„Unsere Kunden bekommen von uns Alles aus einer Hand“

Exklusiv-Interview mit Harald Föttinger, Geschäftsführer Business Unit Bau - Architektur, Peneder Bau-Elemente GmbH

Lesezeit: ca. 4 min

© Peneder Gruppe

Wie sieht der aktuelle Geschäftsgang bei Peneder aus?

Wir sind bereits jetzt für das bei uns am 01.04. begonnene Geschäftsjahr 2021/22 voll ausgelastet. Nachdem wir schon mit einem Rekord-Auftragsstand ins Geschäftsjahr gestartet sind, hat die Verlängerung der Fristen für die Investitionsprämie des Bundes das Übrige dazu getan. Der Wermutstropfen an dem Ganzen ist, dass durch eine Verkettung diverser Umstände in den letzten Monaten eine Preisspirale bei vielen Baumaterialien und Versorgungsengpässe eingesetzt haben. Das im Griff zu halten, fordert unser Team nun zusätzlich.

Hat Covid-19 starke Auswirkungen auf Ihr Business? Wie gehen Sie mit Covid-19 intern um?

Die eingangs beschriebene aktuelle Situation der Baubranche ist definitiv eine Folge von Covid-19. Darüber hinaus hat sich der Zugang zu Themen des Arbeitsalltags verändert. Videokonferenzen finden nun auch im geografisch nahen Umfeld statt, wo man sich vorher ohne viel nachzudenken ins Auto gesetzt hat. Bereits Mitte letzten Jahres haben wir eine generell gültige Regelung für das Arbeiten im Homeoffice umgesetzt. Dank unserer großzügigen Büroinfrastruktur haben wir optimale Möglichkeiten, um wirksame Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Auch eine betriebliche Teststraße gehört bereits seit Monaten dazu.  

Welche Ziele hat Peneder für 2021 bzw. bis 2025?

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Marktposition im Segment architektonisch anspruchsvoller, intelligenter Industrie- und Gewerbebauten weiter zu stärken und unseren Kunden damit Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Die positive Resonanz vom Markt bestätigt uns in dieser Stoßrichtung. Daher setzen wir uns auch sehr ambitionierte Wachstumsziele. Wir wollen unsere Marktdurchdringung deutlich steigern und reichern unser sehr umfassendes Leistungsportfolio punktuell weiter an.

Was macht Peneder anders/besser als die Konkurrenz?

Wir setzen einen ganzheitlichen Zugang für Industrie- und Gewerbebauten in die Realität um. Von der Standortanalyse über Prozess- und Logistikoptimierung, Architektur und Generalplanung bis zum Bau als Generalunternehmer und die Betreuung über den gesamten Gebäudelebenszyklus – unsere Kunden bekommen von uns „Alles aus einer Hand“. Mir fallen kaum Unternehmen ein in unserem Marktradius, die diese bereichsübergreifende Expertise und diesen Leistungsumfang bieten können. Zudem ist unser Umgang mit Geschäftspartnern partnerschaftlich und wertschätzend, wir brauchen kein Claim Management und stehen zu unseren Versprechen.

Was sind die aktuell spannendsten/herausragendsten Peneder-Gebäudeprojekte?

Wir arbeiten aktuell an einer ganzen Reihe – aus verschiedensten Blickwinkeln – hoch spannender Gebäudeprojekte. Viele davon sind gerade in der Planungsphase, folglich will ich an dieser Stelle noch nichts dazu konkretisieren. Von den bereits in Bau befindlichen Objekten ist auf jeden Fall das neue Werk für die Next Generation Recyclingmaschinen GmbH in unserem Heimmarkt Oberösterreich ein herausragendes Projekt, sowohl von der Architektur als auch der Energieeffizienz.

© PantherMedia/RubelHossain

Wie agiert Peneder als verantwortungsvoller Arbeitgeber, in Sachen Umweltschutz, kurz: bezüglich CSR?

