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Lagebericht des Vorstands zum Konzernhalbjahresabschluss am 30. Juni 2021 der Hypo Tirol Bank AG

Das zweite Jahr im Zeichen der Pandemie brachte dank einer gewissen Routine im Umgang mit der Gesundheitskrise wieder ein Stück Normalität in den Bankbetrieb zurück.

Der innerbetriebliche Krisenstab, dem Vertreter aller relevanten Organisationseinheiten angehören, unterstützt den Vorstand in diesem schwierigen Umfeld.
Einen der ergebnisrelevantesten Einflussfaktoren zum 30. Juni 2021 stellt die gebildete Risikovorsorge dar. Denn obwohl zum Berichtszeitpunkt aufgrund der verlängerten Staatshilfen kein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen eingetreten ist und sich das Stimmungsbild der heimischen Wirtschaft zum Ende der ersten Jahreshälfte sogar aufhellt, gilt es, die Folgen der quasi nicht stattgefundenen Wintersaison sowie den Verlauf der Sommersaison im Tourismus als besonders betroffene Branche weiter abzuwarten und entsprechende ergebniswirksame Vorkehrungen zu treffen.

Vor dem Hintergrund eines nicht absehbaren Endes der Pandemie und deren wirtschaftlichen Auswirkungen gestaltete sich das erste Halbjahr 2021 – dank umsichtigem Planen und Handeln auf allen Ebenen – für die Hypo
Tirol Bank AG den Bedingungen entsprechend zufriedenstellend.

Auch die Geld- und Kapitalmärkte arrangierten sich mit der Situation, was sich in einer verminderten Volatilität im Vergleich zu 2020 ausdrückte. Das wiederum stärkte das Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger und bot den geeigneten Nährboden für die Stärkung des Wertpapiergeschäfts. Mit dem im Hause praktizierten Core-SatteliteAnsatz, dessen Herzstück längerfristige Eigenemissionen darstellen, die von lukrativen Investmentideen mit kürzeren Laufzeiten ergänzt werden, bietet die Landesbank ihren Kundinnen und Kunden eine erprobte und individuell gestaltbare Investmentstrategie, die sich in steigenden Depotvolumina widerspiegelt.
Grund und Boden sowie Wohnungseigentum gelten mehr denn je als sicherer Hafen und sinnvolle Investition in die Zukunft.

Das untermauern auch die konstant hohen Kundenanfragen für Wohnbaufinanzierungen. Mit 2021 wurden die überregionalen WohnVision-Center deshalb in das Filialnetz integriert, um den Tirolerinnen und Tirolern einen noch niederschwelligeren Zugang zur Wohnbaukompetenz der Landesbank zu bieten. Auch was die Finanzierung von gemeinnützigen Wohnbauprojekten betrifft, ist die Hypo Tirol Bank AG ein wichtiger Kapitalgeber im Land. Denn leistbares Wohnen ist Mangelware und stellt vor allem junge Familien, aber auch die ältere Generation vor Herausforderungen. Mit der Emission eines mit 500 Mio. Euro dotierten „Social-Bonds“ im März 2021 leistete die
Landesbank einen wichtigen Beitrag am heimischen Wohnungsmarkt. Dass die Nachfrage der Investoren dreimal höher als das platzierte Volumen ausfiel, bestätigt das hervorragende Standing der Hypo Tirol Bank AG als verlässliche Schuldnerin mit erstklassiger Bonität.

Erfolgsentwicklung


Die Hypo Tirol Bank AG erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2021 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 12,5 Mio. (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.). Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge liegt per 30. Juni 2021 bei EUR
34,9 Mio. und damit um 14,4 % über dem Vorjahreswert. Das Kundengeschäft ist nach wie vor stabil und für alle erkennbaren Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Die Hypo Tirol Bank AG legt weiterhin großes Augenmerk auf die Reduzierung von Risikopositionen. Der Provisionsüberschuss per 30. Juni 2021 liegt mit EUR 16,0 Mio.
(Vorjahr: EUR 15,1 Mio.) über dem Vorjahresniveau. Das saldierte Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beläuft sich auf EUR 1,7 Mio. und liegt damit um EUR 5,1 Mio. unter dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 6,8 Mio.). Der Verwaltungsaufwand beträgt zum Bilanzstichtag 30.06.2021 EUR 34,3 Mio. und liegt damit auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 34,3 Mio.).

Bilanzentwicklung
Im ersten Halbjahr 2021 liegt die Bilanzsumme bei EUR 9.124,6 Mio. und hat sich damit gegenüber dem Bilanzstichtag 31.12.2020 um EUR 353,5 Mio. erhöht (31. Dezember 2020: EUR 8.771,1 Mio.). Im Einzelnen zeigt sich bei den wesentlichen Bilanzpositionen folgendes Bild: Barreserve Die Hypo Tirol Bank AG nimmt am TLTRO III teil, dies führt zu einem hohen Zentralbankguthaben. Die Position Guthaben bei Zentralnotenbanken steigt dadurch auf EUR 1.497,8 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 1.251,9 Mio.).

Den vollständigen Halbjahresfinanzbericht finden Sie hier.