Wie machen das die Chinesen – und was kann Europa daraus lernen?

Die aktuellsten Top-News von unserem Co-Herausgeber und Europa-Experten Christoph Leitl.

Lesezeit: ca. 2 min

© kucera

Liebe PON-Leserinnen und Leser,
wieder einmal möchte ich Ihnen ein paar Informationen aus Brüssel
vermitteln:

Fair Taxation

Die Forderung von EUROCHAMBRES nach einer Fair Taxation wird nunmehr auch in den USA in Form einer globalen Steuerreform angedacht, die eine globale Mindeststeuer und eine neue Form der Besteuerung von digitalen Dienstleistungen beinhalten soll.

EUROCHAMBRES begrüßt das, ebenso die Vorarbeiten der OECD dazu, weil Fair Taxation wichtig für Fair Competition ist.

IWF optimistisch

Der Internationale Währungsfonds (IMF) sieht im heurigen Jahr die
Weltwirtschaft um sechs und im kommenden Jahr um vier Prozent wachsen.
Dieses Wachstum wird stark von USA und China getrieben. Insgesamt wurden weltweit 16 Billionen Dollar von Regierungen und Notenbanken eingesetzt, sodass der Einbruch der Wirtschaft geringer sein dürfte als in der Finanzkrise von 2008.

Probleme stellen sich allerdings für Frauen, junge Leute und Menschen mit
geringerer Bildung. Das zeigt sich auch im Euroraum: Hier lag die
Jugendarbeitslosigkeit im Februar bei 17 Prozent. Am besten liegt
Deutschland mit 6 Prozent, am anderen Ende Spanien mit 40 Prozent
Jugendarbeitslosenrate.

Brexit – Probleme für britische Firmen

Mehr als die Hälfte der britischen Unternehmen hat seit dem Brexit Probleme.
Diese sind vor allem durch neue Kontrollen und Formalitäten und der damit verbundenen längeren Dauer der Abwicklung von Gütern an den Grenzen verursacht, was die bisherigen Abläufe vieler Unternehmen stört. Für einige Produkte gibt es zudem spezielle Beschränkungen.

EUROCHAMBRES hat daher der British Chamber of Commerce eine enge Zusammenarbeit angeboten, um bilateral Probleme in den Handelsbeziehungen aufzuzeigen und an deren Bereinigung mitzuarbeiten.

Globales Abkommen gegen Pandemie

Als Lehre aus Corona plädieren mehr als 20 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt für ein globales Abkommen zur Abwehr künftiger Pandemien.
Gemeinsam gelte es, mehr Vorsorge zu treffen, um Pandemien besser vorherzusagen, zu vermeiden, zu erkennen, sie einzuschätzen und wirksam zu bekämpfen. Dazu gehört auch eine verlässliche Produktion und gerechte Verteilung von Impfstoff. EU-Ratschef Charles Michel und Vertreter der Weltgesundheitsorganisation WHO wollen gemeinsam an einem solchen Rahmen für die internationale Zusammenarbeit arbeiten. Sie sind der Ansicht, dass Covid-19 unsere Schwächen und Uneinigkeit offengelegt hat.

Jetzt gelte es, die Chance zu ergreifen, und als Weltgemeinschaft in friedlicher Zusammenarbeit über die Krise hinaus gemeinsam tätig zu werden.
Kein einzelner Staat und keine internationale Organisation könne derartige Krisen allein bewältigen. Dem Aufruf angeschlossen haben sich Angela Merkel, Emanuel Macron, Mario Draghi. Noch nicht „beteiligt“ haben sich die USA, China und Russland.

Alarmsignal bei Innovationen!

43 Prozent aller weltweit erteilten Patente gingen im Jahr 2019 an China,
19 Prozent an die USA, zehn Prozent an Japan, neun Prozent an Korea, nur
sechs Prozent an Europa. Europa ist also bei den globalen Patentanmeldungen de facto bedeutungslos.

Es sollte dies ein Anlass sein, auf Innovation und Patentanmeldungen stärker zu verweisen. Wer hier einen Vorsprung hat, erringt auch einen Vorsprung in der Wettbewerbsfähigkeit und damit in unternehmerischem Erfolg.

Chinesische Strategie

„Wie machen das die Chinesen?“ ist eine oft gestellte Frage. Ihre zunehmende nationale Stärke kommt aus dem Militär in der Verknüpfung mit der Wirtschaft, der Wissenschaft und Technologie, dem Bildungswesen und den Ressourcen.

Diese Einzelfaktoren werden zu einem System zusammengefügt, innerhalb dessen sie sich wechselseitig unterstützen. Daraus resultiert der Begriff „nationale Stärke“, der regelmäßig gemessen und weiterentwickelt wird.
Dass die Chinesen auch international höchst aktiv sind, zeigt sich daran, dass sie Lateinamerika beispielsweise ein Darlehen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar für Impfstoffe eingeräumt haben. Natürlich schaffen
sie damit Abhängigkeiten, aber sie betreten damit nach Afrika einen weiteren Kontinent, der an sich europafreundlich wäre, aber durch die Ablehnung des Mercosur-Abkommens von Seiten einiger europäischer Länder keinen Glauben mehr an die Verlässlichkeit Europas hat. Ein weiteres Alarmsignal, das wir beachten sollten!

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Herzliche Grüße

Ihr
Christoph Leitl

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