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12.09.2021 | 7 min

TOP LEADER Karriereentwicklungen, die Drehscheibe wichtiger Positionen in Österreich 09/2021

Österreichs Wirtschaft hat hochqualifizierte Frauen und Männer, die in den heimischen Unternehmen hervorragende Arbeit leisten. Welche Veränderungen es an den wichtigsten Schaltstellen gibt, lesen Sie hier.

© ÖBAG

Christine Catasta verstärkt Aufsichtsrat der Telekom Austria

ÖBAG-CEO Christine Catasta wurde in den Aufsichtsrat der Telekom Austria Group gewählt. Mit Catastas Wahl sind 40% der KapitalvertreterInnen weiblich. Mit ihrer ausgewiesenen Kompetenz und Erfahrung vor allem im Finanzbereich wird Christine Catasta ihre Expertise im Aufsichtsrat einbringen und damit einen wertvollen Beitrag für das ÖBAG-Portfoliounternehmen leisten.

Christine Catasta ist Vorständin der ÖBAG. Sie ist eine ausgewiesene Wirtschaftsexpertin und war zuletzt CEO bei PwC Österreich, wo sie 38 Jahre in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmensberatung tätig war. Seit 1994 war sie Teil des Leadership Teams und baute in den Folgejahren den Bereich Unternehmensberatung auf, den sie bis 2018 leitete. Catasta hat ihr Studium an der WU Wien absolviert und ist beeidete österreichische Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin. Sie hält Aufsichtsratsmandate bei Verbund, Casinos Austria sowie den Austrian Airlines.

„Ich freue mich besonders, die Telekom Austria, als führenden Betreiber der digitalen Infrastruktur mit meiner wirtschaftlichen Erfahrung zu unterstützen. Die innovativen Kommunikationslösungen des Unternehmens sind ein wesentlicher Eckpfeiler für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs“ so Catasta.

© APA/ANDERWALD + GROND

Ab Juli 2022 wird Barbara Staudinger neue Direktorin des Jüdischen Museums Wien

Da der Vertrag der aktuellen Geschäftsführerin Danielle Spera im Juni 2022 ausläuft, erfolgte eine Ausschreibung gemäß Stellenbesetzungsgesetz des Bundes – nun ist die Entscheidung gefallen: Die Findungskommission hat einstimmig Barbara Staudinger, die derzeit das Jüdische Museum in Augsburg leitet, als künftige Geschäftsführerin des Jüdischen Museum Wien vorgeschlagen. Die Wien Holding folgt diesem Vorschlag und wird Staudinger als neue Direktorin bestellen.

„Das Jüdische Museum ist ein jüdischer Kraftplatz mitten in Wien und ein ganz besonders wichtiges und eindrucksvolles Haus in der Wiener Museumslandschaft. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit Barbara Staudinger eine starke und kompetente neue Geschäftsführerin gefunden haben, die neben internationaler Erfahrung, eine exzellente Expertise, hohes wissenschaftlichen Ansehen und ein umfassendes Wissen zur jüdischen Geschichte und Kultur mitbringt. Wir übergeben ihr ab Mitte 2022 ein ausgezeichnet geführtes Haus, das Danielle Spera durch ihre hervorragende Arbeit und ihr unermüdliches Engagement zu einem Fixpunkt der Wiener Museumslandschaft gemacht hat. Daher gilt ihr an dieser Stelle mein besonderer Dank“, so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

Barbara Staudinger wurde 1973 in Wien geboren und absolvierte Studien der Geschichte, Theaterwissenschaften und Judaistik. Ihre Dissertation für das Doktorats Studium Geschichte verfasste sie zum Thema „Juden am Reichshofrat“. Von 1998 bis 2005 arbeitet sie als wissenschaftliche Angestellte am Institut für jüdische Geschichte Österreichs. Von 2005 bis 2007 war sie als Kuratorin am Jüdischen Museum München tätig. Weitere Kuratorentätigkeiten folgten.

