Österreichs Top Leader-Ökonomie

Unser Land verfügt über mehr als 200 Weltmarktführer bzw. Hidden Champions. Über dieses Faktum sowie zahlreiche weitere hervorragende Leistungen schreibt Top Leader-Redakteur Paul Christian Jezek in seinem kürzlich erschienenen „Jahrbuch zum Wirtschaftsstandort“.

Lesezeit: ca. 5 min

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„‘Made in Austria‘ – das ist das Motto für das große Abenteuer eines kleinen Landes: Der Welt zu zeigen, was wir können, dass wir zwar klein an Raum, aber groß an Leistung sind, dass wir neue Handelsbeziehungen anknüpfen, bestehende vertiefen, die Erzeugnisse österreichischer Tüchtigkeit und österreichischen Fleißes auch in die entferntesten Winkel der Welt verkaufen, kurz, indem wir exportieren.

Lebenswichtiger Export

Österreich bringt alle Voraussetzungen mit, um dieses große Abenteuer bestehen zu können: Eine lange Tradition im Umgang mit anderen Völkern, die technisch-industrielle Erfahrung von vielen Generationen, ein ausgezeichnetes Schul- und Bildungswesen, eine hochintelligente, sehr improvisationsfreudige Mitarbeiterschaft in den Betrieben, tüchtige, energische, initiative und elastische Unternehmer.

Österreichs Zukunft liegt hier: Als neutraler Staat, der keine Machtansprüche hat, seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, das Wissen und den Erfahrungsschutz von Generationen, die Begeisterung und den Pioniergeist seiner jungen Generation in den Dienst der wirtschaftlichen Erschließung bisher weniger entwickelter Gebiete zu stellen, noch mehr und noch bessere Waren zu erzeugen und zu exportieren.

Es ist eine Aufgabe, zu deren Bewältigung jeder Österreicher aufgerufen ist. Denn Wirtschaft ist nicht ein trockenes Spiel mit Zahlen, Wirtschaft ist das Leben in seiner konzentriertesten Form. Der Export ist für uns Österreicher eine lebenswichtige Aufgabe, eine Voraussetzung und eine Stütze der stetigen Aufwärtsentwicklung, er ist notwendig, damit Hunderttausende Arbeitsplätze erhalten werden können. Nicht zuletzt zählt auch der ‚unsichtbare Export‘, indem die vielen Hunderttausenden ausländischen Touristen, die in unser Land strömen, hier österreichische Erzeugnisse erwerben. Sie werden so zu Botschaftern österreichischer Qualitätsarbeit in ihren Heimatländern.“

Unverändert gültig

Die obigen vier Absätze stammen aus dem Büchlein „Das große Abenteuer des Exportes“, welches das damalige Unterrichtsministerium im Jahr 1962 (!) herausgegeben hat. So viel hat sich an den Herausforderungen für den „Weltmeister Österreich“ also in 57 Jahren nicht geändert – was die aktuellsten Daten und Fakten bestätigen: „Mit einem soliden Wachstum hat der österreichische Export Stärke bewiesen“, kommentiert Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, die aktuellen Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr. „Mit Zuwächsen von 3,3 Prozent bei den Exporten und 2,8 Prozent bei den Importen hat der österreichische Warenhandel im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter zugelegt.“

Im Juni 2019 haben die Exporte erstmals seit drei Jahren die Importe überstiegen (d.h. das Handelsbilanzdefizit wurde deutlich verringert), und das gesamte Handelsvolumen erreichte mit 157 Mrd. € einen neuen Höchstwert.

Der Export bringt 60 Prozent des BIP

„Angesichts globaler Unsicherheiten und einer Abschwächung der Konjunktur auf traditionell wichtigen Absatzmärkten sind internationale Wertschöpfungsketten für unsere Unternehmen immer wichtiger“, erklärt die Wirtschaftsministerin. „Österreich erweist sich als stabil und widerstandsfähig. Die Diversifizierung unserer Exporte ist unsere Stärke und macht heimische Unternehmen weniger abhängig von den Entwicklungen auf einzelnen Märkten.“

Übrigens sind mit einem Anteil von 40,4% Maschinen und Fahrzeuge weiter die Spitzenreiter bei den Exporten nach Warengruppen. Kontinuierlich werden sechs von zehn Euro des BIP im Außenhandel generiert, jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Exportgeschäft ab.

Die Erfolgsgeheimnisse

Nomen est omen: Viele herausragende „Hidden Champions“ sind der breiten Öffentlichkeit unbekannt. Das hindert sie jedoch nicht daran, seit Jahrzehnten oder in manchen Fällen sogar seit Jahrhunderten (wie z.B. die Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr) für Arbeitsplätze, Stabilität und hohe Exportzahlen zu sorgen. Im Weltmeister-Buch sind u.a. 120 dieser Top-Firmen aufgelistet. (Mehr zu diesem Buch am Ende dieser Reportage!)

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie präsentiert „Smart­Cities, Intelligente (E-)Mobilität und vieles mehr“. CEO Heimo Scheuch spricht über das erfolgreichste Halbjahresergebnis der 200-jährigen Firmengeschichte und über die Recycling-Aktivitäten von Wienerberger, weitere Stories beschäftigen sich mit den Erfolgsstrategien von AVL, Engel Austria, FACC, Knapp oder Ruag Space Austria ebenso wie von Aspöck Systems, Pörner Anlagenbau, Simacek, der TÜV Austria Group oder des Wiener Flughafens.