Ein Ziel in unserer Vision 2030 ist die CO2 Neutralität unserer Standorte und Produkte. Wir haben bereits für das Geschäftsjahr 2021/22 eine ganze Reihe von konkreten Maßnahmen dazu geplant bzw. sind schon mitten in der Umsetzung. Ein bereichsübergreifendes Projektteam unter Steuerung der Geschäftsführung treibt das Thema konsequent voran. 

Ihr Einstieg bei Peneder vor etwas mehr als einem Jahr kam recht rasch zustande. Berichten Sie unseren LeserInnnen, wie sich Ihr Start gemeinsam mit Christian Peneder „abgespielt“ hat?

Nach mehreren Jahren als Wochenpendler wollte ich mich wieder zurück nach Oberösterreich orientieren. Ich bin wenige Kilometer von der Peneder Basis entfernt aufgewachsen und wohne heute noch hier um die Ecke. Peneder war mir somit ein Begriff, die Herangehensweise des Unternehmens an den Industrie- und Gewerbebau hat sofort meine Leidenschaft geweckt. Eine Initiativbewerbung und einige Gesprächsrunden später hatten wir uns gefunden.

Wie führen Sie Ihre Business Unit bei Peneder? Wie würden Sie Ihr Leadership beschreiben?

Ich fordere Eigenverantwortung, fördere und biete Unterstützung wo benötigt und mir ist sehr wichtig, alle Mitarbeiter mitzunehmen und keinen zurückzulassen. Wenn ich im Büro bin, ist 90% der Zeit meine Tür offen, ich will für meine Mitarbeiter greifbar sein und selber das Unternehmen spüren. Ausschlaggebend ist aus meiner Sicht auch, dass unsere Führungsebene eine Vorbildfunktion in Sachen Wertschätzung und Kultur lebt. Dadurch heben sich meiner Meinung nach Top-Unternehmen letztlich von den guten Unternehmen noch ab.

Was empfehlen Sie einem Bewerber bei Peneder? Streben Sie grundsätzlich an, (Führungs-)Positionen aus den eigenen Reihen zu besetzen?

Meine Empfehlung an Bewerber, genauso wie an alle unsere jungen Mitarbeiter ist, sich die Zeit für eine gesunde Entwicklung zu geben. In genug Unternehmen werden unerfahrene Mitarbeiter immer wieder vor eine nahezu unerfüllbare Verantwortung gestellt und „verheizt“. Gerade große Unternehmen kaufen sich oft Berufseinsteiger von beispielsweise Fachhochschulen um unverhältnismäßig hohe Einstiegsgehälter. Dass in einem mittelständischen Unternehmen Aufgaben und Verantwortung wesentlich facettenreicher und spannender sein können, übersehen unerfahrene Bewerber dann leicht. Geld kann Leidenschaft und Spaß an der Arbeit nur kurzfristig aufwiegen.
Und ja, wenn ein Mitarbeiter das Potenzial und die Leidenschaft zeigt, bin ich der Erste, der für interne Weiterentwicklung bis hin zu einer Führungsposition offen ist.    

Das TOP LEADER POM ist keine Einbahnstraße in Richtung Business und wir wollen Sie auch als Privatperson näher kennenlernen. Auf welche Taten und Ereignisse Ihres Lebens sind Sie persönlich stolz?

Ich bin persönlich sehr stolz auf die Entwicklung meiner beiden Söhne, die gerade in diesem speziell für junge Menschen sehr fordernden letzten Corona-Jahr gezeigt haben, welch gestärkte Persönlichkeiten sie geworden sind.

Was würden Sie tun, wenn Sie NICHT in führender Position bei Peneder tätig wären?

Meine Leidenschaft brennt für meine aktuelle Position. Da mache ich mir keine Gedanken zu was wäre wenn.

Was inspiriert Sie und was entspannt Sie?

Inspiration finde ich sehr oft in Gesprächen mit der Generation meiner Kinder, die Generation „Z“ tickt ganz anders als wir. Am besten entspannt mich Zeit zu zweit im eigenen Garten.   

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