© PID/Christian Jungwirth

Peter Hanke wurde am 1. September einstimmig zum Präsidenten des VÖWG gewählt

Peter Hanke, Wiener Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke, wird künftig die Rolle des Präsidenten des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft (VÖWG) einnehmen. Dies wurde im Zuge der Generalversammlung des Verbandes am 1. September 2021 einstimmig beschlossen. Somit verabschiedet sich der VÖWG von seiner langjährigen Präsidentin Renate Brauner. Peter Hanke bedankt sich für die produktive Zusammenarbeit über das vergangene Jahrzehnt hinweg und freut sich, dass Renate Brauner auch weiterhin eine aktive Rolle im Verband einnehmen wird. Renate Brauner erklärt, dass die Daseinsvorsorge und die Förderung der öffentlichen Wirtschaft nach wie vor ein Herzensanliegen für sie darstellen, dem sie sich auch in Zukunft weiterhin tatkräftig widmen möchte.

Der VÖWG blickt der produktiven Zusammenarbeit mit Stadtrat Peter Hanke höchst positiv entgegen, und wird sich auch in Zukunft mit vollem Engagement für eine ausgezeichnet funktionierende und breit aufgestellte Daseinsvorsorge in Österreich einsetzen.

„Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit dem Vorstand des VÖWG. Der Verband hat für die Förderung der öffentlichen Wirtschaft eine bedeutende Rolle“, sagt Peter Hanke und betont diesbezüglich auch die Relevanz der Stärkung der öffentlichen Wirtschaft, um die Schaffung von Resilienz in Zeiten der Krise zu gewährleisten.

© Niederösterreichische Versicherung AG

Seit 1. September ist Stefan Jauk neuer Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung AG

Stefan Jauk folgt damit auf Hubert Schultes, der 15 Jahre an der Spitze des Unternehmens stand. Neben Jauk gehören dem dreiköpfigen Vorstand Bernhard Lackner und Christian Freibauer an.

Begonnen hat Stefan Jauk nach dem Studium der Rechtswissenschaften seine berufliche Laufbahn 2003 bei der RLB NÖ-WIEN AG, wo er umfassende Erfahrungen im Finanzdienstleistungsbereich sammeln konnte. Von 2016 bis Februar 2021 war der 45-Jährige Geschäftsleiter der Raiffeisen Regionalbank Mödling, eine der größten Raiffeisenprimärbanken in Österreich mit rund 200 Mitarbeitern und 65.000 Kunden.

Seit 1. März 2021 verstärkt Jauk das Vorstandsteam der Niederösterreichischen Versicherung und übernahm mit 1. September die Funktion des Generaldirektors.

„Es ist mir eine große Freude und Ehre, den erfolgreichen Weg der Niederösterreichischen Versicherung gemeinsam mit meinen beiden Vorstandskollegen Bernhard Lackner und Christian Freibauer sowie mit den motivierten und äußerst kompetenten Kolleginnen und Kollegen unseres Hauses weitergehen zu dürfen. Gleichzeitig möchte ich mich besonders bei meinem Vorgänger Hubert Schultes, der das Unternehmen die letzten 15 Jahre maßgeblich positiv geprägt hat, für die Übergabe eines wirtschaftlich, aber auch personell bestens aufgestellten Hauses bedanken“, freut sich Jauk auf seine neue Aufgabe.

© VIVATIS

Seit 1. August verstärkt Michael Schietz die Geschäftsleitung der WOJNAR-Gruppe

Im Zuge der Mehrheitsbeteiligung der Linzer VIVATIS-Gruppe am Wiener Feinkostspezialisten WOJNAR wird dessen Führungsetage aufgestockt: Neben Nina Nadler (Qualitätsmanagement, Marketing, IT, Einkauf und HR) und Daniela Wojnar (Verkauf, Produktion, Produktentwicklung und Technik) ist nun auch Michael Schietz Teil der Geschäftsführung von WOJNAR. Der 36-Jährige ist für die Bereiche Finanzen, Controlling, Strategie und Aufbauorganisation zuständig.

Der gebürtige Mühlviertler ist seit sechs Jahren bei der VIVATIS Holding AG beschäftigt und für den Konzernbereich „Business Development“ verantwortlich. Davor war Michael Schietz nach Abschluss seines Studiums an der Montanuniversität Leoben sechs Jahre lang bei einem internationalen Energiekonzern in unterschiedlichen Funktionen tätig.