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v.li. Franz Chalupecky, ABB Österreich Chef, Standortanwalt Alexander Biach, Alexandra Kaszay, Hausherrin Wiener Hofburg und Andreas Buhl, Ruag

Ein fulminantes Plädoyer für den Wirtschaftsstandort

Bei der Präsentation des Jahrbuchs am 26. September in der Wiener Hofburg diskutierten Hausherrin Alexandra Kaszay, Ruag Space Austria-Chef Andreas Buhl und ABB Österreich-Chef Franz Chalupecky sowie Standortanwalt Alexander Biach über die aktuelle Situation der österreichischen Wirtschaft – und was man sich von der neuen Regierung erwartet oder sogar erhofft.


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Alexandra Kaszay, Hausherrin Wiener Hofburg,

Für Hofburg-Geschäftsführerin Alexandra Kaszay ist Kooperation ein wichtiges Schlüsselwort für den Erfolg in den nächsten Jahren. Die Hofburg Vienna zieht jährlich mehr als 300 Veranstaltungen mit rund 320.000 Gästen an und bietet den idealen Rahmen für Events zwischen 50 und 4.900 Personen. Bei noch größeren Veranstaltungen arbeitet man gern mit dem Mitbewerb zusammen – und generiert damit eine enorme Wertschöpfung: Die österreichische Tagungsindustrie veranstaltet mehr als 21.000 Events im Jahr.

Dazu kommt der gezielte Einsatz von Technologie, um noch stärker auf individuelle Bedürfnisse von Teilnehmern und Kunden einzugehen; Kaszay: „Bei uns widmet sich ein eigenes Innovationsmanagement Themen wie Mobile Services, Augmented Reality, Virtual und Hybrid Events, Nachhaltigkeit im Facility Management und in der Tagungsorganisation; dazu gehört auch die Weiterentwicklung des exzellenten Servicestandards.“


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Andreas Buhl, Ruag-Austria Chef Space

Austro-Hightech fürs Weltall

Die Ruag Space Austria hat kürzlich ihre neue Produktionsstätte in Berndorf (NÖ) eröffnet: In einem neu errichteten Gebäudeteil produziert das Unternehmen hier Hochtemperatur-Thermalisolation für Weltraumraketen wie die europäische Rakete Ariane 6.

Das größte österreichische Weltraumtechnikunternehmen rüstet weltweit Satelliten und Trägerraketen mit Elektronik, Mechanik und Thermalisolation aus und hat eine Exportquote von fast 100%. „Wir haben mehr als 25 Jahre Erfahrung mit hochwertiger Thermalisolation für Satelliten“, bringt es Geschäftsführer Andreas Buhl auf den Punkt. „Sein“ Unternehmen führt nachdrücklich den Beweis dafür, wie gut am Standort Österreich Innovation und Tradition einander ergänzen. „Wir können viel vom Wissen, das wir in mehr als 50 Satellitenprojekten gesammelt haben, nutzen“, erklärt Buhl.


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Franz Chalupecky, ABB Österreich-Chef

Standort mit großer Zukunft

Einen neuen Standort hat auch die ABB AG realisiert: Nach einem Jahr Bauzeit wurde die neue Österreich-Zentrale in Wiener Neudorf im März dieses Jahres fertiggestellt und damit alle Geschäftsbereiche an einem Platz vereint. „Darüber hinaus wurde ein Showroom für die Produkte von Smart Home und Smart Building eingerichtet, um so die Produkte der Gebäudeautomation und deren Funktionalitäten anschaulich präsentieren zu können“, bekennt sich ABB Österreich-Chef Franz Chalupecky zur Investition von rund 20 Mio. €.

Immerhin finden hier jetzt 340 Mitarbeitende aus den Geschäftsbereichen Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik, Robotik und Fertigungsautomation sowie Stromnetze täglich moderne Arbeitsplätze vor.


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Standortanwalt Alexander Biach

Wien braucht digitale Netze

Auch für den Standortanwalt Alexander Biach ist Kooperationsbereitschaft in der österreichischen Wirtschaft von überragender Bedeutung: „Der internationale Standortwettbewerb wird immer härter: Die Städte wachsen rasant, die Menschen haben ein gesteigertes Mobilitätsbedürfnis. Digitale Netze müssen ausgebaut werden, Städte und Regionen mit moderner Infrastruktur haben da eindeutig die Nase vorn.“

Biach agiert als Unterstützer des Infrastrukturausbaus – „zum Wohle der Menschen, die hier leben und arbeiten”. Dafür arbeitet er mit Stadt Wien, Magistratsabteilungen und natürlich Infrastrukturbetreibern sowie Projektwerbern eng zusammen. „Demnächst steht der Start des UVP-Verfahrens zum Ausbau der Verbindungsbahn S80 an – hier bin ich als Standortanwalt genauso gefordert wie beim geplanten Bau zur Eventhalle oder dem Fernbusterminal.“

Das Jahrbuch zum Wirtschaftsstandort

Das neu erschienene Weltmeister-Buch 2020 holt Top-Unternehmen aus den relevantesten Branchen vor den Vorhang. Firmenporträts und Exklusivinterviews mit den Firmenchefs zeigen übersichtlich und abwechslungsreich die Erfolgsgeheimnisse dieser Vorzeigeunternehmen auf. Das Buch wurde am 26. September der interessierten Öffentlichkeit in der Hofburg Vienna präsentiert.

  • 132 Seiten, 27,50 €
  • ISBN: 978-3-903254-18-3 (deutsch)
  • 978-3-903254-19-0 (englisch)
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