„Meilensteine für die nachhaltige Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts!“

Exklusiv-Interview mit Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin der LBA Leitbetriebe GmbH.

Lesezeit: ca. 5 min

© Sabine Klimpt

Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin der LBA Leitbetriebe GmbH.

Leitbetriebe Austria repräsentiert seit mehr als 30 Jahren die vorbildhaften Unternehmen der österreichischen Wirtschaft. Die auf Basis eines umfassenden Qualifikationsverfahrens ausgezeichneten Vorzeigeunternehmen begegnen den drängenden Herausforderungen unserer Zeit mit innovativen Konzepten, konsequenter Orientierung an nachhaltigem Unternehmenserfolg und gesellschaftlicher Verantwortung.

Frau Rintersbacher, wie sieht der aktuelle Geschäftsgang bzw. die Auftragslage bei Ihnen aus?

Die Krise war auch für uns eine Herausforderung, da eine Besonderheit bei Leitbetriebe Austria das persönliche und familiäre Zusammenkommen hoher Entscheidungsträger ist. Wir tauschen uns vertraulich aus! Tja, und auf einmal sind wir alle zu Hause vor unserem Bildschirm gesessen.

Nachdenken, Ärmel hoch krempeln und ehest möglich unterstützen, so lautete unsere Devise. Wir haben mit allen Betrieben persönlich Kontakt aufgenommen und sie unterstützt, wo es im Bereich des Möglichen war. Wenn persönliche Zusammenkünfte nicht funktionieren, ja dann müssen wir sehen, wie wir Know-how untereinander teilen. So haben wir sehr schnell auf digitale Formate gesetzt.

Wichtig war es uns von der ersten Sekunde an, den Leitbetrieben zu vermitteln: Wir sind für sie da! Dies haben sie insofern honoriert, als dass sie uns treu geblieben sind, nicht nur das, sie arbeiten fleißiger mit denn je!

Monica Rintersbacher mit dem „Entrepreneur des Jahres 2020“, Hannes Bardach (Frequentis).

© feelimage

Wie agieren die Leitbetriebe Austria und „ihre“ Unternehmen?

Gemeinsam mit den zertifizierten Leitbetrieben setzt Leitbetriebe Austria Meilensteine für die nachhaltige Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Österreich.

Leitbetriebe Austria bietet eine einzigartige Plattform, um proaktiv den Know-how-Austausch aus der Praxis über Branchen- und Bundesländergrenzen hinweg zu intensivieren.

Wir sind tagtäglich im Austausch mit den Unternehmen, eruieren Ihre Bedürfnisse, bündeln diese und thematisieren sie.

Wir kennen keinen Mitbewerb, ganz im Gegenteil, wir sind starke Teamplayer und halten uns mit Interessensorganisationen und anderen wertvollen Partnern im Kontakt.

Unser Fokus liegt darin, gemeinschaftlich vom Austausch zu profitieren und in zumindest kleinen Meilensteinen dieses wunderbare Land insofern zu stärken, indem wir bemüht sind, zusammen die Wirtschaft zu stärken! Wertschöpfung im Land, Versorgungssicherheit und gute Arbeitsplätze: Dies wollen wir voranbringen und unterstützen!

Hat die Pandemie starke Auswirkungen auf Ihre Aktivitäten?

Selbstverständlich, auch wir haben umgedacht, digitale Kommunikation ist natürlich auch nicht an uns vorübergegangen. Der Vorteil ist, dass es auf einfachem Wege möglich ist, die Leitbetriebe auch in den Bundesländern sehr leicht in unsere Wissenstransfer-Runden einzubinden.

Es hängt natürlich von der Branche ab, die Leitbetriebe sind nicht verschont geblieben. Ja, es gibt Gewinner, die aufgrund ihrer systemrelevanten Leistungen sehr gebraucht werden und anderseits die sogenannten „Verlierer“, Betriebe aus den kritischen Branchen.

Der Großteil der Leitbetriebe hat bis jetzt die Krise mit einem „kleinen Blauen Auge“ durchgestanden. Sie bilden nicht unbedingt den allgemeinen Durchschnitt der heimischen Wirtschaft ab. Wenn es den Leitbetrieben insgesamt schlecht ginge, dann hätten wir ein riesengroßes Problem in Österreich, dann gäbe es keine Wirtschaft mehr!