„Die breite Produktpalette sowie die herausragende Innovationskraft des Traditionshauses WOJNAR sind die ideale Antwort auf sich stetig wandelnde Ernährungsgewohnheiten und eine tolle Basis für die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder“, kommentiert Michael Schietz seine Bestellung.

© ÖBf-Archiv/Katarina Šoškić

Georg Schöppl wurde als ÖBf-Vorstand wiederbestellt

Der Aufsichtsrat der Österreichischen Bundesforste AG hat Georg Schöppl als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Finanzen und Immobilien einstimmig wiederbestellt. Der aktuelle Vertrag des gebürtigen Oberösterreichers läuft noch bis 14. April 2022 und wird danach um fünf Jahre verlängert.

Gemeinsam mit Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher und Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz, wird Schöppl damit den erfolgreichen Kurs des Unternehmens fortsetzen. Er ist seit 2007 Vorstandsmitglied der ÖBf, zuvor war der Jurist und Wirtschaftsabsolvent als Vorstandsvorsitzender bei der Agrarmarkt Austria tätig.

„Georg Schöppl hat in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die ÖBf erfolgreich für die Zukunft aufzustellen. Unter seiner Führung entwickelte sich die Immobilien-Sparte mit einer jährlichen Betriebsleistung von bereits über 50 Millionen Euro zum profitabelsten Geschäftsbereich. Im Bereich Erneuerbare Energie erzeugen mittlerweile acht Kleinwasserkraftwerke und ein Windpark eine Jahresleistung von rund 180 GWh grünem Strom als Beitrag zur Energiewende. Rechnet man die Leistung des Waldbiomassekraftwerks Wien-Simmering hinzu, sind es unternehmensweit über 300 GWh. Mit seiner Entscheidung stellt der Aufsichtsrat die Weichen für die Fortsetzung des eingeschlagenen Erfolgskurses und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Vorstands-Team“ so Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Mannsberger.

© Bristol Myers Squibb

Michael Lugez übernahm die Geschäftsführung für Österreich und die Schweiz bei Bristol Myers Squibb

Seit Anfang September verantwortet Michael Lugez als neuer General Manager die strategische Führung für Österreich und die Schweiz beim weltweit tätigen BioPharma-Unternehmen Bristol Myers Squibb. Er folgt in dieser Position Remo Gujer, der zum General Manager von CEE, der Türkei, Israel und Indien berufen wurde.

Zuletzt war Lugez als General Manager für den schwedischen Markt von Bristol Myers Squibb zuständig, wo er trotz der Covid-19 Situation für starkes Wachstum sorgte. Er startete vor über sechs Jahren bei Celgene als Business Unit Director für die Sparte Inflammation und Immunologie, wo er nach nur vier Jahren zum General Manager für Celgene Nordics aufstieg. Mittlerweile ist der erfahrene Manager über sechs Jahre im Unternehmen tätig und hatte davor mehrere Führungspositionen bei Pfizer inne. Lugez absolvierte seinen MBA in Paris an der der IAE France – La Sorbonne.

Michael Lugez wird die Positionierung des BioPharma-Unternehmens an den Pharmastandorten Schweiz und Österreich weiter vorantreiben. Dementsprechend will er die 2020 von Bristol Myers Squibb lancierte Initiative „Because there is more to do“ stark vorantreiben. Mit dieser Initiative eröffnete das Unternehmen eine Dialogplattform für heimische GesundheitsexpertInnen, um dort Wissen und Ideen zu teilen und Lösungsvorschläge gemeinsam zu erarbeiten.

