Oldies but Goldies

Das Know-how älterer Mitarbeitender ist bei Österreichs Unternehmen geschätzt und gefragt.

Lesezeit: ca. 2 min

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Wie stark ist die Erfahrung älterer Mitarbeitenden in den heimischen Unternehmen gefragt? Laut Hernstein Management Report findet das Wissen der „Oldies“ in vier von fünf Unternehmen Anerkennung, wobei die IT/Telekom-Branche bei der Sicherung des Know-hows der „Goldies“ eine Vorreiterrolle einnimmt.

„Unternehmen wissen, wie wertvoll die jahrzehntelange Erfahrung ihrer Mitarbeitenden ist“, bestätigt Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts für Management und Leadership. „Es ist eine Art immaterielles Vermögen, das es für das Unternehmen zu sichern gilt.“ Etwa ein Drittel der Unternehmen setzt Maßnahmen – vorrangig informeller Art –, damit dieses Know-how in der Organisation erhalten bleibt. „Zielführend ist ein gesunder Mix aus informellen und formellen Aktivitäten“, rät Kreitmayer. „Gerade für den Erfolg des informellen Wissenstransfers sind die Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeitenden und ihre bzw. seine Beziehung zum Unternehmen essenziell.“

33% der befragten Führungskräfte geben an, dass das Know-how und die Erfahrung älterer Mitarbeitender in ihrem Unternehmen sehr geschätzt werden; weitere 48% meinen, dass dies „eher“ der Fall ist. Führungskräfte mit langer Führungserfahrung – 20 Jahre oder mehr – stimmen dem noch stärker zu: Hier meinen 43%, dass das Wissen sehr geschätzt wird. Viele dieser Befragten gehören selbst zur Gruppe der „älteren Mitarbeitenden“.

Michaela Kreitmayer rät zu einem gesunden Mix aus informellen und formellen Aktivitäten um den Wissenstransfer sicherzustellen.

Ein weiteres interessantes Detail: Je kleiner das Unternehmen, desto höher die Anerkennung für das Know-how Älterer. Während in 46% der Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitenden dieses sehr geschätzt wird, sind es bei Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitenden lediglich 25%.

Know-how behalten!

32% der Unternehmen setzen aktiv Maßnahmen, um das Wissen älterer Kolleginnen und Kollegen zu sichern. Interessant dabei ist, dass die IT/Telekom-Branche mit 40% das Ranking anführt. Der öffentlichkeitsnahe Sektor (28%) und das Sozial- und Gesundheitswesen (20%) liegen hingegen am Ende des Branchenvergleichs.

Die befragten Führungskräfte nannten für den Wissenstransfer am häufigsten informelle Gespräche zwischen älteren Mitarbeitenden und ihren Kolleginnen und Kollegen (21%) – ein naheliegendes, aber strategisch wenig steuerbares Instrument. Anders verhält es sich bei der zweithäufigsten angeführten Maßnahme, den regelmäßigen Meetings (16%). Dahinter folgen schriftliche Dokumentationen (12%) sowie Workshops und Seminare (11%). In 10% der Unternehmen sind Mentoring- oder Buddy-Programme im Einsatz.

Nur in der Finanzbranche gibt es beim informellen Austausch eine deutliche Abweichung nach unten: Diese Maßnahme wird nur bei 13% der Unternehmen dieser Branche eingesetzt und liegt damit genau gleichauf mit Workshops und Seminaren. Die gängigste Methode zum Wissenstransfer in dieser Branche sind regelmäßige Meetings, die in 22% aller Unternehmen zu diesem Zweck stattfinden; hier dürfte wohl die starke Regulatorik, welcher der Finanzsektor ausgesetzt ist, ihre Wirkung zeigen und eine Tendenz zur Formalisierung ausgelöst haben.

Quelle:

Zum Thema „Oldies but Goldies“ hat Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung KG für den Hernstein Management Report 1.530 Führungskräfte sowie Unternehmer online befragt. Hier geht es zum Report.

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