„Lifelong learning“ – denn jeder Tag bringt neue Erfahrungen Martin Kohlmaier ABB Österreich

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Martin Kohlmaier, Vorstandsvorsitzender ABB Österreich

08.10.2021 | 3 min

„Lifelong learning“ – denn jeder Tag bringt neue Erfahrungen

Exklusivinterview mit Martin Kohlmaier, dem Vorstandsvorsitzenden von ABB Österreich.

Herr Kohlmaier, Sie sind seit 30 Jahren für ABB tätig und fungieren seit 1. Mai als Vorstandsvorsitzender. Was begeistert Sie an ABB?

Es ist das Zusammenarbeiten mit Menschen, das gemeinsame Miteinander bei der Umsetzung von Visionen und Zielen und die Gestaltung einer gemeinsamen erfolgreichen und nachhaltigen Zukunft als Technologieführer.

Darüber hinaus ist es auch die Vielseitigkeit und Abwechslung meiner Tätigkeit, die mich tagtäglich an meiner Arbeit bei ABB begeistern.

Während meiner 30-jährigen Zeit bei ABB hatte ich in meinem Umfeld Personen und Vorgesetzte, die mich forderten und förderten und genau das hat mir auch Kraft und Mut gegeben mich stetig weiterzuentwickeln.

In welchen Bereichen kommen Ihre Produkte hauptsächlich zur Anwendung?

Als führendes Unternehmen in den Bereichen Elektrifizierung, Robotik, Automation und Antriebstechnik werden Produkte und Lösungen weltweit eingesetzt, um die Industrie und Gesellschaft in eine produktivere und nachhaltigere Zukunft voranzutreiben. Ein großer Fokus liegt dabei auf der Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen sowie dem Einsatz von energieeffizienten Produkten und Systemen.

Welche Auswirkungen hattet Covid-19 auf Ihr Business? 

Zwar entwickelte sich das Produktgeschäft am Anfang der Corona-Pandemie tendenziell besser als das System- und Anlagengeschäft, die Automobil- und Zulieferindustrie erlebte schon vor Corona einen Dämpfer. Doch der Abbau von Reiserestriktionen und damit verbundenes Neugeschäft konnte nun schneller als erwartet die wirtschaftliche Dynamik früherer Tage zurückbringen.

Corona war und ist definitiv ein Beschleuniger für neue digitale Formen der Zusammenarbeit wie die virtuelle Inbetriebnahme oder Werkabnahme. Ich erwarte mir in Österreich unter den nach wie vor herrschenden herausfordernden Rahmenbedingungen eine durchaus zufriedenstellende und weiterhin gute Entwicklung.

„Bei ABB spielen Roboter eine sehr wesentliche Rolle, da bereits der erste vollelektrische Industrieroboter Mitte der 1970er Jahre auf den Markt gebracht wurde.“

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Roboter sind vielerorts nicht mehr wegzudenken – welche Rolle spielen sie bei ABB?

Bei ABB spielen Roboter eine sehr wesentliche Rolle, da bereits der erste vollelektrische Industrieroboter Mitte der 1970er Jahre auf den Markt gebracht wurde. Um unserem Anspruch auf Technologieführerschaft gerecht zu werden, wurde stetig im Industrierobotersektor geforscht und weiterentwickelt. 2015 wurde von ABB der weltweit erste kollaborative Roboter „YuMi®“ vorgestellt. YuMis arbeiten heute in Fabriken und kleinen Produktionsbetrieben rund um den Globus und erledigen vielfältige Aufgaben wie das Montieren von Bauteilen. Basierend auf diesem Erfolg haben wir zwei weitere Cobot-Familien auf den Weg gebracht: GoFa™ und SWIFTI™. Diese bieten höhere Traglasten und Geschwindigkeiten.

Stichwort Klimawandel: Zu Jahresbeginn wurde ABB erneut als eines der 100 nachhaltigsten Unternehmen weltweit ausgezeichnet. Welche Maßnahmen führten dazu?

Als Unternehmen haben wir uns zu CO2-Neutralität bis 2030 verpflichtet. Gleichzeitig ermöglichen unsere führenden Produkte, Systeme und Technologien unseren Kunden ihre Emissionen zu senken und Ressourcen zu schonen.

ABB fördert aktiv den Wandel zu einer CO2-armen Gesellschaft und implementiert in Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten nachhaltige Praktiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie über den Lebenszyklus ihrer Produkte und Lösungen hinweg.

ABB konnte in den eigenen Betrieben die CO2 Emissionen um 22% reduzieren, vor allem durch die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien.

„Wir unterstützen unsere MitarbeiterInnen und Mitarbeiter darin, sich weiterzuentwickeln, um erfolgreich zu sein und ihre Karriere bei ABB mitzugestalten.“

Was macht Ihr Unternehmen zu einem Top-Arbeitgeber?

Bei ABB, einem global agierenden Unternehmen, zu arbeiten bedeutet, auch einen Beitrag für eine produktivere und nachhaltigere Zukunft zu leisten. Durch die Technologieführerschaft und die Investition in Forschung und Entwicklung werden laufend innovative Produkte und Systeme lanciert, die das Arbeiten an technologisch fortschriftlichen Produkten ermöglichen.

Wir unterstützen unsere MitarbeiterInnen und Mitarbeiter darin, sich weiterzuentwickeln, um erfolgreich zu sein und ihre Karriere bei ABB mitzugestalten.

Deshalb ist es uns wichtig Talente zu erkennen, diese zu fördern und zu motivieren.

Ebenfalls bieten wir ein breitgefächertes Angebot an Sozialleistungen, Vergütungs- und Entwicklungsprogrammen an.

Welche Ziele verfolgt ABB mittelfristig? 

ABB verfolgt mehrere mittel- und langfristige Ziele – im Wesentlichen im Bereich der Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Weiters setzen wir den Fokus auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist uns sehr wichtig, ein gutes Umfeld für unsere Belegschaft zu bieten und ein attraktiver Arbeitgeber im Wandel der Zeit zu bleiben.

Wir würden Sie gerne auch als Privatperson etwas näher kennenlernen, abschließend daher noch ein paar persönliche Fragen:

Welche Persönlichkeit inspiriert Sie?      

Paul David Hewson alias Bono Vox (U2). Seine tiefgründigen und durchaus gesellschaftskritischen Songs begleiten mich seit den frühen 80er Jahren.

Worüber haben Sie zuletzt gelacht?

Das ist für mich schwierig zu beantworten, denn ich lache sehr gerne und sehr oft. Herzhaft lachen kann ich bei Kabaretts von heimischen Künstlern.

Was bedeutet für Sie persönlich Glück?

Meine liebe Familie, Gesundheit und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.

Was möchten Sie unseren Lesern besonders ans Herz legen?

Um im Leben erfolgreich zu sein, bedarf es einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Dazu gehören neben der fachlichen Ausbildung auch Soft Skills. Ein Lebensmotto, das mich seit meiner Jugend begleitet, ist „lifelong learning“, denn jeder Tag bringt neue Erfahrungen.

Sie können EIN Weltproblem lösen – welches wäre das?  

Der Zugang zu freier Bildung und Weiterbildung für Alle – vor allem aber für Kinder und Jugendliche.

Wenn ich dann noch einen Wunsch hinzufügen könnte, wäre es die stärkere Arbeitsmarktorientierung einer Ausbildung für Kinder und Jugendliche, was bedeutet, dass z.B. die MINT-Fächer frühzeitig und wesentlich attraktiver gemacht werden sollten.