Kommt zu uns, Betriebe!

In Niederösterreich kam es im Vorjahr zu fast 100 Betriebsansiedlungen – in Oberösterreich pusht man das Konzept gemeindeübergreifender Kooperations-Gemeinschaften.

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© NLK/Burchhart

Sie pushen Betriebsansiedlungen: Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Wirtschafts-Landesrat Jochen Danninger (v.l.)

Von Jänner bis Ende Dezember 2020 konnten 92 Betriebsansiedlungen und Standorterweiterungen in Niederösterreich erfolgreich abgeschlossen werden. Durch diese Projekte wurden 654 Arbeitsplätze im Bundesland neu geschaffen und gesichert.

Unter den Projekten befindet sich z.B. im CCK Wirtschaftspark Kottingbrunn die Firma E4850K. Sie errichtet auf einer 5.000 m² großen Fläche eine Produktions- und Lagerhalle für Tischler-, Metall- und Lackierarbeiten.

Ein weiteres Highlight unter den Betriebsansiedlungen ist das neue Hauptquartier der Karner Düngerproduktion in Neulengbach, wo seitens des Unternehmens mehr als zehn Millionen Euro in den neuen Firmenstandort investiert werden (POM hat darüber ausführlich berichtet.)

In Gmünd realisiert die Firma RS 35 neue Arbeitsplätze (Großhandel mit elektrischen, elektronischen u. mechanischen Komponenten, Messgeräten und Werkzeugen) und in Mödling werden durch Burkert Austria 32 Arbeitsplätze im Bereich der Mess- Steuer- und Regeltechnik geschaffen.

92 erfolgreiche Ansiedlungen und 410 Projekte in Bearbeitung: „Vorboten des Aufschwungs“ (auch) in Niederösterreich.

© Erich Marschik

Weiter sehr aktiv

Bei der Wirtschaftsagentur des Landes NÖ ecoplus ist davon die Rede, dass die Anfragen beim Investorenservice in den vergangenen Wochen zugenommen haben und deshalb aktuell rund 410 Projekte in Bearbeitung sind. Wenn die Firmen davon nur einen Bruchteil umsetzen, entstehen somit auch 2021 hunderte neue Arbeitsplätze.

Um die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes weiter auszubauen, will ecoplus 2021 rund 40 Mio. Euro u.a. in die 18 Wirtschaftsparks, die sechs Technologie- und Forschungszentren und das ‚Haus der Digitalisierung‘ in Tulln investieren. Diese Mittel fließen unter anderem in die Optimierung und den Ausbau der Infrastruktur in den Wirtschaftsparks oder auch in die thermische Sanierung von Mietobjekten.

Bürgermeisterin Pauline Sterrer (Rüstorf), Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Bürgermeister Anton Helmberger (Rutzenham, v.l.)

© Land OÖ/Lisa Schaffner

Strategisch abgestimmt

In Oberösterreich gibt es mit der neuen „INKOBA Region Schwanenstadt“ (Interkommunale Betriebsansiedlung) bereits 29 gemeindeübergreifende Kooperations-Gemeinschaften. Damit ziehen schon 295 von 438 Gemeinden in diesem Bundesland bei Betriebsansiedlungen an einem Strang. Grundprinzipi ist dabei die überregionale Zusammenarbeit: Nicht jede Gemeinde kann jede Aufgabe erfüllen, daher ist der Blick über die Gemeindegrenzen hinaus ein Gebot der Stunde.

Atzbach, Niederthalheim, Oberndorf bei Schwanenstadt, Pitzenberg, Pühret, Rutzenham, Rüstorf, Schlatt und Schwanenstadt – diese neun Gemeinden aus dem Bezirk Vöcklabruck bündeln ihre Kräfte für die gemeinsame Standortentwicklung und Betriebsansiedlung. Zum Obmann des Gemeindeverbandes INKOBA Region Schwanenstadt wurde Bürgermeister Anton Helmberger (Rutzenham), zu seiner Stellvertreterin Bürgermeisterin Pauline Sterrer (Rüstorf) gewählt.

Um geeignete Gebiete innerhalb der Gemeindegebiete herauszufiltern, wurde in Vorbereitung der INKOBA auch ein Interkommunales Raumentwicklungskonzept erarbeitet. Dabei haben sich Flächen für verschiedene Nutzungen herauskristallisiert. Sie bilden die Basis für künftige Standortchancen in der Entwicklung und Errichtung geeigneter Betriebsgebiete. Die Anforderungen an die Infrastruktur werden bei Betriebsansiedlungen und -erweiterungen immer höher und reichen von professionellem Service und Rechtssicherheit bis zu weichen Faktoren wie dem Angebot an Bildungs-, Betreuungs-, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Wohnqualität und Arbeitskräfteangebot.

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