© Ministerie van Beeld

Bart de Vos übernimmt die Position des Chief Commercial Officer bei Robart

Als Chief Commercial Officer wird Bart de Vos das Linzer Technologie-Unternehmen Robart bei der Expansion unterstützen. Harold Artés, CEO von Robart, schätzt die internationale Expertise seines neuen Business-Managers. „Bart bringt reiche Erfahrung mit Markenartikeln ein, gerade im Bereich Bodenreinigung, und hat ein wertvolles Netzwerk an Business-Kontakten. Er ist genau der Richtige für unseren Wachstumskurs.“

Bart de Vos machte einen Marketing-Bachelor an der Fachhochschule Utrecht und begann 1998 bei Philips, wo er mehrere Management-Positionen im Konsumgüter-Marketing durchlief. 2010 übersiedelte er als Marketing-Direktor von Philips Polen nach Warschau und beendete seine Karriere bei Philips schließlich 2012 als Marketing-Direktor in Amsterdam. Danach übernahm der 49-jährige Vater von drei Kindern die Geschäftsführung von Bissell International. Unter seiner Leitung wuchs das Headquarter von 5 auf 60 Mitarbeiter und erreichte zuletzt einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Dollar.

„Ich wollte wieder für ein europäisches Unternehmen arbeiten und ich sehe großes Potential für Robart“, erklärt de Vos. „Heimroboter sind die Zukunft, viele möchten hier mitspielen, aber nur wenige haben Erfolg. Robart ist mit seiner Technologie bestens aufgestellt“ erklärt der Niederländer de Vos.

© Techem

Zoran Jelen ist neuer Geschäftsführer der Techem Wassertechnik GmbH

Seit Sommer 2021 ist der 57-jährige Zoran Jelen neuer Geschäftsführer der Techem Wassertechnik GmbH Österreich und verantwortet die Bereiche Vertrieb, Marketing & Kommunikation, Prozesse und Personal.

Der gebürtige Slowene verfügt über langjährige Managementerfahrung in der Wassertechnikbranche. Vor seinem Wechsel zu Techem war der 1964 in Slowenien geborene Jelen bei einer internationalen Unternehmensberatung, wo er das Tankstellengeschäft eines großen Mineralölkonzerns unterstützte. Die Jahre zuvor war er als Prokurist und Geschäftsführer in namhaften Industrie- und Elektrohandelsunternehmen tätig. Der gelernte Elektrotechniker und Marketing-Absolvent der Universität Innsbruck ist nun gemeinsam mit Karl Moll für die Geschicke von Techem Wassertechnik verantwortlich.

Techem-Geschäftsführer Karl Moll über den Neuzugang: „Wir freuen uns, dass wir mit Zoran Jelen einen Vollprofi mit langjähriger Managementerfahrung in der Wassertechnikbranche mit an Bord haben. Damit sind wir bestens für die Zukunft gerüstet.“

© APA/Helmut Fohringer

Lenzing-Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky verlängert Vertrag nicht, Cord Prinzhorn wurde zum interimistischen CEO bestellt

Stefan Doboczky hat den Aufsichtsrat darüber in Kenntnis gesetzt, für eine weitere Verlängerung seines Vertrages ab 2022 nicht zur Verfügung zu stehen. Der Aufsichtsrat der Lenzing AG nimmt dies mit großem Bedauern zur Kenntnis und wird den Vertrag mit Ende des dritten Quartals 2021 im Einvernehmen mit Doboczky auflösen. „Ich möchte mich bei Stefan Doboczky für seine herausragenden Leistungen für Lenzing ganz herzlich bedanken. Gerade bei der Transformation zu einem globalen Spezialfaserunternehmen und Nachhaltigkeitschampion war Doboczky die treibende Kraft in führender Stellung“, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Peter Edelmann.

Stefan Doboczky: „Die Entwicklung und konsequente Umsetzung der Strategie von Lenzing war das Kernstück meiner Arbeit in den letzten Jahren. Nach reiflicher Überlegung bin ich zum Schluss gelangt, dass genau jetzt der Zeitpunkt für eine persönliche Veränderung gekommen ist. Die Strategie steht – jetzt ist die Zeit für neue Kräfte gekommen, sie in operativen Fahrwassern weiterzuführen. Eines ist jedenfalls klar: Lenzing wird immer einen besonderen Stellenwert in meinem Leben behalten.“

Prinzhorn ist seit Mai 2021 im Aufsichtsrat der Lenzing AG und soll „so lange zur Verfügung stehen, bis eine langfristige Lösung gefunden ist.“ Der Aufsichtsrat wird sich umgehend mit der Suche nach einem Nachfolger für die Position des Vorstandsvorsitzenden befassen.