Medien – Wo Digital Druck macht

Die Digitalisierung hat die Mediennutzung verändert – und die gesamte Medienbranche unter Druck gesetzt. Wie Print, Fernsehen und Radio nach Auswegen suchen.

Lesezeit: ca. 4 min

Das hat Timothy John Berners-Lee nicht erwartet. Als er 1989 die Grundidee für das World Wide Web entwarf, ahnte er nicht, welche Dynamik das auslösen sollte. Erst belächelt, entwickelte sich das Internet zur Plattform für alle Lebensbereiche. Unternehmen wie Google oder Amazon kauften scheinbar planlos Firmen aus den Bereichen Robotik, Medientechnik und Sensorik zusammen. Im Nachhinein gesehen waren hier Vordenker am Werk, Amazon macht heute mit seinem Angebot aus Online-Warenhaus, Musikdienst, Streaming-Plattform und Co im Jahr rund 180 Milliarden Dollar Umsatz. Google ist, zumindest in Europa, zur Suchmaschine Nummer eins avanciert; Netflix und Spotify haben den Unterhaltungsmarkt erobert.

Mit der rasanten Entwicklung des Internets hat sich die Mediennutzung verändert. Gratis-Nachrichten überschwemmen das Netz und bringen heimische Medien unter Druck. Auch die Konkurrenz ist gewachsen: Internationale Beiträge zu konsumieren ist heute mit einigen Klicks möglich. Es geht mehr denn je um Qualität, aber auch um Angebotsvielfalt und neue Distributionswege – alles in Verbindung mit neuen Finanzierungsmodellen.

Markus Mair, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen

Print forciert Paid Content

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