Klosterneuburg ist 275 mal teurer als Ludweis-Aigen

Die niederösterreichischen Grundstückspreise sind sehr unterschiedlich.

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Nur vier Euro kostet der Quadratmeter Baugrund für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Ludweis-Aigen im Bezirk Waidhofen/Thaya im nördlichen Waldviertel südlich von Raabs an der Thaya, in Langschlag im Bezirk Zwettl sowie in Nappersdorf-Kammersdorf im Bezirk Hollabrunn. Das sind die niedrigsten Grundstückspreise in Niederösterreich. Gemeinsam ist diesen drei Gemeinden, dass sie in peripheren Regionen ohne taugliche Anbindung ans hochrangige Straßennetz liegen.

Im Waldviertel nur wenig teurer ist der Boden auch in den Gemeinden Röhrenbach, Eisgarn und Waldhausen mit jeweils sieben Euro pro Quadratmeter. Acht Euro zahlt man in Drosendorf-Zissersdorf und Japons. Die teuerste Gemeinde des Waldviertels beim Grunderwerb ist die Stadt Krems in den Lagen Weinzierl, Mitterau und Am Steindl mit bis zu 310 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von den Wachau-Gemeinden Weißenkirchen mit 300 und Dürnstein mit 266 Euro. Diese Zahlen über die zurzeit auf dem Markt gehandelten Grundstückspreise ergeben sich aus Preisangaben von Gemeinden und Maklern, Kaufpreisdaten aus den Grundbüchern sowie statistischen Berechnungen der Technischen Universität Wien.

Große Preisunterschiede

Ebenso wie im Wald- geht auch im Weinviertel die Schere zwischen billigen und teuren Grundstücken weit auseinander. In den Gemeinden Zellerndorf und Schrattenberg kostet der Quadratmeter Baugrund lediglich acht, in Gaubitsch und in Fallbach jeweils neun Euro. Die teuersten Gemeinden für Grundkäufer im Weinviertel liegen im Bezirk Korneuburg: Hier führen das Trio Gerasdorf, Langenzersdorf und Stadt Korneuburg ex aequo mit jeweils 600 Euro das Ranking an, gefolgt vom Duo Bisamberg und Hagenbrunn mit jeweils 500 Euro.

Im Mostviertel erstreckt sich die Bandbreite der Grundstückspreise von 15 und 23 Euro pro Quadratmeter, die in den Pielachtal-Gemeinden Puchenstuben und Schwarzenbach bezahlt werden, bis zu 225 Euro in der Bezirkshauptstadt Amstetten. Dort ist es im Zentrum, in der Parksiedlung und am Kreuzberg am teuersten.

Im Zentralraum regelrecht explodiert sind die Grundstückspreise in der Stadt Tulln, wo man für einen Quadratmeter Baugrund mittlerweile bis zu 400 Euro bezahlen muss. Interessant auch die Ergebnisse aus der Landeshauptstadt St. Pölten: Hier kann man einen Quadratmeter Baugrund um 80 Euro am billigsten in den Stadtteilen Radlberg, Pottenbrunn und St. Georgen kaufen. Am Eisberg und am Kupferbrunnberg hingegen geht das Preisband bis zu 210 Euro hinauf.

Im Industrieviertel kostet ein Quadratmeter Baugrund für ein Ein- oder Zweifamilienhaus nur 19 Euro im Gemeindegebiet von Schwarzenbach in der Buckligen Welt. Hingegen sind im Zehnerviertel in der Stadt Wiener Neustadt 300 Euro zu bezahlen. Am Seegrund in Oberwaltersdorf werden sogar 570 Euro verlangt.

Klosterneuburg ist am teuersten

Das exklusivste Pflaster Niederösterreichs findet man erwartungsgemäß im südlichen und westlichen „Speckgürtel“ der Bundeshauptstadt Wien. Das Zentrum der Stadt Klosterneuburg hat mit 1.100 Euro pro Quadratmeter die teuersten Grundstücke im Bundesland. Dahinter rangieren Perchtoldsdorf und Hinterbrühl sowie die Lagen Ölberg und Buchenberg in Klosterneuburg, wo ein Quadratmeter Baugrund jeweils 1.000 Euro kostet.

Dahinter rangieren das Zentrum und die Villengebiete der Stadt Mödling sowie Maria Enzersdorf mit jeweils 800, der Seegrund in Leopoldsdorf mit 750, die Villengegend am Mitterberg in Baden mit 720 sowie Gießhübl und Brunn am Gebirge mit jeweils 700 Euro.

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