© Sabine Klimpt

Wie gehen Sie mit Covid-19 intern um?

Der Umgang mit den Sicherheitsmaßnahmen ist für uns alltäglich geworden. Desinfektion, FFP2-Maske, Abstand, regelmäßiges Testen sind Selbstverständlichkeiten. Wir harren der Dinge und wollen uns alle impfen lassen. Jede Maßnahme für das Wiederherstellen eines vernünftig-normalen Lebens ist herzlich willkommen! Wir sind dabei!

Welche Ziele haben Sie für 2021 bzw. bis 2025?

Unsere Initiative „Made in Austria – neu denken“ beschäftigt uns derzeit intensiv. Österreichische Unternehmen sind eingeladen, Ideen und Konzepte einzubringen und mit neuen Ansätzen, die weniger auf die Produktion im engeren Sinn als umfassend auf die gesamte Wirtschaft abzielen, dazu beizutragen, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken und so einen raschen, neuen Aufschwung nach der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Im Fokus stehen dabei Wertschöpfung fürs Land, Versorgungssicherheit auch in Krisenzeiten und das Sichern heimischer Arbeitsplätze. Das „neue Normal“ wird uns sicherlich lange beschäftigen, wie auch die Stabilisierung der Wirtschaft und neue Gedanken zu langfristigem Erfolg!

Was sind aktuell Ihre spannendsten Projekte?

„Made in Austria – neu denken“, wie auch unsere Units „Arbeitswelten“, „Familiy Business“ und „Ökologische Nachhaltigkeit“.

Wertschätzendes Miteinander ist auch in unserem Team ein hohes Prinzip, das wir tagtäglich leben, erklärt, Rintersbacher.

© Sabine Klimpt

Wie führen Sie die Leitbetriebe? Wie würden Sie Ihr Leadership beschreiben?

Wir sind alle sehr generalistisch gepolt, ein kleines Team mit vielen und vielfältigen Aufgaben. Ich weiß, ich gebe ein hohes Tempo vor, meine Kollegen respektieren und schätzen dies. Wir ziehen gemeinsam an einem Strang!

Wertschätzendes Miteinander ist auch in unserem Team ein hohes Prinzip, das wir tagtäglich leben. Mir ist wichtig, dass jeder seine Aufgaben mit der dazugehörigen Verantwortung umsetzt und auch Entscheidungen hierfür trifft. Wir gönnen uns momentan viel Zeit für Austausch und Entwicklung. So müssen wir unser Wissen über die Leitbetriebe zusammenführen, um ihnen bestmögliche Unterstützung zu bieten. Wir sehen uns als Dienstleister, die Topqualität liefern wollen!

… Und wir haben auch viel Spaß miteinander bei der Arbeit!

Das TOP LEADER POM ist keine Einbahnstraße in Richtung Business und wir wollen Sie auch als Privatperson näher kennenlernen.

Auf welche Taten und Ereignisse Ihres Lebens sind Sie persönlich stolz?

Ich bin sehr stolz darauf, vor einem Jahrzehnt einen Beruf begonnen zu haben, zu dem ich mich BERUFEN fühle! Meine Arbeit macht mir unheimlich viel Freude! Deshalb kenne ich nicht unbedingt eine scharfe Trennung zwischen Privat- und Berufsleben. Aber: Es gibt sie natürlich, die Privatsphäre! Ich bin ein absoluter Familienmensch, ich habe auch einige innige Freunde, die ich ebenso zum Kreis meiner Familie zähle. Das erfüllt mich nicht nur mit unheimlicher Freude, sondern das ist für mich einer der wertvollsten Bestandteile meines Lebens!

Nach welchem Motto bzw. nach welchem Leitspruch leben Sie?

Zwei Leitgedanken sind mir sehr wichtig: „Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst!“ und „Hilfe zur Selbsthilfe!“

Das ist ein christlichsozialer Ansatz, entstamme ich doch väterlicherseits einer katholischen und sehr gläubigen Familie. Mein Vater wird dieses Jahr zum Priester geweiht und hat mich stets mit diesen Leitgedanken konfrontiert, da ich als junger Mensch die Tendenz zu einer selbstaufgebenden und übersozialen Ader hatte. Ich muss auch ehrlich sagen, das bringt niemandem etwas.

Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass es total wichtig ist, sich selbst zu mögen, weil man nur dann richtig fähig ist, wahre Liebe für seine Mitmenschen zu empfinden.

Zu meinem zweiten Leitgedanken: Erfahrungsgemäß ist jene Hilfe die beste, Hilfsbedürftige dahingehend zu unterstützen, dass sie ihre Probleme selbst in Angriff nehmen können.

Was würden Sie tun, wenn Sie NICHT Leibetriebe-Chefin wären?

Ganz ehrlich? Ich kann mir eigentlich keinen schöneren Job für mich vorstellen!

Was inspiriert und was entspannt Sie?

Ich bin wieder total auf der Sportwelle: Jeden Morgen so gegen 6 Uhr gibt es eine kleine Einheit Yoga und anschließend eine Runde am Crosstrainer! – Wenn ich spüre, wie Energie durch meinen Körper fließt, das gibt mir einfach ein wohliges Gefühl!

Mit wem würden Sie gerne einen Abend verbringen?

Mit Dietrich Mateschitz – privat, ganz gemütlich! Ich würde lauschen und mir so gerne einfach unter vier Augen seine Lebens- und Erfolgsgeschichte von ihm persönlich erzählen lassen. Ein Mensch, für den Scheitern einfach nicht existiert … Weitermachen war die Devise! Mich würde so sehr interessieren, was sein höchst persönlicher Antrieb war und wie er sich dabei gefühlt hat. Ich lerne so unheimlich gerne praxisorientiert von Menschen mit jeder Menge Erfahrung!

Beatles oder Rolling Stones?

Rolling Stones!

Gangster-Rap, Klassik oder Free Jazz?

Alles!

Und welche Songs retten Sie aus möglichen emotionalen Krisen?

  • Evanescence: Bring me to life
  • Aschenputtel: Ich kann Dich heilen
  • Depeche Mode: Enjoy the silence
  • Bilderbuch: Maschin

Sie können EIN Weltproblem lösen – welches wäre das?

Dass wir die Pandemie möglichst bald im Griff haben und unser „neues Normal“ frei leben können!

Ich möchte dazu aufrufen, dass wir alle optimistisch bleiben! Packen wir unsere Energie, nehmen wir jene mit, die schon langsam dabei sind, den Mut für die Zukunft zu verlieren! Gehen wir gemeinsam in den Endspurt! Wir schaffen das!!!

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Interviews

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Ein paar klare Worte zum Thema: Finanzen

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„Wer sich Kundenwünschen verschließt, verliert den Anschluss“

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Bleibt gesund!

„Gesundheit am Arbeitsplatz darf nicht zur Privatsache werden“, warnt Arbeitspsychologe Gerhard Klicka.

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„Wir müssen Klimaschutz und positive Wirtschaftsentwicklung gemeinsam schaffen!“

Exklusiv-Interview mit Harald Hauke, seit Oktober als Nachfolger von Werner Knausz ARA-Vorstand sowie weiterhin AGR-Geschäftsführer.

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Spotlights aus Brüssel

Die aktuellsten „großen Trends“ von unserem Co-Herausgeber und Europa-Experten Christoph Leitl.

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Netze statt Ketten

Die Pandemie hat deutlich gezeigt, wie fragil manche Lieferketten aufgestellt sind. Aus Sicht von Michael Otter, Leiter der Außenwirtschaft Austria, ein guter Grund, um auf Wertschöpfungsnetze zu setzen. Was die Exportwirtschaft insgesamt braucht, um die kommenden Monate überstehen zu können, und wo es Unterstützungsleistungen gibt, erklärt er im Interview.

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Der große PON (Premium Online News) Report

Weiter hohes Wachstumstempo in Österreich bei abnehmender Dynamik – Unternehmen überwiegend optimistisch.

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© Advicum, PR-Büro Halik

Keine Förderungen mehr für „tote Pferde“

▪ „Zombie-Unternehmen“ schaden der Wirtschaft
▪ Sinnvollere Ressourcenallokation notwendig
▪ Advicum: „Corona Corporate Health Check“ für Unternehmen

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