMedia/Andreas Weber

Wohngesundes Bauen

Jeder Mensch verbringt im Laufe seines Lebens bis zu 90 Prozent in Gebäuden. Nicht nur Allergiker und Asthmatiker wissen um die Vorteile des natürlichen Baustoffes Holz und rühmen das Wohnen in einem Holzhaus: Diffusionsoffener Wandaufbau in Holzhäusern sorgt dafür, dass der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft in den Innenräumen optimal ist.

Ökologisches Bauen heißt auch, ein angenehmes Raumklima im Haus zu schaffen. Die feuchtigkeitsregulierende Zellstruktur gewährleistet angenehmes Wohnklima im Holzhaus. Zudem sorgt der Baustoff auch für Behaglichkeit durch eine angenehme Oberflächentemperatur.

Energiesparende Heizsysteme wie z.B. eine Holzpelletheizung in Verbindung mit einer Solarheizung ergänzen das Gebäude zum Niedrig(st)energiehaus. Öko- und Biohäuser in Holzbauweise erfüllen diese Anforderungen, wenn sie sach- und fachgerecht geplant und umgesetzt werden.

Besonders „sparsam“ ist auch das Passivhaus, bei dem Sonnenwärme sowie alle Wärmequellen im Haus optimal genutzt werden. Kombiniert mit einer hocheffizienten Wärmedämmung, kommen Passivhäuser (fast) ohne zusätzliche Heizung aus. Wer sich für das ökologische Bauen entscheidet, profitiert von der Wohngesundheit und spart durch die energiesparende Holzbauweise und gute Dämmung zudem durch niedrige Energiekosten.

Darüber hinaus ist Holz ein zentraler Werkstoff in der Möbelerzeugung, mit der Büromöbelerzeugung als größter Sparte, das sind in Österreich rund 150 Betriebe mit 540 Mio. Euro Umsatz. Die Mehrzahl der 3.200 Betriebe der Möbelindustrie zählen mit den Bautischlern und Zimmerern zur Tischlerinnung (rund 8.800 Mitgliedsbetriebe und 3,9 Mrd. Euro Gesamtumsatz).

Tonziegel sind einer der ältesten und natürlichsten Werkstoffe, die den Menschen schon seit Jahrtausenden begleiten.

© Wienerberger

Ton = Ziegel „liegen in unserer Natur“

Ganz selbstverständlich nehmen wir schon als Kinder Kontakt mit Mutter Erde auf: Wir wühlen im Schlamm, beschmieren uns mit Erde und bauen die erste Sandburg – den ersten Turm aus Lehm. Denn dieses Element ist uns vertraut und zieht uns magisch an. Bis an sein Lebensende ist der Mensch mit der Erde verbunden, das gibt dem Baustoff Ton eine ganz besondere Wärme und Verbundenheit.

Schon der Abbau von Ton fördert die biologische Vielfalt. In den offenen Abbauflächen finden wärmeliebende Tierarten sonnendurchflutete Heimat. Pflanzen, die nur auf nährstoffarmen Böden gedeihen, siedeln sich rasch an. Auch so schafft Ton neuen Lebensraum.

Erde, Wasser, Feuer und Luft – das sind die Elemente, die den Ziegel ausmachen. Tonziegel sind somit einer der ältesten und natürlichsten Werkstoffe, die den Menschen schon seit Jahrtausenden begleiten. Sie bestechen durch Wertbeständigkeit, Langlebigkeit, Wirtschaftlichkeit und hervorragende Wärmespeicher-Eigenschaften und sind nicht umsonst das beliebteste Baumaterial der Österreicher.

Ziegel haben eine der geringsten Formveränderungen aller Baustoffe, z.B. bei statischer Belastung, Wärme- oder Kälteeinfluss. Ziegelbauten erfordern dadurch lediglich einen geringen Erhaltungsaufwand, erzielen aber einen besonders hohen Wiederverkaufswert.

Ziegelwände verhindern rasches Abkühlen im Winter und schützen vor Überhitzung im Sommer.

© Wienerberger

Schneller bauen um weniger Geld

Massive Ziegelhäuser sind bei fachgerechter Ausführung winddicht und bleiben dies auch jahrzehntelang. Die Heizenergie wird nicht durch Fugen oder Ritzen „aus dem Haus geblasen“.

Ein winddichtes Haus garantiert optimalen Wärmeschutz und verhindert Bauschäden infolge feuchter Bauteile – denn undichte Stellen führen zur Bildung von Kondenswasser. Nasse Wände oder Decken verlieren ihre Dämmwirkung und sind zudem der ideale Nährboden für Schimmel.

Ziegelwände verhindern rasches Abkühlen im Winter und schützen vor Überhitzung im Sommer. Grund dafür ist, dass Ziegel aufgrund ihrer Struktur Wärme speichern und bei Bedarf wieder abgeben können. Sie sorgen für ein besonders angenehmes Raumklima und sparen Heizkosten. Außenwände aus Ziegel weisen hervorragende Schallschutzwerte auf und schützen ihre Bewohner vor lästigem Lärm.

Ziegel brennen nicht – sie werden gebrannt und schützen im Brandfall ihre Bewohner länger als jeder andere Baustoff.

Kürzere Bauzeiten, geringer Verbrauch und die Einsparung von Energiekosten sind nur einige der Vorteile, die für Ziegelsysteme sprechen. Langlebigkeit und ein hoher Wiederverkaufswert machen aus einem Ziegelhaus eine sichere Wertanlage für Generationen.

© PantherMedia/Robert Schneider

Was Holz zu bieten hat

  1. CO2-Speicherung: Ein m³ Holz entlastet die Atmosphäre um eine Tonne CO2. Wer mit Holz baut, speichert mit seinem Haus den Kohlenstoff und schont so unsere Natur.
  2. Nachwachsender Rohstoff: Holz wächst nach – und zwar mehr, als benötigt wird. In jeder Sekunde wächst ein m³ Holz – pro Tag wächst jene Menge, die für 2160 Häuser benötigt wird.
  3. Langlebigkeit: Bei richtiger Verarbeitung und Auswahl überdauert Holz Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, wie zahlreiche alte Bauernhöfe und die Fachwerksbauten beweisen.
  4. Natürlicher Dämmstoff: Holz besteht aus Zellen, die mit Luft gefüllt sind. Dadurch ist Holz ein natürlicher, sehr guter Dämmstoff, weil die Wärme im Sommer nicht nach innen und im Winter nicht nach außen dringt.
  5. Angenehmes Raumklima: Dank der natürlichen Wärme und dem Geruch schafft Holz sofort eine wohlige Atmosphäre. Ein Holzhaus bietet hohen Wohnkomfort, sodass man sich zu Hause rundum wohlfühlt.
  6. Planerische Gestaltungsfreiheit: (Fast) alles ist möglich – bis hin zum exklusiven Traumhaus ganz nach dem Plan des Renommier-Architekten – ob traditionell oder modern, Luxusvilla oder Einfamilienhaus.

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